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Ästhetik des Negativen
Negationen an der Grenze zur ontologischen Bestimmbarkeit im philosophischen und kunsttheoretischen Diskurs
Petra Pirklhuber
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Philosophie
Betreuer*in
Arno Böhler
DOI
10.25365/thesis.81767
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-24408.64924.544564-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die negative Ästhetik versteht sich in dieser Arbeit als Erweiterung zur traditionellen Ästhetik, indem sie von noch nicht gegebenen Seins-Zuständen und daher unbestimmter Wahrnehmung ausgeht. Analysiert werden Faktoren, unter denen Wahrnehmung (aisthesis) möglich ist, ohne jedoch einem materiellen Objekt gegenüberzustehen. Prozesse des Werdens und der Potentialität, wie sie ausgehend von Parmenides und Platon untersucht werden, sind innerhalb der ontologischen Dynamik zentral für die Wahrnehmung von Negationen, die mit Aristoteles einen Modus der Erkenntnis abbildet. Der überzeitliche Begriff des „Virtuellen“, wie Gilles Deleuze ihn verhandelt, dient als Anknüpfungspunkt sowohl für die antike Philosophie als auch für Karen Barads quantenphysikalische Resultate, die bereits ansatzweise von Alexander G. Baumgarten beschrieben sind, wonach sich Begebenheiten nach der ästhetischen Disposition des Subjekts ausrichten. Negative ästhetische Erkenntnisse und Erfahrungen generieren sich vor allem aus der Atmosphäre, die sich als Feld von „Gestimmtheit“ im Sinne Martin Heideggers darstellt, zugleich aber auch als aktives Kräftefeld operiert. Drei relevante Faktoren der negativen Ästhetik sind anhand der durch Kunst geschaffenen Atmosphären festzustellen: Relationen („Geflechte“) zwischen dem Kunstwerk und dem Publikum, Kräfte und die Präsenz der Leere.
Abstract
(Englisch)
In this thesis negative aesthetics, considered as an expansion of traditional aesthetics, takes as a starting point not yet existent states of being and therefore undefined perception. It analyses the framework under which perception (aisthesis) is possible without the presence of a physical object. Processes of becoming and of potentiality due to the ontological dynamics, as defined by Parmenides and Platon, are connected to Aristotle’s modus of cognition. Gilles Deleuze’s definition of ‘the virtual’ as trans-temporal serves as a mode of contact that entwines ancient philosophy with Karen Barad’s findings in quantum physics, as to some extent already described by Alexander G. Baumgarten, in which incidents follow the aesthetic disposition of the subject. Negative aesthetic insights and experiences are generated primarily through an atmosphere that presents itself as a field of ‘attunement’, as defined by Martin Heidegger, whilst actually operating as an active field of force. Three main factors of negative aesthetics can be identified due to the atmospheres created by art: relations (assemblage) between artwork and audience, artwork and forces, artwork and the presence of the void.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Ästhetik Negationen Ontologie Quantenphysik Wahrnehmung Kräfte Leere Heidegger Deleuze Karen Barad
Autor*innen
Petra Pirklhuber
Haupttitel (Deutsch)
Ästhetik des Negativen
Hauptuntertitel (Deutsch)
Negationen an der Grenze zur ontologischen Bestimmbarkeit im philosophischen und kunsttheoretischen Diskurs
Paralleltitel (Englisch)
Aesthetics of the negative
Paralleluntertitel (Englisch)
negations on the threshold of ontological determinability in philosophical and art-theoretical discourse
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
107 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Arno Böhler
Klassifikationen
08 Philosophie > 08 Philosophie ,
08 Philosophie > 08.41 Ästhetik
AC Nummer
AC17977178
Utheses ID
81700
Studienkennzahl
UA | 066 | 941 | |
