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Klinisch pharmazeutische Herausforderungen bei Stomapatient*innen
Sonja Glamočlija
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Lebenswissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Pharmazie
Betreuer*in
Irene Maria Lagoja
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.81441
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-13905.65938.151937-3
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die Anlage eines Stomas, welche auf chronische Krankheiten oder Operationen zurückzuführen ist, bringt für die Patient*innen weitreichende Veränderungen der bisherigen Lebensgewohnheiten mit sich. Zudem wird durch die Stomaanlage ihre medikamentöse Versorgung durch anatomische und physiologische Veränderungen des Gastrointestinaltrakts erheblich beeinflusst. Ein Stoma ist eine operativ angelegte Verbindung zwischen einem inneren Hohlorgan und der Oberfläche der Haut. In der klinisch- pharmazeutischen Praxis sind vor allem Ileostoma und Colostoma von Bedeutung, die bei verschiedenen Indikationen wie chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, Tumorerkrankungen oder nach komplikationsreichen operativen Eingriffen angelegt werden. Je nach Art und Lokalisation des Stomas sowie dem Ausmaß der intestinalen Resektion kann es zu tiefgreifenden Veränderungen in der Resorption von Arzneimitteln kommen. Diese grundlegenden Veränderungen betreffen nicht nur die Pharmakokinetik einzelner Arzneistoffe, sondern haben direkte Auswirkungen auf deren therapeutische Wirksamkeit und Verträglichkeit. Studien zeigen, dass insbesondere Medikamente mit enger therapeutischer Breite, hohem First-Pass-Metabolismus oder kolorektaler Absorptionspräferenz bei Stomapatient*innen ein erhöhtes Risiko für eine veränderte Arzneimittelwirkung ergeben. Daraus resultiert ein erhöhtes Maß an klinischer Wachsamkeit und interprofessioneller Zusammenarbeit. Trotz der immensen klinischen Relevanz ist die Studienlage zur medikamentösen Versorgung von Stomapatient*innen bislang dünn, dieses Thema wird meist nur randständig thematisiert. Die vorliegende Arbeit hat sich zum Ziel gesetzt, auf Basis einer systematischen Literaturauswertung und Umfrage die aktuellen Erkenntnisse zur Pharmakokinetik, Arzneistoffresorption und medikamentösen Versorgung bei Stomapatient*innen zusammenzutragen und kritisch zu reflektieren.
Abstract
(Englisch)
The creation of a stoma, typically resulting from chronic disease or surgical intervention, entails profound changes to patients’ established lifestyle habits. In addition, stoma formation significantly affects pharmacotherapy due to anatomical and physiological alterations of the gastrointestinal tract. A stoma is a surgically created connection between an internal hollow organ and the surface of the skin. In clinical pharmaceutical practice, ileostomies and colostomies are of particular relevance. These are constructed for various indications, including inflammatory bowel diseases, malignancies, or following complicated surgical procedures. Depending on the type and location of the stoma, as well as the extent of intestinal resection, substantial alterations in drug absorption may occur. These fundamental changes affect not only the pharmacokinetics of individual drugs but also have direct implications for their therapeutic efficacy and tolerability. Studies indicate that medications with a narrow therapeutic index, a high first-pass metabolism, or preferential colorectal absorption are particularly prone to altered drug response in patients with a stoma. This results in an increased need for clinical vigilance and interprofessional collaboration. Despite its considerable clinical relevance, the evidence base regarding pharmacotherapy in patients with a stoma remains limited, and the topic is often only marginally addressed. The present study aims to systematically compile and critically evaluate current knowledge on pharmacokinetics, drug absorption, and pharmacotherapeutic management in patients with a stoma, based on a systematic literature review and a survey.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Stoma Klinisch pharmazeutische Herausforderungen Stomapatient*innen High-Output-Syndrom Kurzdarmsyndrom
Autor*innen
Sonja Glamočlija
Haupttitel (Deutsch)
Klinisch pharmazeutische Herausforderungen bei Stomapatient*innen
Paralleltitel (Englisch)
Clinical pharmaceutical challenges in patients with a stoma
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
130 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Irene Maria Lagoja
Klassifikation
44 Medizin > 44.17 Stationäres Gesundheitswesen. Krankenhauswesen
AC Nummer
AC17915442
Utheses ID
81459
Studienkennzahl
UA | 066 | 605 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1