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Gendered violence and women's experiences during the Jeju April 3rd incident
Zofia Krystyna Balawender
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Koreanologie
Betreuer*in
Jerome De Wit
DOI
10.25365/thesis.82147
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-18396.61374.483530-6
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Der Jeju 4·3 Aufstand zählt zu den gewaltsamsten Ereignissen der modernen koreanischen Geschichte und hinterließ weitreichende Folgen für die Bevölkerung der Insel Jeju. Während die bisherige Forschung vor allem den politischen Hintergrund und die Brutalität der Repressionsmaßnahmen in den Fokus gerückt hat, wurden die Erfahrungen von Frauen bislang kaum berücksichtigt. Diese Arbeit untersucht die Erfahrungen von Frauen während des Aufstands mit besonderem Schwerpunkt auf geschlechtsspezifischer Gewalt. Die zentrale Forschungsfrage lautet: Welche Formen geschlechtsspezifischer Gewalt erlebten Frauen während des Jeju 4·3 Aufstands, und wie wurden diese Erfahrungen durch politische Gewalt im Rahmen der Repression sowie durch patriarchale Gesellschaftsstrukturen der damaligen Zeit geprägt? Um diese Frage zu beantworten, stützt sich die Arbeit auf Zeitzeug*innenberichte, offizielle Untersuchungsberichte und wissenschaftliche Literatur. Untersucht werden dabei verschiedene Formen der Gewalt, darunter sexuelle Gewalt, Gewalt gegen schwangere Frauen, Stellvertretertötungen sowie Zwangsehen. Die Ergebnisse zeigen, dass Frauen geschlechtsspezifisch von der Gewalt betroffen waren, was eng mit ihrer Stellung innerhalb von Familie und Gemeinschaft verknüpft war. Die Arbeit argumentiert, dass Frauen keineswegs nur passive Opfer des Konflikts waren, sondern aufgrund ihres Geschlechts gezielt zu Zielscheiben wurden. Zudem beleuchtet die Studie die langfristigen Folgen dieses Traumas und untersucht, wie die Erfahrungen der Frauen in den folgenden Jahrzehnten erinnert, erzählt oder oft verschwiegen wurden. Durch den Fokus auf weibliche Perspektiven trägt diese Arbeit zu einem umfassenderen Verständnis des Jeju 4·3 Aufstands bei und unterstreicht die Bedeutung der Einbeziehung von Frauenstimmen für die Erforschung historischer Gewalt und deren Aufarbeitung.
Abstract
(Englisch)
The Jeju 4·3 Incident was one of the most violent events in modern Korean history and had a lasting impact on the people of Jeju Island. While much of the existing research has focused on the political background of the incident and the violence of the suppression campaign, the experiences of women have often received less attention. This thesis examines the experiences of women during the Jeju 4·3 Incident, with a particular focus on gender-based violence. The central research question of this study is: What forms of gender-based violence did women experience during the Jeju 4·3 Incident, and how were these experiences shaped by the political violence of the suppression campaign and the patriarchal social structure of the time? To answer this question, the thesis draws on testimonies, official investigation reports, and academic literature. It examines different forms of gender-based violence, including sexual violence, violence against pregnant women, proxy killings, and forced marriages. The analysis shows that women were affected by the violence in gender-specific ways and that their experiences were shaped not only by the conflict itself but also by their position within the family and society. The thesis argues that women were not merely passive victims of the violence but were targeted in specific ways because of their gender. It also explores the long-term consequences of the violence and examines how women's experiences were remembered, narrated, and often silenced in the decades that followed. By focusing on women's experiences and gender-based violence, this thesis contributes to a better understanding of the Jeju 4·3 Incident and highlights the importance of including women's voices in the study of historical violence and its aftermath.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Jeju 4·3 Geschlechtsspezifische Gewalt Frauen und Gewalt
Schlagwörter
(Englisch)
Jeju 4·3 Gender-based violence Women and violence
Autor*innen
Zofia Krystyna Balawender
Haupttitel (Englisch)
Gendered violence and women's experiences during the Jeju April 3rd incident
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
101 Seiten
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Jerome De Wit
Klassifikation
15 Geschichte > 15.81 Korea
AC Nummer
AC18053641
Utheses ID
81544
Studienkennzahl
UA | 066 | 871 | |
