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Therapeutic Touch
Performanz einer holistischen Praktik in der Krankenpflege
Karljosef Rauchberger
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Katholisch-Theologische Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Religionswissenschaft
Betreuer*in
Lukas K. Pokorny
DOI
10.25365/thesis.81764
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-10548.62743.170080-1
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Diese Arbeit untersucht Therapeutic Touch als rituelle Praxis an der Schnittstelle von Pflege, Spiritualität und holistischem Milieu im Kontext des österreichischen Gesundheitssystems. Therapeutic Touch ist eine in der Krankenpflege etablierte, zugleich aber wissenschaftlich umstrittene Behandlungsmethode auf Basis von Handauflegung, die sowohl auf pflegewissenschaftliche Konzepte als auch auf ältere Heilpraktiken zurückgreift. Anstatt die Wirksamkeitsfrage in den Mittelpunkt zu stellen, richtet die Arbeit den Blick auf Performanz, Ritualcharakter und weltanschauliche Verortung. Forschungsleitend sind die Fragen, wie sich die Weiterbildung nach § 64 Gesundheits- und Krankenpflegegesetz „Komplementäre Pflege – Therapeutic Touch“ in Wien entwickelt hat, wie sich Therapeutic Touch in der freiberuflichen Praxis diplomierter Pflegepersonen rituell gestaltet und wie sich diese Pflegekräfte zu den spirituellen und rituellen Aspekten der Methode sowie zum holistischen Milieu positionieren. Methodisch verbindet die Arbeit einen autoethnographischen Zugang – ausgehend von der eigenen Weiterbildung – mit fünf leitfadengestützten Experteninterviews mit Diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegepersonen sowie der Analyse von fünf Behandlungen aus Teilnehmendenperspektive. Therapeutic Touch erscheint den Befragten als attraktiv, weil die Methode pflegeintern entwickelt, rechtlich verankert, curricular strukturiert und mit wissenschaftsnahen Argumentationsfiguren versehen ist, zugleich aber individualisierte holistische Spiritualitäten integriert. Ritualtheoretisch erweist sie sich als formalisiert gerahmte Praxis mit klar strukturiertem Ablauf, spezifisch gestalteten Räumen und symbolisch aufgeladenen Handlungen, die einen eigenen Erfahrungs- und Deutungsraum hervorbringt. Intuition fungiert dabei als Schnittstelle zwischen pflegewissenschaftlich legitimierter Urteilskompetenz und spirituell verstandener „innerer Führung“. Die rechtliche Verankerung nach § 64 Gesundheits- und Krankenpflegegesetz ermöglicht eine professionelle Abgrenzung gegenüber „Esoterik“, während das zugrunde liegende Energiemodell naturwissenschaftlich unverifiziert bleibt.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Therapeutic Touch Performanz Ritual
Autor*innen
Karljosef Rauchberger
Haupttitel (Deutsch)
Therapeutic Touch
Hauptuntertitel (Deutsch)
Performanz einer holistischen Praktik in der Krankenpflege
Paralleltitel (Englisch)
Therapeutic touch
Paralleluntertitel (Englisch)
performance of a holistic practice in nursing
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
84 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Lukas K. Pokorny
Klassifikation
11 Theologie > 11.99 Theologie, Religionswissenschaft. Sonstiges
AC Nummer
AC17974705
Utheses ID
81400
Studienkennzahl
UA | 066 | 800 | |
