Detailansicht

Civil liability for autonomous vehicles under European Union law
Gréta Gáborová
Art der Arbeit
Master-Thesis (ULG)
Universität
Universität Wien
Fakultät
Postgraduate Center
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
außerordentliches Masterstudium Europäisches und Internationales Wirtschaftsrecht [Vollzeit Englisch]
Betreuer*in
Siegfried Fina
Volltext in Browser öffnen
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.81991
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-22473.70969.310633-7
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Diese Masterarbeit untersucht die rechtlichen Herausforderungen, die der Einsatz automatisierter Fahrzeuge im Rahmen des Rechts der Europäischen Union mit sich bringt. Die durchgeführte Forschung hat gezeigt, dass die problematischsten Bereiche für traditionelle menschenzentrierte Gesetzgebungsansätze das Konzept der Fehlerhaftigkeit, Trolley-Szenarien sowie die inhärente Black-Box-Natur der für die Zukunft der Automobilindustrie wesentlichen KI-Algorithmen sind. Diese Arbeit zielt nicht nur darauf ab, die Effizienz des de lege lata Rechtsrahmens zu bewerten, sondern auch darauf, einen interdisziplinären Ansatz zu bieten, indem die technologische Perspektive auf automatisierte Fahrsysteme sowie die praktische Umsetzbarkeit zukünftiger Gesetzgebungsvorschläge berücksichtigt werden. Die Arbeit basiert auf rechtsdogmatischer Forschung und einer vergleichenden Analyse der Rechtsrahmen der Europäischen Union, des Vereinigten Königreichs und Chinas, die automatisierte Fahrzeuge regeln. Darüber hinaus vertritt sie die Auffassung, dass der geltende Rechtsrahmen infolge der dynamischen technologischen Entwicklungen der letzten Dekade zunehmend an seine Grenzen stößt, da er den Übergang von klassischen Haftungsstandards hin zu auf die Besonderheiten von KI-Modellen abgestimmten Haftungsregime bislang nur unzureichend vollzogen hat. Mit anderen Worten: Der gegenwärtige Rechtsrahmen der Europäischen Union bietet noch kein kohärentes und praktisch durchsetzbares zivilrechtliches Haftungsregime für automatisierte Fahrzeuge. Insbesondere untergräbt die Intransparenz von KI-Systemen weiterhin die bestehenden Beweismechanismen, während Trolley-Szenarien und durch KI-Modelle gerechtfertigte Einschränkungen die wesentlichen Schwächen fehlerbasierter Haftungskonzepte offenlegen. Abschließend kommt die Arbeit zu dem Ergebnis, dass sich zukünftige regulatorische Entwicklungen auf die Verbesserung von Beweismechanismen, die Förderung der Erklärbarkeit, die Gewährleistung einer ausgewogeneren Haftungsverteilung sowie die Förderung von Innovationen konzentrieren sollten, anstatt wirtschaftlichen Akteuren eine verschuldensunabhängige Haftung aufzuerlegen.
Abstract
(Englisch)
This master’s thesis examines the legal challenges associated with the deployment of automated vehicles under European Union law. The research conducted has shown that the most problematic areas for traditional human-centric legislative approaches are the concept of defectiveness, trolley-type scenarios, and the inherent black-box nature of the essential AI algorithms for the future of the automotive industry. This thesis aims not only to assess the efficiency of the de lege lata framework but also to provide an interdisciplinary approach by addressing the technological perspective on automated driving systems and the practical feasibility of the future legislative proposals. The thesis is based on doctrinal legal research and comparative analysis of the legal frameworks of the European Union, the United Kingdom, and China governing automated vehicles. It further argues that, given the rapid technological advancements of the last decade, the legal framework struggles to keep pace and shift from traditional liability standards to standards tailored to AI models. In other words, the current European Union legal framework does not yet provide a coherent and practically enforceable civil liability regime for automated vehicles. In particular, the opacity of AI systems continues to undermine existing evidentiary mechanisms, while trolley scenarios and technically justified limitations of AI models reveal the major shortcomings of defect-based liability concepts. Finally, the thesis concludes with suggestions that future regulatory developments should focus on improving evidentiary mechanisms, enhancing explainability, ensuring a more balanced allocation of liability, and fostering innovation, rather than imposing strict liability on economic operators.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Automatisierte Fahrzeuge Systeme der künstlichen Intelligenz (KI) Blackbox rechtlicher Rahmen Produkthaftung Trolley Problem
Schlagwörter
(Englisch)
Automated vehicles AI systems Blackbox Legal framework Product liability Trolley Problem
Autor*innen
Gréta Gáborová
Haupttitel (Englisch)
Civil liability for autonomous vehicles under European Union law
Paralleltitel (Deutsch)
Zivilrechtliche Haftung für autonome Fahrzeuge nach dem Recht der Europäischen Union
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
56 Seiten
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Siegfried Fina
Klassifikation
86 Recht > 86.90 Europarecht. Sonstiges
AC Nummer
AC18038822
Utheses ID
81636
Studienkennzahl
UA | 999 | 082 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1