Detailansicht
Explaining China's rapid energy transitions
drivers and implications (2020-2025)
Kim Berglöff
Art der Arbeit
Master-Thesis (ULG)
Universität
Universität Wien
Fakultät
Postgraduate Center
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Universitätslehrgang für Internationale Studien (M.A.I.S.-Lehrgang)
Betreuer*in
Susanne Weigelin-Schwiedrizik
DOI
10.25365/thesis.81625
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-19215.60740.590865-0
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
China’s Energiewende hat sich zwischen 2020 und 2025 extrem beschleunigt. Die Installation von Solaranlagen vervierfachte sich, Elektrofahrzeuge erreichten einen Mehrheitsanteil an Neuzulassungen, und unabhängige Bewertungen deuten darauf hin, dass die Emissionen möglicherweise ihren Höhepunkt überschritten haben. All dies geschah zur gleichen Zeit wie eine Ausweitung der Kohlekapazitäten, die von eben jener Governance-Architektur genehmigt wurde. Was diese Beschleunigung tatsächlich angetrieben hat und was ihre Widersprüche offenbaren, ist der zentrale Gegenstand dieser Arbeit. Die Forschungsfrage lautet: Wie lässt sich die rasche Beschleunigung von Chinas Energiewende zwischen 2020 und 2025 erklären? Diese Arbeit wendet vier theoretische Perspektiven auf Chinas Politik in diesem Zeitraum an: politische Ökonomie, internationale Beziehungen, soziotechnische Transitionstheorie und eine ökologische Perspektive. Sie nutzt die Diskursanalyse offizieller chinesischer politischer Dokumente, um die Lücke zwischen dem Gesagten und dem Beobachtbaren zu überbrücken. Die Ergebnisse weisen jeder dieser Perspektiven eine unterschiedliche Erklärungskraft zu. Die internationale Beziehungen-Perspektive erklärt den Zeitpunkt und die dringlichste Motivation dahinter. Politische Ökonomie und soziotechnische Dynamiken erklären gemeinsam das Tempo und das Ausmaß. Die ökologische Perspektive erklärt vor allem die innenpolitische Nachhaltigkeitsdimension. Die Diskursanalyse zeigt, dass Chinas offizielle Texte auf zwei gleichzeitigen Ebenen operieren. Inländische Governance Dokumente betten Sicherheitsbeschränkungen und verträgliches Wachstum ein, während internationale Dokumente China als Vorreiter in Sachen Klima darstellen. So regelt China den Unterschied zwischen dem, was die Governance Architektur tatsächlich leisten kann und dem, was dessen internationale Positionierung es zu behaupten zwingt. Die Energiewende ist echt und strukturell unvollständig. Die Abhängigkeit von Kohle, ein verfehltes bindendes Intensitäts-Ziel und ein Emissions-Plateau, dessen Ursache nicht sauber von der wirtschaftlichen Verlangsamung getrennt werden kann, schränken die Beständigkeit des jüngsten Fortschritts ein. Die Veränderungen, die erforderlich wären, um die Verpflichtung zur Klimaneutralität bis 2060 glaubwürdig zu machen, sind konkret benennbar, aber derzeit großteils weder geplant noch angekündigt.
Abstract
(Englisch)
China’s energy transition accelerated enormously between 2020 and 2025. Solar installation grew fourfold, electric vehicles reached a majority of new car sales, and independent assessments suggest emissions may have peaked. All of this happened alongside a simultaneous expansion of coal capacity authorized by that very same governance architecture. Understanding what actually drove this acceleration, and what its contradictions reveal, is the central point of this thesis. The research question is: what explains the rapid acceleration of China’s energy transition between 2020 and 2025? This thesis applies four theoretical lenses, political economy, international relations, socio-technical transition theory, and an ecological perspective, to China’s policy record for the time period. It uses discourse analysis of official Chinese policy texts to bridge the gap between what is said and what can be observed. The findings assign different explanatory weight to each of these lenses. International relations explains timing and the most pressing motivation behind it. Political economy and socio-technical dynamics together explain the pace and scale. The ecological lens primarily explains domestic sustainability. The discourse analysis shows that China’s official texts operate on two simultaneous registers. Domestic governance documents embed security constraints and growth compatibility, while international documents project unconditional climate leadership. This is how China manages the gap between what its architecture can actually deliver and what its international positioning requires it to claim. The transition is real and structurally incomplete. Coal lock-in, a missed binding intensity target, and an emissions plateau whose cause cannot be cleanly separated from economic slowdown all constrain the durability of recent progress. Making the 2060 neutrality commitment credible would require specific structural changes, most of which remain unscheduled and unannounced.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Chinas Energiewende Mehrperspektivische Kausalanalyse Doppelte Kohlenstoffneutralität Geopolitische Übergangstreiber
Schlagwörter
(Englisch)
China energy transition Multi-lens causal analysis Dual carbon policy Geo-economic transition drivers
Autor*innen
Kim Berglöff
Haupttitel (Englisch)
Explaining China's rapid energy transitions
Hauptuntertitel (Englisch)
drivers and implications (2020-2025)
Paralleltitel (Deutsch)
Erklärung von Chinas raschen Energiewenden
Paralleluntertitel (Deutsch)
Treiber und Implikationen (2020-2025)
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
139 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Susanne Weigelin-Schwiedrizik
Klassifikation
89 Politologie > 89.70 Internationale Beziehungen. Allgemeines
AC Nummer
AC17956290
Utheses ID
81562
Studienkennzahl
UA | 992 | 940 | |
