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Von der Sprachenpolitik der 1990er-Jahre zur Linguistic Landscape von 2025
Serbisch und Albanisch im Kosovo zwischen Macht und Marginalisierung : eine Fallstudie zur sprachlichen Landschaft des Kosovo
Ivana Brajović
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Slawistik Bosnisch/Kroatisch/Serbisch
Betreuer*in
Emmerich Kelih
DOI
10.25365/thesis.81588
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-19989.75272.756867-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Diese Masterarbeit untersucht die sprachliche Landschaft (Linguistic Landscape) im Kosovo im Jahr 2025 und versteht diese als Ausdruck aktueller Machtverhältnisse und ethnischer Identitätskonstruktionen. Im Mittelpunkt steht die Frage, inwiefern die verfassungsrechtlich festgelegte Zweisprachigkeit (Albanisch, Serbisch) im öffentlichen Raum tatsächlich umgesetzt wird. In diesem Zusammenhang wird untersucht, ob sich dort eine visuelle Dominanz einzelner Sprachen zeigt. Die Analyse basiert auf einer empirischen Fallstudie, die im Norden und Süden des Kosovo im Jahr 2025 durchgeführt wurde. Dabei wurden offizielle Beschilderungen, kommerzielle Werbeanzeigen sowie informelle Markierungen erfasst und diskursanalytisch ausgewertet. Zusätzlich wird der historische Kontext von der jugoslawischen Zeit bis zu den gegenwärtigen postkonfliktiven Entwicklungen einbezogen. Die Ergebnisse weisen auf deutliche regionale Unterschiede hin: Während sich im Süden eine beinahe vollständige Dominanz des Albanischen in Kombination mit dem Englischen zeigt, dient im Norden die kyrillische Schrift als zentrales Zeichen serbischer Präsenz und politischen Widerstands. Die Analyse zeigt, dass Phänomene wie die Linguistic Erasure, d.h. das Übermalen oder Entfernen der Sprache der jeweils anderen Gruppe nicht nur Akte des Vandalismus sind, sondern gezielte politische Praktiken der Raumaneignung darstellen. Abschließend wird deutlich, dass die sprachliche Landschaft, wie sie im Kosovo im Jahr 2025 beobachtet wurde, kaum zur interethnischen Annäherung beiträgt, sondern bestehende Segregationsprozesse visuell verstärkt. Das Englische nimmt demnach eine immer bedeutendere Stellung als vermeintlich neutrale Ausweichsprache ein. Zudem scheinen vorhandene sprachpolitische Konflikte vermehrt in digitale Bereiche zu wandern.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Linguistic Landscape Sprachenpolitik Marginalisierung Kosovo
Schlagwörter
(Englisch)
Linguistic Landscape Language policy Marginalization Kosovo
Autor*innen
Ivana Brajović
Haupttitel (Deutsch)
Von der Sprachenpolitik der 1990er-Jahre zur Linguistic Landscape von 2025
Hauptuntertitel (Deutsch)
Serbisch und Albanisch im Kosovo zwischen Macht und Marginalisierung : eine Fallstudie zur sprachlichen Landschaft des Kosovo
Paralleltitel (Englisch)
From the language policies of the 1990s to the Linguistic Landscape of 2025
Paralleluntertitel (Englisch)
Serbian and Albanian in Kosovo between power and marginalization : a case study of the linguistic landscape of Kosovo
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
124 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Emmerich Kelih
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.06 Sprachwissenschaft. Allgemeines
AC Nummer
AC17946243
Utheses ID
81603
Studienkennzahl
UA | 066 | 250 | 364 |
