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Die Berichterstattung im Bosnienkrieg
Sophie Marte
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Publizistik- und Kommunikationswissenschaft
Betreuer*in
Sophie Lecheler
DOI
10.25365/thesis.81835
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-22581.63853.462922-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Diese Arbeit untersucht die mediale Rahmung des Bosnienkriegs in österreichischen Printmedien zwischen 1992 und 1995. Ausgangspunkt ist die Annahme der Framing-Theorie, dass Medien die Realität nicht nur abbilden, sondern durch die Auswahl und Hervorhebung bestimmter Aspekte formen. Ziel der Analyse ist es, dominante Deutungsmuster der Kriegsberichterstattung zu identifizieren. Die theoretische Grundlage bilden die Framing-Theorie nach Entman sowie das Konzept des Kriegs- und Friedensjournalismus nach Galtung. Zur empirischen Untersuchung wurden 300 Artikel aus den Tageszeitungen Der Standard, Die Presse und Kurier mittels quantitativer Inhaltsanalyse untersucht. Auf Basis der codierten Elemente folgte eine hierarchische Clusteranalyse nach Matthes und Kohring, um häufig wiederkehrende Frames zu identifizieren. Die Analyse ergab fünf dominante Deutungsmuster: einen militärisch-geopolitischen Frame, einen ethnisch-kollektiven Verantwortungsframe, einen militärpolitischen Eingriffsframe, einen militärischen Legitimationsframe sowie einen humanitär-diplomatischen Frame. Der militärisch-geopolitische Frame stellte mit knapp der Hälfte aller Artikel das dominante Deutungsmuster der Berichterstattung dar. Darüber hinaus zeigten sich Unterschiede im Zeitvergleich sowie zwischen den Ressorts und den Medien. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass die Berichterstattung über den Bosnienkrieg von mehreren Deutungsmustern geprägt war. Die Studie leistet damit einen Beitrag zum Verständnis journalistischer Konfliktdarstellungen und unterstreicht die Relevanz medialer Deutungsrahmen für die Wahrnehmung internationaler Konflikte.
Abstract
(Englisch)
This study examines the media framing of the Bosnian War in Austrian print media between 1992 and 1995. It is based on the premise of framing theory that the media not only reflect reality but also shape it through the selection and emphasis of certain aspects. The aim of the study is to identify dominant patterns of framing in war reporting. The theoretical foundation is based on Entman’s framing theory as well as Galtung’s concept of war and peace journalism. For the empirical study, 300 articles from the daily newspapers Der Standard, Die Presse, and Kurier were analyzed using quantitative content analysis. Based on the coded elements, a hierarchical cluster analysis following Matthes and Kohring was conducted to identify frequently recurring frames. The analysis identified five dominant frameworks: a military-geopolitical frame, an ethnic-collective responsibility frame, a military-political intervention frame, a military legitimation frame, and a humanitarian-diplomatic frame. The military-geopolitical frame, occurring in just under half of all articles, was the most dominant pattern. Differences emerged between news resorts, media types as well as the observed timeframe. The results illustrate that coverage of the Bosnian War was shaped by several interpretive frameworks. The study consequently contributes to the understanding of journalistic conflict reporting and emphasizes the relevance of media frames for the perception of international conflicts.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Bosnienkrieg Framing Friedensjournalismus HCA
Autor*innen
Sophie Marte
Haupttitel (Deutsch)
Die Berichterstattung im Bosnienkrieg
Paralleltitel (Englisch)
Reporting on the Bosnian War
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
95 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Sophie Lecheler
Klassifikation
05 Kommunikationswissenschaft > 05.33 Pressewesen
AC Nummer
AC18007179
Utheses ID
81653
Studienkennzahl
UA | 066 | 841 | |
