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The relevance of Igbo religious tradition in the Christian religious education of Igbo children
Bartholomew Toochi Okeke
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Katholisch-Theologische Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Theologische Spezialisierungen
Betreuer*in
Andrea Lehner-Hartmann
DOI
10.25365/thesis.81983
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-25965.64101.288392-4
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Mehr denn je zuvor hat sich die Haltung der katholischen Kirche in Bezug auf ihre Beziehung zu anderen religiösen Traditionen gewandelt. Sie verbessert sich in jüngster Zeit weiter. Dieser Meilenstein wurde in der Zeit des Zweiten Vatikanischen Konzils und in dessen Lehren, insbesondere in „Nostra Aetate“ und „Lumen Gentium“, besonders deutlich. So lässt sich seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil ein klarer Paradigmenwechsel erkennen, weg vom alten Mantra „Außerhalb der Kirche gibt es kein Heil“ hin zur Anerkennung der Möglichkeit des Heils außerhalb der Kirche. Auch wenn die Auslegung dieser Anerkennung je nach den unterschiedlichen Orientierungen verschiedener Theologen und dem Lehramt variieren mag, ist eines allgemein gültig: die Wertschätzung der Kirche für die positiven Werte, die in anderen religiösen Traditionen vorhanden sind. Diese einzigartige Anerkennung hat die Haltung der Kirche bei der Ausübung ihres Missionsauftrags beeinflusst. So betont die Kirche gegenüber anderen religiösen Traditionen mehr denn je den Dialog als Ausgangspunkt der Evangelisierung. Dieser Dialog, der vor allem Offenheit von beiden Seiten erfordert, beinhaltet auch die Bereitschaft, voneinander zu lernen. Als ein Volk, das lange vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil und der daraus folgenden veränderten Haltung zum Dialog in der Evangelisierung missioniert wurde, erlebten die Igbo jedoch mehr oder weniger eine Indoktrination. Selbst die guten Werte ihrer religiösen Tradition wurden von Missionaren, die wenig oder gar kein Verständnis für diese traditionellen Werte hatten, als unvereinbar mit der christlichen Religion verworfen. Das Ergebnis war, dass dadurch viele unvollkommene Christen hervorgebracht wurden, denen es nach vielen Jahren des Lernens über den christlichen Glauben in den Schulen sowie in der Kirche immer noch an einer vollständigen Hingabe an die christlichen Lehren mangelt. Die Sehnsucht nach einer regelrechten Rückkehr zur traditionellen Religion bleibt aufrecht. Ein gutes Beispiel dafür ist das unter vielen jungen Igbo-Leuten beliebte Mantra „Zurück zu unseren Wurzeln“. Angesichts dieses Problems und unter Berücksichtigung der jüngsten dialogischen Haltung der Kirche in Bezug auf die Evangelisierung soll diese Arbeit aufzeigen, dass die Einbeziehung einiger guter Werte der religiösen Tradition der Igbo in die Vermittlung und das Erlernen des christlichen Glaubens für Kinder igboischer Abstammung nicht nur das Verständnis vertiefen, sondern auch dazu beitragen könnte, in Zukunft im Glauben gestärkte und engagiertere Christen hervorzubringen. Dies gewinnt an Bedeutung, wenn man bedenkt, dass Religion ein wesentlicher Bestandteil von Kultur und Tradition ist. Tatsächlich sind Kultur und Tradition die wesentlichen Bestandteile der Weltanschauung eines Volkes, wodurch es sich oft von anderen Völkern unterscheidet. Darüber hinaus ist die Weltanschauung eines Volkes eine Art Linse, durch die eine Gruppe von Menschen die Welt sieht, versteht und mit ihr in Beziehung tritt. Kinder wachsen in verschiedenen religiös-kulturellen Umfeldern und Weltanschauungen auf, die ihr Verständnis und ihre Herangehensweise an die Dinge prägen. Anhand der religiösen Tradition der Igbo als Fallstudie soll diese Arbeit daher aufzeigen, dass in der christlichen Religionserziehung von Igbo-Kindern die Interaktion zwischen traditionellen Werten und Symbolen der Igbo, denen diese Kinder angehören und die ihre Weltanschauung prägen, und den christlichen religiösen Werten nicht nur notwendig, sondern auch wichtig für eine fruchtbare christliche Religionserziehung ist. So wird ihnen sowohl beim Verständnis als auch bei der Aneignung des christlichen Glaubens geholfen.
Abstract
(Englisch)
More than ever before, the attitude of the Catholic Church has changed and continues to improve in recent times with regard to her relationship with other religious traditions. This milestone became very visible in the era of the second Vatican Council and her teachings especially in Nostra aetate and Lumen Gentium. Hence, from Vatican II upwards, one notices in a more evident manner a paradigm shift from the old mantra of ‘outside the Church there is no salvation’ to the acknowledgment of the possibility of salvation outside the Church. Even though the interpretation given to this acknowledgement may differ based on the varied orientations of various theologians and the magisterial teachings, one thing that is general is the Church’s appreciation of the positive values present in other religious traditions. This singular acknowledgment has affected the Church’s attitude in the exercise of her mission mandate. As such, in the face of other religious traditions, the Church more than before emphasises dialogue as the starting point of evangelisation. This dialogue which above all demands openness from both parties, also involves readiness to learn from one another. However, as a people who were evangelized long before the Vatican II council and the consequent change of attitude to dialogue in evangelization, the Igbo people were more or less indoctrinated, whereby even the good values of their religious tradition were jettisoned as incompatible with the Christian religion by missionaries who had little or no understanding about these traditional values. The outcome is that this ended up producing many half-baked Christians, who after many years of learning about the Christian faith in the schools as well as in the church still lack full commitment to the Christian teachings and manifest longing towards outright return to the traditional religion. A good example is the popular ‘going back to our root’ mantra amongst many young Igbo folk. With this problem in view and considering the recent Church’s dialogical position with regard to evangelization, this work intends to show that when some good values in Igbo religious tradition are employed in the teaching and learning of the Christian faith for children of Igbo descent, it will not only enhance understanding but could also help produce better and more committed Christians in the future. This makes more meaning when one considers the fact that religion is a major element of culture and tradition. As a matter of fact, culture and tradition are the major constituents of a worldview of a given people, which often differentiates them from other people. Again, the worldview of a people is a kind of a lens with which a group of people see, understand and relate with the world and children grow up under various religious-cultural environments and worldviews. Thus, using Igbo religious tradition as a case study, this work intends to show therefore, that in the Christian religious education of Igbo children, the interaction between the Igbo traditional values and symbols to which these children belong, which forms their worldview, and the Christian religious values is not just necessary but also important for a fruitful Christian religious education. This is because it can help them both in understanding and assimilation of the Christian faith.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Religiöser Pluralismus Religiöse Tradition der Igbo Religiöse Bräuche der Igbo Religiöse Symbole der Igbo Kontextbezogene christliche Religionserziehung Kontextbezogene christliche Glaubensbildung Authentische christliche Identität Lebenslanger Glaube
Schlagwörter
(Englisch)
Religious pluralism Igbo Religious Tradition Igbo Religious Customs and Symbols Contextual Christian religious Education Contextual Christian Faith Formation Authentic Christian Identity Lifelong Faith
Autor*innen
Bartholomew Toochi Okeke
Haupttitel (Englisch)
The relevance of Igbo religious tradition in the Christian religious education of Igbo children
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
iii, 106 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Andrea Lehner-Hartmann
Klassifikationen
11 Theologie > 11.70 Praktische Theologie. Allgemeines ,
11 Theologie > 11.77 Religionspädagogik
AC Nummer
AC18038231
Utheses ID
81760
Studienkennzahl
UA | 066 | 795 | |
