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Die "Unberührtheit" von Natur als Ressource
die Inwertsetzung nicht-menschlicher Natur im Rahmen von Entwicklungsstrategien im nördlichen Patagonien
David Untersmayr
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Internationale Entwicklung
Betreuer*in
Valerie Lenikus
DOI
10.25365/thesis.81629
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-14013.71697.892428-0
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die auf Extraktivismus basierende Entwicklungsstrategie Chiles führt in den Zentren der Rohstoffausbeutung zur großflächigen Transformation nicht-menschlicher Umwelt. Gleichzeitig gibt es im nördlichen Patagonien weitläufige Waldgebiete, die bisher nur peripher von der Ausweitung kapitalistischer gesellschaftlicher Naturverhältnisse betroffen waren. Da hier besonderes Potenzial zur Inwertsetzung der bisher wenig genutzten natürlichen Ressourcen vorhanden ist, bekommen Fragen nach „Entwicklung“ einen besonders drängenden Charakter. Die mit den Primärwäldern Patagoniens verbundenen Vorstellungen von „unberührter“ Natur am „Ende der Welt“ werden jedoch auch von der globalen Tourismusindustrie zunehmend als Ressource betrachtet. Die Auseinandersetzungen um das Selbstverständnis des Tals von Cochamó als Tourismusstandort und der damit verbundene Fokus auf Diskurse und Praktiken lokaler Akteur*innen im Umgang mit nicht-menschlicher Natur eröffnen eine Perspektive auf die Debatten über das Spannungsfeld von Naturschutz und „Entwicklung“ im Süden Chiles. Die Fallstudie untersucht, ob und wie der Prozess der (Wieder-)Eingliederung einer peripheren Region in globale ökonomische Strukturen trotz Wachstumsimperativ und mächtiger Akkumulationsinteressen in einer sozial-ökologisch nachhaltigen Weise gestaltet werden kann.
Abstract
(Englisch)
Chile’s development strategy, based on extractivism, is leading to large-scale transformations of the non-human environment in the centres of raw material exploitation. At the same time, northern Patagonia is home to vast forested areas that have so far been only marginally affected by the expansion of capitalist societal nature relations. As there is potential here to exploit natural resources that have hitherto been little used, questions of ‘development’ take on a particularly pressing character. However, the ideas of ‘untouched’ nature at the ‘end of the world’ associated with the Patagonian primary forests are also increasingly being viewed as a resource by the global tourism industry. The debates surrounding the self-image of the Cochamó Valley as a tourist destination and the associated focus on the conceptions and practices of local actors in their approach to non-human nature offer a perspective on the debates concerning the tension between nature conservation and ‘development’ in southern Chile. This case study examines whether and how the process of (re-)integrating a peripheral region into global economic networks can be shaped in a socio-ecologically sustainable manner, despite the imperative for growth and powerful accumulation interests.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Politische Ökologie Patagonien Entwicklungsstrategien Naturschutz Tourismus Naturwahrnehmung
Schlagwörter
(Englisch)
Political Ecology Patagonia development community based conservation tourism
Autor*innen
David Untersmayr
Haupttitel (Deutsch)
Die "Unberührtheit" von Natur als Ressource
Hauptuntertitel (Deutsch)
die Inwertsetzung nicht-menschlicher Natur im Rahmen von Entwicklungsstrategien im nördlichen Patagonien
Paralleltitel (Englisch)
"Pristine nature" as a resource
Paralleluntertitel (Englisch)
valorization of non-human nature within the framework of development strategies in northern Patagonia
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
112 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Valerie Lenikus
AC Nummer
AC17956476
Utheses ID
81467
Studienkennzahl
UA | 066 | 589 | |
