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Der Orgasm Gap aus weiblicher Perspektive
die Bedeutung von Sozialisation, Kommunikation und sexueller Selbstbestimmung für die Entwicklung einer stabilen Orgasmushäufigkeit
Jasmin Schleinzer
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Lebenswissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Lehramt Sek (AB) Unterrichtsfach Biologie und Umweltbildung Unterrichtsfach Französisch
Betreuer*in
Sylvia Kirchengast
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.81583
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-13887.65206.343668-6
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Der Orgasm Gap beschreibt, dass Frauen in heterosexuellen sexuellen Kontakten deutlich seltener einen Orgasmus erleben als Männer. Obwohl Frauen und Männer über vergleichbare anatomische und neurobiologische Voraussetzungen für sexuelles Lustempfinden verfügen, besteht diese Ungleichheit seit Jahrzehnten fort. Die vorliegende Masterarbeit beschäftigt sich daher mit der Frage, wie Frauen im Alter zwischen 30 und 40 Jahren eine stabile Orgasmushäufigkeit erleben und welche Faktoren zu deren Entwicklung beitragen. Im theoretischen Teil wurden zunächst die biologischen Grundlagen des weiblichen Orgasmus sowie sozialwissenschaftliche Erklärungsansätze zum Orgasm Gap dargestellt. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Einfluss sexueller Skripte, sexueller Sozialisation, gesellschaftlicher Normen sowie partnerschaftlicher Kommunikation auf das sexuelle Erleben von Frauen. Aufbauend darauf wurde ein qualitatives Forschungsdesign gewählt. Zur Beantwortung der Forschungsfrage wurden leitfadengestützte Interviews mit fünf Frauen im Alter zwischen 30 und 40 Jahren geführt und mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass eine stabile Orgasmushäufigkeit nicht als selbstverständlich gegeben erlebt wird, sondern das Ergebnis eines langfristigen Entwicklungs- und Lernprozesses ist. Als zentrale Einflussfaktoren erweisen sich frühe Sozialisationserfahrungen, sexuelles Wissen, Selbstexploration, partnerschaftliche Kommunikation sowie emotionale Sicherheit innerhalb sexueller Beziehungen. Gleichzeitig wird deutlich, dass traditionelle Geschlechterrollen und gesellschaftliche Erwartungen das sexuelle Erleben von Frauen weiterhin beeinflussen. Die Interviewpartnerinnen berichten jedoch auch von aktiven Strategien, mit denen sie diese Normen reflektieren und zunehmend selbstbestimmte Formen von Sexualität entwickeln. Das Fazit der vorliegenden Arbeit ist, dass weibliches Orgasmuserleben weniger durch biologische Voraussetzungen als vielmehr durch soziale, kommunikative und individuelle Faktoren geprägt wird. Eine stabile Orgasmushäufigkeit entsteht insbesondere dann, wenn Frauen ihren eigenen Körper kennen, ihre Bedürfnisse kommunizieren können und sich von einschränkenden gesellschaftlichen Erwartungen lösen. Die Ergebnisse leisten damit einen Beitrag zum Verständnis des Orgasm Gap und verdeutlichen die Bedeutung sexueller Selbstbestimmung für die sexuelle Gesundheit und Zufriedenheit von Frauen.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Orgasm Gap weibliche Sexualität Klitoris Vulva weiblicher Orgasmus
Autor*innen
Jasmin Schleinzer
Haupttitel (Deutsch)
Der Orgasm Gap aus weiblicher Perspektive
Hauptuntertitel (Deutsch)
die Bedeutung von Sozialisation, Kommunikation und sexueller Selbstbestimmung für die Entwicklung einer stabilen Orgasmushäufigkeit
Paralleltitel (Englisch)
The orgasm gap from a female perspective
Paralleluntertitel (Englisch)
the importance of socialization, communication, and sexual self-determination for the development of a stable orgasm frequency
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
83 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Sylvia Kirchengast
Klassifikation
42 Biologie > 42.00 Biologie. Allgemeines
AC Nummer
AC17946012
Utheses ID
81453
Studienkennzahl
UA | 199 | 502 | 509 | 02
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1