Detailansicht

The agency of proxy forces
insights from the Korean- and Vietnam wars
Simon Titus Hiller
Art der Arbeit
Master-Thesis (ULG)
Universität
Universität Wien
Fakultät
Postgraduate Center
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Universitätslehrgang für Internationale Studien (M.A.I.S.-Lehrgang)
Betreuer*in
Robert Schuett
Volltext in Browser öffnen
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.81659
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-24399.63781.733445-6
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Diese Masterarbeit untersucht die Handlungsfähigkeit von Stellvertreterkräften anhand der Fallstudien von Präsident Rhees Südkorea und Präsident Diems Südvietnam während und rund um ihre jeweiligen Kriege. Die Arbeit misst Handlungsmacht, indem sie die von den Stellvertretern gegen die Interessen und sogar den ausdrücklichen Willen ihres Auftraggebers unternommenen Handlungen betrachtet, und stellt fest, dass beide ein gewisses Maß an so messbarer Handlungsmacht hatten. Sie unterscheiden sich jedoch im Ausmaß und Bereich der ausgeübten Handlungsmacht, da Südvietnam Handlungsmacht über ein breites Spektrum ausübte, während die Handlungsmacht Südkoreas sich nicht ernsthaft auf Sicherheitsfragen erstreckte. Die Masterarbeit misst diese unterschiedlichen Ausdrucksformen von Handlungsfähigkeit an zwei Hauptfaktoren, nämlich an soziopolitischen Unterschieden in der Selbstwahrnehmung und ihrem unterschiedlichen Grad an materieller und finanzieller Abhängigkeit von den Vereinigten Staaten. Die Fallstudien zeigen, dass ein unabhängigeres Selbstverständnis, basierend auf eigene militärische Traditionen und eine politische Identität, die im Süden Vietnams vor der amerikanischen Beteiligung entstanden ist, erklärt, warum die Diem-Regierung ein höheres Maß an Handlungsfähigkeit ausübte als ihr südkoreanisches Gegenstück. Die Vorstellung, dass ein höheres Maß an materieller und finanzieller Abhängigkeit die unabhängige Handlungsmacht verringern würde, konnte nicht belegt werden. Stattdessen konnte festgestellt werden, dass der durch größere Fähigkeiten in Südvietnam erzeugte Kapazitätszuwachs die negativen Auswirkungen der entsprechend erhöhten Abhängigkeit abmilderte. Beide Stellvertreter waren unglaublich abhängig von den USA, dennoch hatte nur Südvietnam eine bedeutende militärische Handlungsfähigkeit. Südkorea fehlten einfach die Ressourcen und das Können, da es bis zum Beginn des Koreakriegs absichtlich schwach gehalten worden war. Diese Masterarbeit kam daher zu dem Schluss, dass die Selbstwahrnehmung und die tatsächlichen Fähigkeiten eines Stellvertreters eine überaus wichtige Rolle dabei spielen, wie viel strategische Handlungsfähigkeit Stellvertreter tatsächlich ausüben.
Abstract
(Englisch)
This master’s thesis investigates the agency of proxy forces using the case studies of President Rhee’s South Korea and President Diem’s South Vietnam during and around their respective wars. The thesis measures agency by looking at actions undertaken by the proxies against their principal's interest and even expressed wishes and finds that both had some degree of so measurable agency, they however differ in the degree and domain of agency exercises, as South Vietnam exercised agency across a broad spectrum whilst South Korea’s agency did not seriously extend into security matters. The thesis measures these different expressions of agency against two primary factors, namely sociopolitical differences in selfconceptualization and their varying degrees of material and financial dependency on the United States. The case studies demonstrate that a more independent self-conceptualization, self-conceptualization, evidenced by military traditions and a political identity formed in South Vietnam preceding American involvement, explains why the Diem government exercised a higher degree of agency than their South Korean counterparts did not. The idea that a higher level of material and financial dependency would reduce independent agency could not be substantiated. Instead, the thesis found that the increase in capacity generated by greater capabilities in South Vietnam mitigated the negative impact of correspondingly increased dependency. Both proxies were incredibly dependent on the US, nevertheless only South Vietnam had significant military agency. South Korea simply lacked the capacities for action, having been kept deliberately weak until the beginning of the Korean War. The thesis thus found that the self-conceptualization and the actual capacities of a proxy play an outsized role in influencing how much strategic agency proxies actually exercise.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Stellvertreterkräfte Handlungsfähigkeit Abhängigkeit Kalte Krieg Koreakrieg Vietnamkrieg Vereinigte Staaten Südkorea Südvietnam
Schlagwörter
(Englisch)
Proxy forces Agency Dependency Cold War Korean War Vietnam War United States South Korea South Vietnam
Autor*innen
Simon Titus Hiller
Haupttitel (Englisch)
The agency of proxy forces
Hauptuntertitel (Englisch)
insights from the Korean- and Vietnam wars
Paralleltitel (Deutsch)
Die Handlungsfähigkeit von Stellvertreterkräfte
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
55 Seiten
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Robert Schuett
Klassifikationen
89 Politologie > 89.41 Staat und einzelne Gruppierungen ,
89 Politologie > 89.83 Kriegführung ,
89 Politologie > 89.84 Strategie. Taktik
AC Nummer
AC17957519
Utheses ID
81695
Studienkennzahl
UA | 992 | 940 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1