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Das Phänomen der "leaky pipeline" in Italien und Südtirol
historische Entwicklungen, Messgrößen und Ansatzpunkte für Gegenmaßnahmen - eine Scoping Review
Martina Baldasso
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Betriebswirtschaft
Betreuer*in
Katharina Auer-Zotlöterer
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.81652
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-18396.71217.510883-5
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Diese Arbeit untersucht die historischen und aktuellen Determinanten des Phänomens der „Leaky Pipeline“ im Erwerbsleben von Frauen. Dabei wird analysiert, inwiefern sich die Karriereverläufe von Frauen in Südtirol und Italien unterscheiden, wobei der EU-Durchschnitt als Benchmark dient. Dieser Vergleich zielt darauf ab, die in der Literatur häufige Darstellung Italiens als homogene Einheit aufzubrechen und die Auswirkungen regionaler rechtlicher Sonderstellungen des Südtiroler Autonomiestatuts auf die Gleichstellung von Frauen im Erwerbsleben zu untersuchen. Mittels einer Scoping Review werden qualitative und quantitative Sekundärdaten aus wissenschaftlicher Literatur sowie aus offiziellen Datensätzen systematisch ausgewertet. Im Rahmen dieser Arbeit werden aufbauend auf soziologischen Erklärungsansätzen wie der „Role Congruity Theory“ und der „Theory of Gendered Organizations“ sowohl historische Entwicklungen seit 1945 als auch aktuelle Messgrößen der Leaky Pipeline untersucht. Im Mittelpunkt der Analyse stehen die Erwerbstätigenquote, die Teilzeitquote, der Gender Pay Gap sowie der Frauenanteil in Führungspositionen. Die Ergebnisse zeigen, dass Italien im europäischen Vergleich weiterhin deutliche strukturelle Barrieren für Frauen aufweist. Südtirol erreicht im Kontext institutioneller und regionaler Besonderheiten eine höhere Erwerbstätigenquote, verzeichnet zugleich jedoch Formen vertikaler Segregation. Als zentrale Determinanten der Leaky Pipeline im Vergleich zwischen Südtirol, Italien und dem europäischen Benchmark identifiziert die Arbeit gesellschaftliche Rollenbilder, organisationale Strukturen, Betreuungsangebote sowie rechtliche Rahmenbedingungen. Auf Grundlage der empirischen Befunde und der identifizierten Determinanten leitet diese Arbeit konkrete Handlungsempfehlungen zur Förderung der Chancengleichheit und zur Verringerung von Leaky-Pipeline-Effekten ab. Diese umfassen neben dem bedarfsgerechten Ausbau von Betreuungsstrukturen eine stärkere Formalisierung betrieblicher Aufstiegsprozesse sowie gezielte institutionelle Maßnahmen zur Förderung von Väterquoten, um traditionelle Rollenbilder aufzubrechen und die vertikale Segregation zu reduzieren.
Abstract
(Englisch)
This study examines the historical and current determinants of the “leaky pipeline” phenomenon in women’s participation in the labor market. It analyzes the extent to which women’s career trajectories differ across South Tyrol and Italy, with the EU average serving as a benchmark. This comparison aims to challenge the frequent representation of Italy as a homogeneous entity in existing literature and to investigate the impact of regional legal particularities, specifically the South Tyrolean “Autonomiestatut”, on gender equality in professional life. Using a scoping review, qualitative and quantitative secondary data from scientific literature as well as official statistical datasets are systematically analyzed. Building on sociological theories such as the “Role Congruity Theory” and the “Theory of Gendered Organizations”, this study investigates both historical developments since 1945 and current metrics of the leaky pipeline. This analysis focuses on the female employment rate, the part-time employment rate, the gender pay gap, and the proportion of women in leadership positions. The findings show that Italy continues to exhibit significant structural barriers for women in comparison with the European average. Within the context of institutional and regional particularities, South Tyrol achieves a higher female employment rate but also shows forms of vertical segregation. Societal role models, organizational structures, childcare services, and legal frameworks are identified as key determinants of the leaky pipeline in the comparison between South Tyrol, Italy, and the European benchmark. Based on empirical findings and identified determinants, this study derives concrete recommendations for promoting gender equality and reducing leaky pipeline effects. These include, in addition to the expansion of childcare structures, a stronger formalization of organizational promotion processes as well as targeted institutional measures to promote father quotas in order to challenge traditional role models and reduce vertical segregation.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Leaky Pipeline Regionaler Vergleich Scoping Review Vertikale Segregation
Autor*innen
Martina Baldasso
Haupttitel (Deutsch)
Das Phänomen der "leaky pipeline" in Italien und Südtirol
Hauptuntertitel (Deutsch)
historische Entwicklungen, Messgrößen und Ansatzpunkte für Gegenmaßnahmen - eine Scoping Review
Paralleltitel (Englisch)
The leaky pipeline phenomenon in Italy and South Tyrol
Paralleluntertitel (Englisch)
historical developments, measurement metrics, and approaches for countermeasures - a scoping review
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
iii, 79 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Katharina Auer-Zotlöterer
Klassifikationen
15 Geschichte > 15.08 Sozialgeschichte ,
70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.02 Philosophie und Theorie der Sozialwissenschaften ,
85 Betriebswirtschaft > 85.04 Ausbildung, Beruf, Organisationen
AC Nummer
AC17957087
Utheses ID
81547
Studienkennzahl
UA | 066 | 915 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1