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Time as a political weapon
dependency and sovereignty in the Western Balkans
Ghita Hajoub
Art der Arbeit
Magisterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Postgraduate Center
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Universitätslehrgang für Internationale Studien (M.A.I.S.-Lehrgang)
Betreuer*in
Bernd Christoph Ströhm
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.81665
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-24399.70795.794579-0
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Wie allgemein bekannt ist, stellten die 1990er Jahre eine tragisch entscheidende Zeit für den Westbalkan dar. Diese Zeit war geprägt von den katastrophalen Zerfallskriegen Jugoslawiens, der grassierenden Wirtschaftskrise, politischer Zwietracht, angespanntem Frieden und mühsamen Bemühungen zum Staatsaufbau. Während in Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Montenegro, Nordmazedonien und Serbien, den Sechs Westbalkanstaaten (WB6), inzwischen Frieden herrscht, befinden sie sich alle noch immer in einem Zustand des sogenannten Übergangs, während sie EU-Beitrittsprozesse, Friedensbemühungen, Demokratisierungsverfahren und Bemühungen um Wirtschaftswachstum bewältigen (Dabrowski und Moffat 2025). Damit befindet sich der Westbalkan mitten in einem sich ständig verlängernden Übergangszustand, während sich seine westlichen Nachbarn drastisch schneller entwickeln und wachsen. Die allgemeine Literatur zu jedem WB6-Land verwendet ein lexikalisches Feld, das sich auf eine zeitliche Dimension konzentriert, die für die Region charakteristisch zu sein scheint, mit Begriffen wie ‘Verzögerung’, ‘Erschöpfung’, ‘ausstehend’, ‘Müdigkeit’, ‘Prozess’ und ‘Zukunft’. Man kann argumentieren, dass dieser anhaltende Zustand des Wartens den Interessen bestimmter Machtfiguren sowohl auf interner als auch auf externer Ebene dient. In diesem Zusammenhang wird sich diese Arbeit mit der Frage befassen, wie die Manipulation der Zeit als politisches Instrument die Abhängigkeit verstärken und die Souveränität im Westbalkan beeinträchtigen kann. Diese Studie wurde durch die Analyse neuer Literatur zu Chronopolitik, zeitlicher Governance und Dependenztheorie im politischen Kontext durchgeführt. Dabei wurden drei verschiedene chronopolitische Muster im gesamten Westbalkan identifiziert: Stagnation, Kompression und Elastizität. Diese Arbeit kam zu dem Ergebnis, dass mächtige Akteure innerhalb und außerhalb der Region diese drei Muster systematisch als Waffe eingesetzt haben, um ihren Einfluss auf den Westbalkan aufrechtzuerhalten. Dies verschärft in der Folge die Abhängigkeitstendenzen und untergräbt gleichzeitig allmählich das Souveränitätsgefühl der Staaten und die demokratische Legitimität ihrer Institutionen.
Abstract
(Englisch)
As is widely known, the 1990s represented a tragically pivotal period for the Western Balkans. This period was marked by the catastrophic breakup wars of Yugoslavia, rampant economic crisis, political discord, strained peace, and laborious state-building efforts. While Albania, Bosnia & Herzegovina, Kosovo, Montenegro, North Macedonia, and Serbia, the Western Balkans Six (WB6), are now at peace, they all remain in a state of so-called transition as they manage EU accession processes, peace-building attempts, democratisation procedures and economic growth efforts (Dabrowski and Moffat 2025). This places the Western Balkans in the midst of a constantly elongating state of transition while its Western neighbours develop and grow at a drastically faster pace. The general literature on any WB6 country makes use of a lexical field focusing on a temporal dimension that seems to be characteristic of the region, with terms such as ‘delay’, ‘exhaustion’, ‘pending’, ‘fatigue’, ‘process’, and ‘future’. This persistent state of waiting can be argued to serve the interests of specific figures of power at both internal and external levels. In this regard, this thesis will address the question of how the manipulation of time as a political tool can reinforce dependency and affect sovereignty in the Western Balkans. This study was conducted through the analysis of emerging literature on chronopolitics, temporal governance and dependency theory in a political context. It identified three different chronopolitical patterns across the Western Balkans: stagnation, compression and elasticity. This thesis found that to maintain leverage over the Western Balkans, powerful actors both inside and outside the region have methodically weaponised these three patterns, which consequently exacerbate dependency trends while gradually eroding the states' senses of sovereignty and the democratic legitimacy of their institutions.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Chronopolitik Zeitliche Governance Westbalkan Souveränität Abhängigkeit Staatsaufbau Demokratisierung
Schlagwörter
(Englisch)
Chronopolitics Temporal governance Western Balkans Sovereignty Dependency State-building Democratisation
Autor*innen
Ghita Hajoub
Haupttitel (Englisch)
Time as a political weapon
Hauptuntertitel (Englisch)
dependency and sovereignty in the Western Balkans
Paralleltitel (Deutsch)
Zeit als politische Waffe
Paralleluntertitel (Deutsch)
Abhängigkeit und Souveränität auf dem Westlichen Balkan
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
99 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Bernd Christoph Ströhm
Klassifikation
89 Politologie > 89.70 Internationale Beziehungen. Allgemeines
AC Nummer
AC17958596
Utheses ID
81697
Studienkennzahl
UA | 992 | 940 | |
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