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The just transition region Unterkärnten
examining the influence of place-based factors on the implementation of just transitions
Ylvali Ealla Koch
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Geowissenschaften, Geographie und Astronomie
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Geography: Global Change and Sustainability
Betreuer*in
Maximilian Benner
DOI
10.25365/thesis.82055
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-24453.61096.665216-2
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Um zu vermeiden, dass emissionsintensive Regionen bei der Dekarbonisierung ins Hintertreffen gelangen, rückt die Idee des gerechten Übergangs zunehmend in den Vordergrund. Jedoch kursieren unzählige umstrittene Konzepte darüber, was einen gerechten Wandel beinhaltet und wie dieser gestaltet werden sollte. In jüngerer Zeit haben Wissenschaftler:innen die Notwendigkeit hervorgehoben, über einen pauschalen Lösungsansatz hinauszugehen und stattdessen kontextspezifische Gegebenheiten und regionale Unterschiede zu berücksichtigen. In der Praxis bleiben Umsetzungsversuche jedoch begrenzt und haben bislang wenig empirische Beachtung gefunden. Diese Arbeit entwickelt einen Rahmen für einen gerechten regionalen Übergang, der ortsspezifische Faktoren (strukturelle, instrumentelle und diskursiv-ideelle) sowie regionale Herausforderungen mit Gerechtigkeitsprinzipien (Verfahrens-, Verteilungs- und Anerkennungsgerechtigkeit) verbindet. Dadurch wird das derzeitige theoretische Verständnis des gerechten Übergangs hin zu einem stärker regional verankerten und umsetzungsorientierten Ansatz erweitert. Zudem liefert die Arbeit ein empirisches Beispiel, indem sie das Projekt „Just Transition Region Unterkärnten“ untersucht, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der Verfahrensgerechtigkeit liegt. Dazu wurden neun halbstrukturierte Interviews mit regionalen Akteur:innen und Projektpartner:innen geführt. Die Forschungsergebnisse zeigen, dass das Projekt nur schwach auf die ortsspezifischen Faktoren und regionalen Herausforderungen in Unterkärnten abgestimmt war. Der Ansatz blieb oberflächlich und bürokratisch, wobei der in diesem Zusammenhang erforderlichen umfassenderen Strategie für einen gerechten Übergang nur begrenzte Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Diese Diskrepanz trug auch zur mangelnden Verfahrensgerechtigkeit des Projekts bei, da die Beteiligung selektiv war und die Einbeziehung regionaler Akteure eingeschränkt blieb. Eine zentrale Erkenntnis ist jedoch, dass institutionelle Rahmenbedingungen auf verschiedenen Ebenen eine wesentliche Rolle bei den Einschränkungen des Projekts spielten. Diese erschwerten einen ganzheitlicheren, inklusiveren und langfristigeren Ansatz. Indem sie die Bedeutung eines ortsbezogenen Ansatzes hervorhebt, erweitert diese Arbeit bestehende Konzeptualisierungen zum gerechten Übergang und bietet einen Anstoß für weitere Forschung.
Abstract
(Englisch)
As regions adapt to decarbonisation measures and strategies, there is an increasing focus on supporting fossil-fuel-intensive regions that are disproportionately affected so that they are not ‘left behind’. Yet, there are numerous contested conceptualisations of what a Just Transition entails and how it should be implemented. More recently, scholars have highlighted the need to move beyond a ‘one-size-fits-all’ approach and to factor in context-specificity and regional differences. In practice, however, implementation attempts remain limited and have received little empirical attention. This thesis devises a Regional Just Transition Framework that combines place-based factors (structural, instrumental, and discursive-ideational) and regional challenges with justice principles (procedural, distributive, and recognition) to expand current theoretical understandings of Just Transition towards a more regionally grounded and implementation-oriented approach. It also provides an empirical example of a Just Transition policy by examining the ‘Just Transition Region Unterkärnten’ project in Lower Carinthia, with specific emphasis on procedural justice. To this end, nine semi-structured interviews with regional stakeholders and project partners were conducted. The research findings reveal how the project was weakly aligned with place-based factors and regional challenges in Lower Carinthia. Its approach remained superficial and managerial, with limited attention given to the more comprehensive Just Transition strategy required in this context. This misalignment also contributed to the limited procedural justice of the project, as participation was selective and the inclusion of regional actors was constrained. However, a key finding is that multi-scalar institutional constraints played a significant role in restraining the project from taking a more holistic, inclusive, and long-term approach. By highlighting the need for a place-based approach, this thesis extends current conceptualisations and encourages further research on Just Transition.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Gerechter Übergang ortsbezogene Faktoren Fonds für einen gerechten Übergang Verfahrensgerechtigkeit regionale Herausforderungen Unterkärnten Just Transition Region Unterkärnten
Schlagwörter
(Englisch)
Just Transition Place-Based Factors Just Transition Fund Procedural Justice Regional Challenges Lower Carinthia Just Transition Region Unterkärnten
Autor*innen
Ylvali Ealla Koch
Haupttitel (Englisch)
The just transition region Unterkärnten
Hauptuntertitel (Englisch)
examining the influence of place-based factors on the implementation of just transitions
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
75 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Maximilian Benner
Klassifikation
74 Geographie > 74.08 Wirtschaftsgeographie
AC Nummer
AC18044767
Utheses ID
81719
Studienkennzahl
UA | 066 | 855 | |
