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The emergence of Arab nationalism
a historical and philosophical examination of the Arab Revolt 1916-1918
Jaafar Bambouk
Art der Arbeit
Master-Thesis (ULG)
Universität
Universität Wien
Fakultät
Postgraduate Center
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Universitätslehrgang für Internationale Studien (M.A.I.S.-Lehrgang)
Betreuer*in
Thomas Row
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.81551
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-19971.66761.672447-9
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Der arabische Nationalismus wurde häufig missverstanden, sowohl von seinen Befürwortern als auch von der modernen Forschung, da er implizit mit dem europäischen Nationalismus verglichen wird. Diese Arbeit untersucht kritisch die Entstehung, Entwicklung und Grenzen des arabischen Nationalismus im historischen Kontext des späten Osmanischen Reiches und der geopolitischen Umwälzungen des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Ausgehend von einem interdisziplinären Ansatz der Internationalen Geschichte, der Politischen Theorie und der Internationalen Beziehungen wird der Arabische Aufstand von 1916–1918 als prägendes politisches Ereignis verstanden, durch das frühe arabisch-nationalistische Bestrebungen sichtbar wurden. Hauptfiguren des Aufstands wie Sharif Husayn, Amir Faisal, Sati’ al-Husari und Fu’ad al-Khatib spielten eine Schlüsselrolle bei der Gestaltung des frühen arabisch-nationalistischen Diskurses. Gleichzeitig werden der Niedergang des Osmanischen Reiches, die konfessionelle Gewalt des 19. Jahrhunderts, die Jungtürkische Revolution von 1908 und der zunehmende Einfluss kolonialer Interventionen als weitere einflussreiche strukturelle Bedingungen für den Aufstieg des arabischen Nationalismus betrachtet. Anstatt den arabischen Nationalismus als verspätete oder unvollständige Version des europäischen Modells zu betrachten, müssen die beiden Phänomene aufgrund der grundlegend verschiedenen historischen und wirtschaftlichen Bedingungen, unter denen sie entstanden, unterschieden werden. Der arabische Nationalismus entstand als elitengetriebene ideologische Reaktion auf den Zusammenbruch imperialer Systeme und die Fremdherrschaft, und nicht als Massenbewegung, die im Industriekapitalismus und der modernen Massenpolitik verwurzelt war, wie es in Europa weitgehend der Fall war. Folglich führte der Versuch eines den europäischen Nationalismus imitierenden arabischen Nationalismus zu tiefgreifenden Widersprüchen. Dazu zählten die Unfähigkeit des arabischen Nationalismus, sektiererische und regionale Spaltungen zu überwinden, seine Abhängigkeit von kolonialen geopolitischen Strukturen und seine spätere Anfälligkeit für Autoritarismus, Ausgrenzungspolitik und Radikalisierung. Letztlich werden sowohl der von seinen spezifischen historischen Realitäten geprägte arabische Nationalismus als auch universalistische Annahmen des Nationalismus kritisiert.
Abstract
(Englisch)
Arab nationalism has frequently been misunderstood, both by its proponents and by modern scholarship, through its implicit comparison to European nationalism. This thesis critically examines the emergence, development and limitations of Arab nationalism within the historical context of the late Ottoman Empire and the geopolitical transformations of the late 19th and early 20th centuries. Drawing on an interdisciplinary framework of International History, Political Theory and International Relations, the Arab Revolt of 1916-1918 is understood as a defining political event through which early Arab nationalist aspirations became visible. Main figures of the Revolt such as Sharif Husayn, Amir Faysal, Sati’ al-Husari and Fu’ad al-Khatib played a key role in shaping early Arab nationalist discourse. Simultaneously, the decline of the Ottoman Empire, the sectarian violence of the 19th century, the Young Turk Revolution of 1908 and the growing impact of colonial intervention are understood as additionally influential structural conditions for the rise of Arab nationalism. Rather than treating Arab nationalism as a delayed or incomplete version of the European model, the two phenomena must be distinguished due to the fundamentally different historical and economic conditions under which they emerged. Arab nationalism emerged primarily as an elite-driven ideological response to imperial collapse and foreign domination rather than as a mass political movement rooted in industrial capitalism, class formation and modern mass politics, as was largely the case in Europe. Consequently, the attempt of Arab nationalism to imitate the European nation-state model produced profound contradictions. These included the inability of Arab nationalism to overcome sectarian and regional division, its dependence on colonial geopolitical structures and its later susceptibility to authoritarianism, exclusionary politics and radicalization. Ultimately, both Arab nationalism, shaped by its specific historic realities, and the universalist assumptions of nationalism theory are criticized.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Nationalismus Arabischer Nationalismus Arabische Revolte 1916
Schlagwörter
(Englisch)
Nationalism Arabischer Nationalism Arab Revolt 1916
Autor*innen
Jaafar Bambouk
Haupttitel (Englisch)
The emergence of Arab nationalism
Hauptuntertitel (Englisch)
a historical and philosophical examination of the Arab Revolt 1916-1918
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
93 Seiten
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Thomas Row
Klassifikationen
89 Politologie > 89.05 Politische Theorie ,
89 Politologie > 89.70 Internationale Beziehungen. Allgemeines
AC Nummer
AC17929827
Utheses ID
81592
Studienkennzahl
UA | 992 | 940 | |
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