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A nation under god
Christian nationalist narratives and nativist identity in contemporary U.S. political discourse
Isabell Meggeneder
Art der Arbeit
Master-Thesis (ULG)
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Universitätslehrgang für Internationale Studien (M.A.I.S.-Lehrgang)
Betreuer*in
Vanessa Gauthier Vela
DOI
10.25365/thesis.81636
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-22599.65952.767451-0
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Diese Masterarbeit untersucht die Schnittstelle von christlichem Nationalismus und Nativismus in gegenwärtigen politischen Diskursen der Vereinigten Staaten von Amerika. Sie stützt sich auf Reden dreier Schlüsselfiguren der aktuellen US-Regierung, nämlich Präsident Donald Trump, Vizepräsident JD Vance und Verteidigungsminister Pete Hegseth. Die zentrale Forschungsfrage dieser Arbeit lautet: Wie werden christlich-nationalistische Narrative im gegenwärtigen politischen Diskurs der USA konstruiert und wie tragen sie zur Herausbildung nativistischer Vorstellungen von nationaler Identität bei? Zur Beantwortung dieser Frage stützt sich die Arbeit auf zwei sich ergänzende theoretische Rahmen. Der erste Rahmen betrachtet Nativismus als die ideologische Bevorzugung einer bestimmten einheimischen Gruppe gegenüber jenen, die als Außenseiter konstruiert werden. Besonders hervorgehoben werden die historischen Wurzeln des Nativismus in den Vereinigten Staaten und die Manifestation der einwanderungsfeindlichen Rhetorik und der ethnisch-religiösen Grenzziehung. Der zweite Ansatz ist der Ethno-Symbolismus nach Anthony D. Smith, der die Rolle von Mythen, Symbolen und historischen Erzählungen bei der Herausbildung nationalistischer Identitäten in den Vordergrund rückt. Gemeinsam verdeutlichen diese Ansätze, wie Appelle an eine vermeintlich christliche Gründung, ein heiliges Staatsgebiet und eine göttlich vorherbestimmte nationale Identität dazu dienen, ausgrenzende Vorstellungen von amerikanischer Zugehörigkeit zu naturalisieren. Die Methodik basiert auf der kritischen Diskursanalyse, die es ermöglicht, nicht nur die Sprache politischer Eliten, sondern auch die zugrunde liegenden Machtstrukturen zu untersuchen, die ihre Narrative reproduzieren. Insgesamt wurden sechs Reden, zwei pro politischem Akteur, deduktiv mithilfe eines auf dem theoretischen Rahmen basierenden Codebuchs kodiert. Die Reden wurden so ausgewählt, dass sie drei unterschiedliche Dimensionen des christlich-nationalistischen Diskurses erfassen: die institutionelle, die moralische und die operative. Der der Analyse vorangehende historische Überblick zeichnet die Entwicklung der christlich-nationalistischen Ideologie von den puritanischen Siedlungen im kolonialen Amerika über den Bürgerkrieg und den Kalten Krieg bis in die Gegenwart nach und verdeutlicht den anhaltenden Einfluss von Gründungsmythen auf die zeitgenössische politische Rhetorik. Die Analyse selbst zeigt, dass alle drei Akteure zwar sich überschneidende, aber dennoch unterschiedliche rhetorische Strategien anwenden. Präsident Trump inszeniert sich als von Gott berufener Wiederhersteller eines christlichen Amerikas und instrumentalisiert den Glauben, um ethnische und kulturelle Homogenität zu stärken. Vizepräsident Vance verankert seinen christlichen Nationalismus in einem moralischen Rahmen und verwischt so die Grenze zwischen privater religiöser Überzeugung und öffentlicher Regierungsführung. Verteidigungsminister Hegseth setzt die christlich-nationalistische Ideologie im Kontext der nationalen Sicherheit und Außenpolitik um und stilisiert Militäreinsätze und Grenzsicherung zu göttlich legitimierten Pflichten. Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass christlicher Nationalismus und Nativismus strukturell miteinander verflochten sind. Die Definition der Vereinigten Staaten als einer inhärent christlichen Nation erzeugt zwangsläufig eine Eigengruppe und eine Fremdgruppe und legitimiert den Ausschluss von Nichtchristen, Einwanderern und anderen, die als außerhalb der authentischen amerikanischen Identität stehend betrachtet werden. Die Normalisierung dieser Rhetorik durch hochrangige Regierungsvertreter stellt eine erhebliche Bedrohung für religiösen Pluralismus und demokratische Teilhabe dar. Da christlich-nationalistische Narrative zunehmend die Politik prägen, besteht die Gefahr, dass sie die gesellschaftliche Polarisierung vertiefen und ausgrenzende Vorstellungen von nationaler Zugehörigkeit in den Vereinigten Staaten und darüber hinaus institutionalisieren.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Christlicher Nationalismus Nativismus Vereinigte Staaten von Amerika Donald Trump JD Vance Pete Hegseth Ethno-Symbolismus Nationale Identität Christentum
Schlagwörter
(Englisch)
Christian nationalism United States of America Nativism Donald Trump JD Vance Pete Hegseth Ethno-symbolism National identity Christianity
Autor*innen
Isabell Meggeneder
Haupttitel (Englisch)
A nation under god
Hauptuntertitel (Englisch)
Christian nationalist narratives and nativist identity in contemporary U.S. political discourse
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
66 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Vanessa Gauthier Vela
Klassifikation
89 Politologie > 89.22 Nationalismus
AC Nummer
AC17956765
Utheses ID
81659
Studienkennzahl
UA | 992 | 940 | |
