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Verdinglichung und Spektakel
über die Begrenzung politischer Imagination bei Georg Lukács und Guy Debord
Paul Nagel
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Politikwissenschaft
Betreuer*in
Sergej Seitz
DOI
10.25365/thesis.81776
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-27748.47596.779450-6
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die politische Gegenwart ist seit mehreren Jahren mit einer relativen Konstanz von andauernden Krisendynamiken verschiedener Art geprägt. Während rechtsautoritäre Akteure von den verschiedenen Krisen profitieren können, scheint eine demokratisch-emanzipatorische Herausforderung des neoliberalen Status quo nur schwer vorstellbar. In der vorliegenden Arbeit gehe ich der Frage nach, ob der Ansatz der Verdinglichungstheorie von Georg Lukács – also die Frage darüber, wie das Erfahren der kapitalistischen Wirklichkeit unsere politische und gesellschaftliche Imagination beeinflusst – dabei helfen kann, die Abwesenheit einer demokratisch-emanzipatorischen Politisierung in der Gegenwart zu erklären. Um die Verdinglichungstheorie zu aktualisieren und für die Nutzung in der Gegenwart brauchbar zu machen, führe ich sie in dieser Arbeit mit Guy Debords Theorie des Spektakels zusammen. Um diesen kombinierten Ansatz für die Nutzung in der Gegenwart zu überprüfen, bringe ich ihn mit Wendy Browns Theorie des Neoliberalismus als schleichender Revolution ins Gespräch. Darüber zeige ich erstens die Anschlussfähigkeit an gegenwärtige Debatten der politischen Theorie und zweitens, wie mithilfe des von mir entwickelten Ansatzes über bestehende Diskurse hinausgegangen werden kann. So zeige ich, dass sich eine Reihe an Elementen der neoliberalen Wirklichkeit mithilfe der zusammengeführten Theorien von Lukács und Debord erklären lassen und dass zudem Lücken und Schwachstellen in Browns Theorie umgangen werden können. Damit zeige ich letztlich, wie der von mir entwickelte Ansatz dazu beitragen kann, die Abwesenheit einer demokratisch-emanzipatorischen Politisierung in der Gegenwart zu erklären.
Abstract
(Englisch)
The political landscape of the recent past has been marked for several years by a relative constancy of ongoing crises of various kinds. While right-wing authoritarian actors are able to capitalize on these crises, it seems difficult to imagine a democratic and emancipatory challenge to the neoliberal status quo. In this thesis, I explore whether Georg Lukács’s theory of reification – that is, the question of how the experience of capitalist reality influences our political and social imagination – can help to explain the absence of a democratic-emancipatory politicization in the present. To modernize the theory of reification and make it applicable to the present, I combine it in this thesis with Guy Debord’s theory of the spectacle. To test this combined approach for its relevance to the present, I engage it with Wendy Brown’s theory of neoliberalism as a stealth revolution. In doing so, I demonstrate, first, its relevance to current debates in political theory and, second, how the approach I have developed can be used to move beyond existing discourses. In this way, I demonstrate that a number of aspects of neoliberal reality can be explained by combining the theories of Lukács and Debord, and that gaps and weaknesses in Brown’s theory can also be addressed. Ultimately, I show how the approach I have developed can help explain the absence of democratic and emancipatory politicization in the present day.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Verdinglichung Spektakel Georg Lukács Guy Debord Neoliberalismus Politische Imagination
Schlagwörter
(Englisch)
Reification Spectacle Neoliberalism Political Imagination
Autor*innen
Paul Nagel
Haupttitel (Deutsch)
Verdinglichung und Spektakel
Hauptuntertitel (Deutsch)
über die Begrenzung politischer Imagination bei Georg Lukács und Guy Debord
Paralleltitel (Englisch)
Reification and spectacle
Paralleluntertitel (Englisch)
on the limitations of political imagination in the works of Georg Lukács and Guy Debord
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
153 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Sergej Seitz
Klassifikationen
89 Politologie > 89.05 Politische Theorie ,
89 Politologie > 89.14 Sozialismus
AC Nummer
AC17986224
Utheses ID
81333
Studienkennzahl
UA | 066 | 824 | |
