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Chinese geoeconomic statecraft and African agency
the geopolitical implications of the Belt And Road Initiative in Kenya and Ethiopia
Jou-Chun Lai
Art der Arbeit
Master-Thesis (ULG)
Universität
Universität Wien
Fakultät
Postgraduate Center
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Universitätslehrgang für Internationale Studien (M.A.I.S.-Lehrgang)
Betreuer*in
Alfred Gerstl
DOI
10.25365/thesis.81672
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-19980.73987.219980-0
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Als eines der wichtigsten außenpolitischen und Entwicklungsprojekte Chinas hat die Seidenstraßeninitiative (BRI) ihre wirtschaftliche und strategische Präsenz weltweit in Asien, Europa, Afrika und Lateinamerika durch groß angelegte Infrastrukturinvestitionen in verschiedenen Sektoren ausgebaut. Da die BRI die globalen Vernetzungsmuster und die Entwicklungszusammenarbeit weiterhin grundlegend verändert, hat sie Diskussionen über die langfristigen Folgen für die teilnehmenden Länder ausgelöst. Während Befürworter der Initiative darin eine Förderung von Infrastrukturentwicklung und Wirtschaftswachstum sehen, argumentieren Kritiker hingegen, dass es sich lediglich um ein geopolitisches Instrument handelt, das asymmetrische Abhängigkeiten schafft. Diese Arbeit untersucht daher, ob die BRI China und den afrikanischen Teilnehmerländern gleichermaßen strategisch und finanziell zugutekommt oder ob sie primär chinesische Interessen auf Kosten afrikanischer Partner fördert. Um dieses Problem zu lösen, verwendet diese Studie eine qualitative vergleichende Fallstudie zu Kenia und Äthiopien. Sie stützt sich dabei auf Konzepte geoökonomischer Staatskunst, struktureller Macht, Regierungskapazität und staatlicher Handlungsfähigkeit und analysiert Aspekte, die von den jeweiligen Motivationen bis hin zu den Ergebnissen der BRI-Projekte reichen. Die Ergebnisse zeigen letztlich, dass die BRI zwar für beide Länder greifbare Entwicklungsvorteile generiert hat, die Verteilung dieser Vorteile jedoch nicht völlig gleichmäßig erfolgt ist. Daher legt diese Arbeit nahe, die BRI weder als rein ausbeuterisches Projekt noch als vollkommen gleichberechtigte Partnerschaft zu verstehen, sondern vielmehr als ein System, das gegenseitige Vorteile bietet, die mit langjährigen strukturellen Ungleichheiten in der Verteilung von Einfluss, Risiko und strategischen Vorteilen zugunsten Chinas einhergehen.
Abstract
(Englisch)
As one of China’s major foreign policies and development projects, the Belt and Road Initiative (BRI) has expanded its economic and strategic presence worldwide across Asia, Europe, Africa, and Latin America through large-scale infrastructure investments in various sectors. As the BRI continues to reshape patterns of global connectivity and development cooperation, it has sparked discussions about the long-term implications for countries to participate in it. While supporters of the initiative believe it promotes infrastructure development and economic growth, critics on the other hand argue that it is simply a geopolitical instrument that creates asymmetric dependencies. Hence, this thesis examines whether the BRI benefits both China and African participating countries both strategically and financially equally, or whether it primarily advances Chinese interests at the expense of African partners. To address this puzzle, this study adopts a qualitative comparative case study of Kenya and Ethiopia and draws on concepts of geoeconomic statecraft, structural power, governance capacity, and state agency, analyzing aspects ranging their motivations to BRI project outcomes.Ultimately, the findings illustrate that while the BRI has generated tangible developmental benefits for both countries, the distribution of benefits has seemingly not been divided entirely equally. Thus, this thesis aims to suggest that the BRI should be understood neither as a purely exploitative project nor as a fully equal partnership, but rather as one that provides mutual benefits coexisting with long-standing structural inequalities in the distribution of influence, risk and strategic advantage that favor China.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
die Seidenstraßeninitiative BRI Kenia und Äthiopien China
Schlagwörter
(Englisch)
Belt and Road Initiative Kenya and Ethiopia China
Autor*innen
Jou-Chun Lai
Haupttitel (Englisch)
Chinese geoeconomic statecraft and African agency
Hauptuntertitel (Englisch)
the geopolitical implications of the Belt And Road Initiative in Kenya and Ethiopia
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
87 Seiten
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Alfred Gerstl
Klassifikation
89 Politologie > 89.49 Innere Beziehungen des Staates. Sonstiges
AC Nummer
AC17965774
Utheses ID
81598
Studienkennzahl
UA | 992 | 940 | |
