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Local perspectives on conflict and peace building in Rivers State
Richmond Okieho Ojobor
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium CREOLE-Cultural Differences and Transnational Processes
Betreuer*in
Peter Schweitzer
DOI
10.25365/thesis.81921
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-24489.60393.364154-6
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Der Bundesstaat Rivers sowie die gesamte Niger-Delta-Region sind seit Jahrzehnten Schauplatz unterschiedlicher Formen von Konflikten mit erheblichen Auswirkungen auf Menschenleben und Eigentum. Dies hat ein dauerhaftes Bedürfnis geschaffen, nach nachhaltigem Frieden zu streben. Diese Arbeit verfolgt daher zwei miteinander verbundene Ziele: erstens die Analyse der Rolle traditioneller Führungsinstitutionen und lokaler Konfliktlösungsmodelle im Friedensaufbau und zweitens die Verknüpfung dieser Ansätze mit staatlichen Strategien sowie die Untersuchung möglicher weiterreichender Implikationen solcher Interventionen für die Konfliktlösung in Nigeria. Als theoretischer Rahmen wurde die Konflikttransformationstheorie herangezogen, um die Bedeutung von Beziehungen und kultureller Einbettung als Weg zum Friedensaufbau hervorzuheben. Die Studie basiert auf einem qualitativen und ethnografischen Ansatz, wobei die Daten aus einer Kombination von 30 halbstrukturierten Interviews mit lokalen Akteuren sowie aus einschlägigen wissenschaftlichen und politikbezogenen Publikationen gewonnen wurden. Die Ergebnisse zeigen, dass anthropologische und kulturbezogene Konzepte des Friedensaufbaus, die in lokalen Institutionen wie Altersgruppenverbänden, Versöhnungszeremonien und Gemeinschaftsdiskussionen verankert sind, nicht nur lokale Legitimität und Inklusion schaffen, sondern auch grundlegende Ursachen von Konflikten – darunter Ressourcenverteilung und Marginalisierung – berücksichtigen. Dies erwies sich im Vergleich zu ausschließlich formalen Interventionen als wirksamer. Die Ergebnisse zeigen jedoch auch, dass strukturelle Herausforderungen bestehen, etwa der Ausschluss von Frauen, die Vereinnahmung durch Eliten sowie eine eingeschränkte Schnittstelle zwischen lokalen und formalen Institutionen, die den Erfolg anthropologischer Friedensinitiativen begrenzen können. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass hybride, partizipative Ansätze des Friedensaufbaus, die die Glaubwürdigkeit traditioneller Strukturen mit der Reproduzierbarkeit und prozeduralen Sicherheit formaler Institutionen verbinden, am vielversprechendsten sind. Die Ergebnisse und Schlussfolgerungen liefern wertvolle Erkenntnisse für die Verbesserung von Friedensinterventionen im Bundesstaat Rivers und in der weiteren Niger-Delta-Region.
Abstract
(Englisch)
Rivers State and the entire Niger Delta region have been an arena for decades of varying forms of conflict with enormous implications for lives and properties. This has created a perennial need to strive towards sustainable peace. This paper, thus, has two interconnected aims: to analyze the role of traditional institutions of leadership and local conflict resolution models in peacebuilding and to interrelate this with state-based approaches and potential broader implications of such interventions on conflict resolution in Nigeria. Conflict Transformation Theory was employed as the theoretical framework to highlight the import of relationships and cultural embeddedness as a path to peacebuilding. A qualitative and ethnographic approach was adopted in the study, with data drawn from a combination of 30 semi-structured interviews with local people with relevant scholarly and policy publications. Results indicate that anthropological and culture-based conceptualizations of peacebuilding instilled in local institutions including age-grade associations, reconciliation ceremonies and community discussions not only create localized legitimacy and inclusion but also cover root causes, including resource allocation and marginalization. This proved to be more effective compared to solely formal interventions. Findings further showed that these structural challenges exist such as gender exclusion, elite capture, and restricted interface as bastions to the success of anthropological peacebuilding initiatives. It finds hybrid, participatory peacebuilding approaches that combine the credibility of tradition with the replicability and procedural security of formal institutions, to be most promising. The findings and conclusion offer useful insight for improved interventions for peacebuilding in Rivers State and the broader Niger Delta region.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
peacebuilding
Schlagwörter
(Englisch)
peacebuilding Rivers State Conflict
Autor*innen
Richmond Okieho Ojobor
Haupttitel (Englisch)
Local perspectives on conflict and peace building in Rivers State
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
vi, 107 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Peter Schweitzer
Klassifikation
70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.00 Sozialwissenschaften allgemein. Allgemeines
AC Nummer
AC18026386
Utheses ID
81733
Studienkennzahl
UA | 066 | 656 | |
