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Redefining the Western Balkans
boundaries, identities, and the politics of regional categorization
Sofija Kuprešanin
Art der Arbeit
Magisterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Postgraduate Center
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Universitätslehrgang für Internationale Studien (M.A.I.S.-Lehrgang)
Betreuer*in
Bernd Christoph Ströhm
DOI
10.25365/thesis.81666
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-20061.65631.532344-2
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Der Begriff Westbalkan wird in der europäischen Politik und akademischen Literatur sowie in den internationalen Beziehungen derart häufig verwendet, dass er gemeinhin als objektive und selbsterklärende Kategorie angesehen wird. Die genaue begriffliche Abgrenzung ist jedoch unklar. Die vorliegende Masterarbeit beleuchtet die historische Entwicklung, politische Instrumentalisierung und kulturelle Auseinandersetzung mit dem Westbalkan-Begriff vom späten 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Sie zeichnet den Wandlungsprozess der Region angesichts der Nachwirkungen imperialer Fremdherrschaft, der Erfahrung eines gemeinsamen, jugoslawischen Staates und der anschließenden Konflikte der 1990er Jahre, sowie der Erweiterungspolitik der Europäischen Union nach. Mittels historischer Analyse, Diskursanalyse, vergleichender Analyse und Expert:inneninterviews argumentiert die vorliegende Arbeit, dass Westbalkan nicht als eine genau festgelegte geographische Region verstanden werden sollte, sondern stattdessen als eine politische Kategorie, deren Bedeutung sich infolge veränderter geopolitischer Interessen und Vorstellungen europäischer Zugehörigkeit stetig verändert hat. Besonderes Augenmerk gilt dabei einerseits der Rolle der Europäischen Union bei der Definition, Aufrechterhaltung und Umgestaltung dieser Kategorie und andererseits der Frage, wie sie in den unterschiedlichen Ländern aus der Region übernommen, abgelehnt oder neu interpretiert wurde. Die gewonnenen Erkenntnisse deuten darauf hin, dass der Begriff der aktuellste Ausdruck einer langen Geschichte externer Einflüsse in der Region ist. Obwohl die Europäische Union den Begriff Balkan nicht erfunden hat, war sie mit ihrer Erweiterungs- und Konditionalitätspolitik dennoch entscheidend bei dessen Umwandlung in eine eigenständige politische Kategorie. Die vorliegende Masterarbeit kommt daher zu dem Schluss, dass der Westbalkan-Begriff zwar Bestand hat, allerdings nicht als Ausdruck einer etablierten geographischen oder kulturellen Realität, sondern aufgrund seiner Einbettung in bestehende politische Strukturen und institutionelle Praktiken, die nach wie vor Teile Europas als noch nicht gänzlich zugehörig definieren.
Abstract
(Englisch)
The term Western Balkans is employed so frequently in European politics, academic literature and international relations that it usually appears to be a natural and self-explanatory category. However, the boundaries of it remain unclear. Its meaning remains contested and its future uncertain. This thesis looks at historical construction, political instrumentalisation, and cultural contestation of the Western Balkans from the late nineteenth century to the present day. It is tracing the evolution of the region through the legacies of empire, the experience of Yugoslavia, the conflicts of the 1990s and the enlargement policies of the European Union. Employing historical analysis, discourse analysis, comparative analysis and expert interviews, this thesis contends that the Western Balkans is not best understood as a fixed geographical region, but rather as a political category whose meaning has continuously shifted according to changing geopolitical interests and ideas of European Belonging. Particular attention is devoted to the role of the European Union in defining, maintaining and reshaping this category, as well as to the diverse ways in which states within the region have embraced, rejected or reinterpreted this label. The findings indicate that the term represents the latest expression of a much longer history of external involvement in the region. Although the European Union did not create the Balkans, it had transformed them into a distinct political category through the process of enlargement and conditionality. Consequently, the thesis concludes that the term Western Balkans continues to exist but not as a reflection of a stable geographical or cultural reality, rather because it remains embedded in the political structure and in stitutional practices that continue to define parts of Europe as not yet fully inside.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Westbalkan Westbalkan-Begriff Wandlungsprozess
Schlagwörter
(Englisch)
Western Balkans Regional Categorization Orientalism Waiting Room Balkans
Autor*innen
Sofija Kuprešanin
Haupttitel (Englisch)
Redefining the Western Balkans
Hauptuntertitel (Englisch)
boundaries, identities, and the politics of regional categorization
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
107 Seiten
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Bernd Christoph Ströhm
Klassifikationen
15 Geschichte > 15.70 Balkanstaaten ,
89 Politologie > 89.70 Internationale Beziehungen. Allgemeines
AC Nummer
AC17958626
Utheses ID
81625
Studienkennzahl
UA | 992 | 940 | |
