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Die Sichtbarkeit des Selbstübersetzers/der Selbstübersetzerin im Kontext der literarischen Übersetzung am Beispiel von Anne Weber
Sirine Attia
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Zentrum für Translationswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Translation Deutsch Französisch
Betreuer*in
Waltraud Kolb
DOI
10.25365/thesis.81698
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-28594.49568.719057-5
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit mit dem Titel „Die Sichtbarkeit des Selbstübersetzers/ der Selbstübersetzerin im Kontext der literarischen Übersetzung am Beispiel von Anne Weber“ untersucht die literarische Stimme in Anne Webers selbstübersetztem Roman Kirio und geht der Frage nach, inwiefern sich die Selbstübersetzerin im Vergleich von Ausgangs- und Zieltext als sichtbar erweist. Im Zentrum steht die Annahme, dass Selbstübersetzung nicht als bloße Übertragung verstanden werden kann, sondern als ein Prozess sprachlicher und stilistischer Neugestaltung. Die Analyse basiert auf dem funktionalen Übersetzungskritikmodell nach Margret Ammann (1990). Dieses wird mit einem textnahen Analyseverfahren kombiniert, das insbesondere Syntax, Rhythmus, Lexik, Mehrsprachigkeit und prosodische Strukturen berücksichtigt. Anhand von zwölf Textstellen werden wiederkehrende Muster der sprachlichen Transformation untersucht. Die Untersuchung zeigt, dass sich die literarische Stimme in den beiden Sprachfassungen systematisch verändert. Dabei treten wiederkehrende Muster hervor, insbesondere im Umgang mit rhythmischer Verdichtung, dialogischen Strukturen, Wortspielen und metanarrativen Passagen. Es wird deutlich, dass Anne Weber in beiden Sprachfassungen unterschiedliche Konfigurationen literarischer Stimme erzeugt. Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass Selbstübersetzung als aktiver Gestaltungsprozess zu verstehen ist. Die Sichtbarkeit der Selbstübersetzerin zeigt sich dabei nicht explizit, sondern in sprachlichen Entscheidungen, durch die die literarische Stimme in beiden Sprachversionen unterschiedlich gestaltet wird.
Abstract
(Englisch)
This thesis examines the literary voice in the self-translated novel Kirio and investigates the visibility of the self-translator through a comparison of source and target texts. It is based on the assumption that self-translation cannot be understood as a simple transfer between languages, but rather as a process of linguistic and stylistic reconfiguration. The research is situated within translation studies and draws on theoretical approaches to self-translation and literary voice. Methodologically, it combines Margret Ammann’s (1990) functional model of translation criticism with a close textual analysis focusing on syntax, rhythm, lexis, multilingual elements, and prosodic structures. Twelve selected passages from both language versions are examined in order to identify recurring patterns of transformation. The results demonstrate that the literary voice changes systematically across the two versions. In particular, differences emerge in the treatment of rhythmic density, dialogic structures, wordplay, and metanarrative passages. These findings indicate that Anne Weber constructs distinct configurations of literary voice in each language version. Rather than aiming at equivalence, the self-translation process appears as a creative act of rewriting in which the author actively reshapes textual effects. The study concludes that self-translation should be understood as an active process of literary composition. The visibility of the self-translator does not appear explicitly but emerges through linguistic decisions that reshape the literary voice in both versions of the text.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Selbstübersetzung
Schlagwörter
(Englisch)
self-translation
Autor*innen
Sirine Attia
Haupttitel (Deutsch)
Die Sichtbarkeit des Selbstübersetzers/der Selbstübersetzerin im Kontext der literarischen Übersetzung am Beispiel von Anne Weber
Paralleltitel (Englisch)
The visibility of the self-translator in the context of literary translation: a case study of Anne Weber
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
99 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Waltraud Kolb
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.45 Übersetzungswissenschaft
AC Nummer
AC17968336
Utheses ID
81350
Studienkennzahl
UA | 070 | 331 | 345 |
