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"Was ist ein Kino-Bild?" fragt "Wer ist Bergson?"
eine Möglichkeit, Bergson in Deleuze zu begegnen und ihre Notwendigkeit für ein Verständnis des Kino-Bilds nach Deleuze
Laura Ferchner
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Philosophie
Betreuer*in
Giuseppe Motta
DOI
10.25365/thesis.81461
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-11385.61402.693720-0
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
In Gilles Deleuzes "Das Bewegungs-Bild. Kino 1." spannen eine rezeptionstheoretische Frage und eine Frage nach dem klassischen Kino ein gemeinsames Problemfeld auf. Was ist ein Kino-Bild? fragt Wer ist Bergson? Systematische Unterschiede zwischen Deleuze und Bergson werden in drei Thesen und einer Zusatzthese nachgewiesen. Gegenübergestellt werden zwei Positionen zum Kino und zwei Methoden. Am konkreten Gegenstand zeigen sich Differenzen zwischen einem organischen und einem organlosen Vitalismus (Bergson / Deleuze): (1) Das Kino-Bild ist unteilbare Einheit bei Bergson; fragmentarisches Ganzes bei Deleuze. (2) Bei Bergson ist das Kino-Bild in einer psychologischen Dauer begründet; bei Deleuze ist eine a-personale Zeit Grundlage. (3) Die Frage nach einer elementaren Zusammensetzung des Kino-Bilds führt nach Bergson in eine Sackgasse. Deleuze bietet eine genetische Analyse universeller Bedingungen – weder dialektisch noch im Sinne Bergsons. (4) Jedes Aufgreifen von Bergson durch Deleuze im Kino-Bild ist durch eine Voraussetzung bedingt, die für Bergson illegitim ist: Ein qualitativer Unterschied (personale vs. a-personale Zeit) wird behandelt, als wäre er graduell. (Zusatzthese) Für Deleuzes Bergson-Bezug wird eine dreiteilige Gliederung erarbeitet. Deleuzes Auseinandersetzung mit Bergson beginnt sehr früh. Entlang einiger Schriften wird seine Bergson-Rezeption prozessual erfasst und bis Kino 1 geordnet: (1) Deleuze über Bergson, (2) Deleuze inspiriert durch Bergson, (3) Deleuzes eigene Philosophie. Insgesamt wird das untersuchte Problemfeld auf zwei Ebenen betrachtet: Ein globaler Vergleich (Teil I) und eine Textanalyse basierend auf Kino 1 (Teil II). Im Gesamtbild zeigt sich das untersuchte Problemfeld als bestimmte Kombinatorik aus systematischen und a-historischen Aspekten. Klar wird, was es bedeutet, dass Deleuzes Erzählung des klassischen Kino-Bilds Naturgeschichte ist. Eine Selbstreferenzialität Deleuzes wird nachgewiesen und macht seinen Bergson zu einem Derivat Bergsons. So werden Unterschiede zwischen Bergson und Deleuze hervorgehoben und Bergsons Eigenständigkeit wieder gestärkt.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Deleuze Bergson Kino Rezeption Bewegungs-Bild
Schlagwörter
(Englisch)
Deleuze Bergson cinema reception movement image
Autor*innen
Laura Ferchner
Haupttitel (Deutsch)
"Was ist ein Kino-Bild?" fragt "Wer ist Bergson?"
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine Möglichkeit, Bergson in Deleuze zu begegnen und ihre Notwendigkeit für ein Verständnis des Kino-Bilds nach Deleuze
Paralleltitel (Englisch)
"What is a cinematic image?" asks "Who is Bergson?"
Paralleluntertitel (Englisch)
on a possibility to encounter Bergson in Deleuze and its necessity for understanding the cinematic image according to Deleuze
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
CX Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Giuseppe Motta
Klassifikationen
08 Philosophie > 08.31 Metaphysik. Ontologie ,
08 Philosophie > 08.41 Ästhetik
AC Nummer
AC17917976
Utheses ID
81407
Studienkennzahl
UA | 066 | 941 | |
