Detailansicht
Queeres Übersetzen
sprachliche Konstruktion von Identität in Camila Sosa Villadas "Las malas"
Zorah Zellinger
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Zentrum für Translationswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Translation Deutsch Spanisch
Betreuer*in
Klaus Kaindl
DOI
10.25365/thesis.81748
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-28719.62480.110771-3
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Diese Masterarbeit untersucht die sprachliche Konstruktion queerer Identität in Camila Sosa Villadas autofiktionalem Roman Las Malas (2019) sowie deren Darstellung in der deutschen Übersetzung Im Park der prächtigen Schwestern (2021) von Svenja Becker. Ausgehend von den Queer Translation Studies wird der Frage nachgegangen, wie queere Identität im Ausgangstext sprachlich hervorgebracht wird und welche Veränderungen sich im Übersetzungsprozess ergeben. Besonderes Augenmerk gilt dabei queeren Selbstbezeichnungen, kollektiven Sprachformen, Körperlichkeit sowie performativen Prozessen der Selbsterschaffung. Die theoretische Grundlage bilden die Queer Translation Studies sowie Forschungsansätze zu autobiografischem und autofiktionalem Schreiben. Methodisch basiert die Untersuchung auf einem qualitativen Vergleich ausgewählter Passagen des spanischen Originals und der deutschen Übersetzung. Als analytischer Rahmen dient Marc Démonts Modell queerer Übersetzungsstrategien (misrecognizing, minoritizing und queering translation), ergänzt durch ein semantisches Close Reading nach Greenham. Die Analyse zeigt, dass zentrale Formen queerer Selbstbezeichnung und Gemeinschaftsbildung in der deutschen Übersetzung teilweise abgeschwächt oder verschoben werden. Insbesondere die Übersetzung kulturell und politisch spezifischer Begriffe führt zu einer stärkeren Universalisierung und Domestizierung queerer Ausdrücke und somit queerer Identität. Dadurch verändern sich Sichtbarkeit und politische Dimension der im Ausgangstext entworfenen Identitätskonstruktionen. Die Arbeit versteht sich als übersetzungskritische Untersuchung und legt dar, dass Übersetzung aktiv an der Konstruktion und Repräsentation queerer Identitäten beteiligt ist.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Queer Translation Studies Queeres Übersetzen Queere Identität Camila Sosa Villada Las Malas Übersetzungskritik Literarisches Übersetzen Queer Theory Transidentität Autofiktion Identitätskonstruktion Autobiographie Spanisch-Deutsche Übersetzung Svenja Becker Autobiographie Gender Studies
Autor*innen
Zorah Zellinger
Haupttitel (Deutsch)
Queeres Übersetzen
Hauptuntertitel (Deutsch)
sprachliche Konstruktion von Identität in Camila Sosa Villadas "Las malas"
Paralleltitel (Englisch)
Queer translation
Paralleluntertitel (Englisch)
the linguistic construction of identity in Camila Sosa Villada's "Las malas"
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
98 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Klaus Kaindl
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.45 Übersetzungswissenschaft
AC Nummer
AC17973875
Utheses ID
81799
Studienkennzahl
UA | 070 | 331 | 351 |
