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Linguizismus- und Rassismuserfahrungen im österreichischen Bildungssystem
Ricarda Wippermann
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Deutsch als Fremd- und Zweitsprache
Betreuer*in
Inci Dirim
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.81701
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-20043.68095.235486-7
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Schule als Ort des „Verlustes – von Sprache, Identität und zuweilen auch Würde“ (Castro Varela, 2016, S. 45) ist für viele Lernende in Österreich von struktureller Diskriminierung geprägt. Diese Masterarbeit untersucht Organisations- und Realisierungsformen (neo-)rassistischer und (neo-)linguizistischer Diskriminierung im schulischen Kontext, wobei (Neo-)Linguizismus als spezifische Form des Rassismus im Zentrum steht. Mittels Qualitativer Inhaltsanalyse und Key-Incident-Analyse werden Erfahrungsberichte von Lernenden sowie Perspektiven von Lehrkräften und ein Expert:inneninterview ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass (Neo-)Linguizismus durch Sprachgebote und -verbote strukturell verankert ist, während sich Beleidigungen, soziale Ausgrenzung, psychische Gewalt, Entzug von Teilhabe und Bildungsbenachteiligung als wiederkehrende Realisierungsformen erweisen. Als Organisationsformen lassen sich strukturelle, reproduzierende und strukturell reproduzierende Diskriminierung identifizieren. Besonders relevant ist die Tabuisierung rassistischer Diskriminierung durch Lehrkräfte, die durch die Analyse bestätigt wird. Gleichzeitig unterstreichen die Ergebnisse die Rolle religiöser Zuschreibungen, insbesondere des antimuslimischen Rassismus, sowie die der Reproduktion des monolingualen Habitus (Gogolin, 1994) und von Sprachenhierarchien in Diskriminierungssituationen. Die migrationspädagogische Einordnung der Befunde offenbart, wie schulische Diskriminierung gesellschaftliche Macht- und Differenzordnungen reproduziert und damit zur Aufrechterhaltung sozialer Ungleichheit beiträgt. Die Studie ist explorativ angelegt und liefert Anhaltspunkte für weitere Forschung, insbesondere zur Systematisierung von Diskriminierungsmustern und zur kritischen Reflexion von Macht- und Differenzordnungen in der Lehrer:innenbildung. Damit leistet sie einen Beitrag zur Sichtbarmachung struktureller Diskriminierung in Schulen und regt zur Entwicklung rassismuskritischer Bildungsansätze an.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Linguizismus Rassismus Schule in der Migrationsgesellschaft Migrationspädagogik Macht- und Differenzordnung
Schlagwörter
(Englisch)
linguicism racism
Autor*innen
Ricarda Wippermann
Haupttitel (Deutsch)
Linguizismus- und Rassismuserfahrungen im österreichischen Bildungssystem
Paralleltitel (Englisch)
Linguicism and racism experiences in the Austrian education system
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
131 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Inci Dirim
Klassifikationen
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.22 Sprachlenkung. Sprachpolitik ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.23 Mehrsprachigkeit
AC Nummer
AC17968409
Utheses ID
81618
Studienkennzahl
UA | 066 | 814 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1