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The impact of maternal education on child nutrition in Guatemala
Matilde Leoni
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Global Demography
Betreuer*in
Endale Birhanu Kebede
DOI
10.25365/thesis.81609
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-19188.68111.977590-7
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Kindliche Mangelernährung stellt nach wie vor eine der größten Herausforderungen für die öffentliche Gesundheit in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen dar und hat langfristige Auswirkungen auf die Gesundheit, die Humankapitalentwicklung und das sozioökonomische Wohlergehen (Adair et al., 2013; Victora et al., 2008, 2010, 2015; Vollmer et al., 2014). Guatemala stellt in diesem Zusammenhang einen besonders relevanten Fall dar, da das Land die höchste Prävalenz von Wachstumsverzögerungen (Stunting) bei Kindern in Lateinamerika aufweist und gleichzeitig einen Ernährungswandel erlebt, der durch das gleichzeitige Auftreten von Unter- und Überernährung gekennzeichnet ist (FAO et al., 2025). Diese Masterarbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Bildung von Müttern und den Ernährungsergebnissen ihrer Kinder in Guatemala anhand von Daten der Guatemala Demographic and Health Survey (DHS) 2014–2015. Die Analyse konzentriert sich auf Kinder unter fünf Jahren und betrachtet verschiedene Formen der Mangelernährung, darunter Wachstumsverzögerung (Stunting), Untergewicht, Auszehrung (Wasting) sowie Übergewicht und Adipositas. Besonderes Augenmerk wird auf ethnische und geografische Ungleichheiten sowie auf die direkten und indirekten Wirkungsmechanismen gelegt, durch die die Bildung der Mutter die Ernährungssituation von Kindern beeinflusst. Deskriptive Analysen und ordinal-logistische Regressionsmodelle unter Berücksichtigung des Stichprobendesigns zeigen, dass ein höheres Bildungsniveau der Mutter im Allgemeinen mit besseren Ernährungsergebnissen von Kindern verbunden ist, insbesondere mit geringeren Formen der Unterernährung. Stunting erwies sich als das schwerwiegendste und am weitesten verbreitete Ernährungsproblem und betraf einen erheblichen Anteil der guatemaltekischen Kinder. Gleichzeitig traten Übergewicht und Adipositas häufiger bei Kindern von besser gebildeten Müttern auf, wobei diese Zusammenhänge in den vollständig adjustierten Modellen statistisch nicht signifikant waren. Der Abschluss der Sekundarschulbildung war durchgängig mit den größten Verbesserungen der Ernährungsergebnisse verbunden, was auf das Vorhandensein einer wichtigen Bildungsschwelle hindeutet. Dennoch bestehen erhebliche Ungleichheiten fort. Kinder der indigenen Maya-Bevölkerung, Kinder in ländlichen Gebieten sowie Kinder in historisch benachteiligten Regionen weisen weiterhin schlechtere Ernährungsergebnisse auf als ihre Vergleichsgruppen, selbst bei ähnlichem Bildungsniveau der Mutter. Die Ergebnisse deuten zudem darauf hin, dass die Bildung der Mutter sowohl direkt als auch indirekt über den Haushaltswohlstand, den Ernährungszustand der Mutter, Familienmerkmale und weitere sozioökonomische Faktoren wirkt. Insgesamt unterstreichen die Ergebnisse die zentrale Bedeutung der Bildung von Müttern für die Verbesserung der kindlichen Ernährung, zeigen jedoch zugleich, dass bildungspolitische Maßnahmen besonders wirksam sind, wenn sie durch umfassendere sozioökonomische Interventionen ergänzt werden. Die Verringerung der kindlichen Mangelernährung in Guatemala erfordert daher integrierte Strategien, die bestehende sozioökonomische, ethnische und territoriale Ungleichheiten abbauen und gleichzeitig Investitionen in die Bildung von Frauen – insbesondere auf Sekundarschulniveau – fördern. Darüber hinaus ist die Bekämpfung chronischer Formen der Unterernährung, insbesondere von Stunting, nicht nur für die unmittelbare Gesundheit und Entwicklung von Kindern von entscheidender Bedeutung, sondern auch zur Verringerung des Risikos von Übergewicht, Adipositas und anderen ernährungsbedingten nichtübertragbaren Krankheiten im späteren Lebensverlauf.
Abstract
(Englisch)
Child malnutrition remains a major public health challenge in low- and middle-income countries, with long-term consequences for health, human capital development, and socioeconomic well-being (Adair et al., 2013; Victora et al., 2008, 2010, 2015; Vollmer et al., 2014). Guatemala represents a particularly relevant case, as it exhibits the highest prevalence of child stunting in Latin America while simultaneously experiencing a nutritional transition characterized by the coexistence of undernutrition and overnutrition (FAO et al., 2025). This thesis investigates the relationship between maternal education and child nutritional outcomes in Guatemala using data from the 2014–2015 Guatemala Demographic and Health Survey (DHS). The analysis focuses on children under five years of age and examines multiple dimensions of malnutrition, including stunting, underweight, wasting, and overweight/obesity. Particular attention is given to ethnic and geographical disparities, as well as to the direct and indirect pathways through which maternal education influences child nutrition. Descriptive analyses and survey-weighted ordinal logistic regression models indicate that higher levels of maternal education are generally associated with improved child nutritional outcomes, particularly lower levels of undernutrition. Stunting emerged as the most severe and widespread nutritional problem, affecting a substantial proportion of Guatemalan children. At the same time, patterns of overweight and obesity appeared more frequently among children of more educated mothers, although these associations were not statistically significant in the fully adjusted models. Secondary education was consistently associated with the largest improvements in nutritional outcomes, suggesting the existence of an important educational threshold. However, significant inequalities persist. Indigenous Maya children, children living in rural areas, and those residing in historically disadvantaged regions continue to experience worse nutritional outcomes than their counterparts, even at similar levels of maternal education. The findings further suggest that maternal education operates both directly and indirectly through household wealth, maternal nutritional status, family characteristics, and other socioeconomic factors. Overall, the results highlight the central role of maternal education in improving child nutrition while emphasizing that educational policies are likely to be most effective when combined with broader socioeconomic interventions. Reducing child malnutrition in Guatemala therefore requires integrated strategies addressing persistent socioeconomic, ethnic, and territorial inequalities alongside investments in female education, particularly at the secondary level. Furthermore, tackling chronic forms of undernutrition, especially stunting, is crucial not only for improving children's immediate health and developmental outcomes but also for reducing the risk of overweight, obesity, and other nutrition-related non-communicable diseases later in life.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Guatemala mütterliche Bildung Kindesunterernährung Demografie ethnische Ungleichheiten
Schlagwörter
(Englisch)
Child malnutrition Guatemala Maternal education Demography Ethnic inequalities
Autor*innen
Matilde Leoni
Haupttitel (Englisch)
The impact of maternal education on child nutrition in Guatemala
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
108 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Endale Birhanu Kebede
Klassifikationen
70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.00 Sozialwissenschaften allgemein. Allgemeines ,
70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.03 Methoden, Techniken und Organisation der sozialwissenschaftlichen Forschung
AC Nummer
AC17947720
Utheses ID
81561
Studienkennzahl
UA | 066 | 945 | |
