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Trade secret protection in the European Union
harmonisation, enforcement, and implications for international businesses
Vaishnavi Dubey
Art der Arbeit
Master-Thesis (ULG)
Universität
Universität Wien
Fakultät
Postgraduate Center
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
außerordentliches Masterstudium Europäisches und Internationales Wirtschaftsrecht [Vollzeit Englisch]
Betreuer*in
Siegfried Fina
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.82083
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29484.77311.655863-0
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Geschäftsgeheimnisse zählen zu den bedeutendsten Vermögenswerten der modernen wissensbasierten Wirtschaft, wurden jedoch in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union lange Zeit höchst uneinheitlich geschützt. Mit der Richtlinie (EU) 2016/943 sollte diese Fragmentierung beseitigt werden, indem erstmals eine einheitliche Definition des Geschäftsgeheimnisses sowie ein harmonisierter Bestand an zivilrechtlichen Maßnahmen, Verfahren und Rechtsbehelfen gegen den rechtswidrigen Erwerb, die rechtswidrige Nutzung und die rechtswidrige Offenlegung solcher Informationen geschaffen wurden. Die vorliegende Arbeit untersucht kritisch den tatsächlich erreichten Harmonisierungsgrad, die Wirksamkeit der Durchsetzungsmechanismen sowie die praktischen Folgen für Unternehmen, die in mehreren Rechtsordnungen tätig sind. Mit einem rechtsdogmatischen und rechtsvergleichenden Ansatz analysiert sie den materiellrechtlichen Rahmen der Richtlinie, ihre Umsetzung in ausgewählten Mitgliedstaaten, insbesondere Deutschland, Frankreich und Italien, sowie die sich entwickelnde Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europäischen Union. Darüber hinaus ordnet sie das europäische Regime in den durch Artikel 39 des TRIPS-Übereinkommens geprägten internationalen Rechtsrahmen ein und vergleicht es mit dem US-amerikanischen Defend Trade Secrets Act von 2016. Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass die Richtlinie zwar ein solides gemeinsames Fundament schafft, ihr Charakter als Instrument der Mindestharmonisierung jedoch in Verbindung mit divergierenden nationalen Verfahrenstraditionen und der ungeklärten kollisionsrechtlichen Einordnung von Geschäftsgeheimnissen erhebliche Lücken in der Rechtssicherheit für grenzüberschreitend tätige Unternehmen hinterlässt. Am Vorabend der ersten umfassenden Evaluierung der Richtlinie durch die Kommission schlägt die Arbeit eine Reihe gezielter Maßnahmen zur Stärkung von Harmonisierung, Durchsetzung und Vorhersehbarkeit vor.
Abstract
(Englisch)
Trade secrets have become one of the most valuable assets of the modern, knowledge-based economy, yet for a long time they enjoyed markedly uneven protection across the Member States of the European Union. Directive (EU) 2016/943 was adopted to remedy this fragmentation by establishing, for the first time, a common definition of a trade secret together with a harmonised set of civil measures, procedures and remedies against the unlawful acquisition, use and disclosure of such information. This thesis critically examines the degree of harmonisation actually achieved under the Directive, the effectiveness of its enforcement mechanisms, and the practical consequences for businesses operating across several jurisdictions. Adopting a doctrinal and comparative method, it analyses the substantive framework of the Directive, its transposition in selected Member States, in particular Germany, France and Italy, and the emerging case law of the Court of Justice of the European Union. It further situates the European regime within the international legal framework shaped by Article 39 of the TRIPS Agreement and compares it with the United States Defend Trade Secrets Act of 2016. The study argues that, although the Directive establishes a solid common foundation, its character as an instrument of minimum harmonisation, combined with divergent national procedural traditions and the unresolved private-international-law treatment of trade secrets, leaves significant gaps in legal certainty for cross-border business. On the eve of the Commission’s first comprehensive evaluation of the Directive, the thesis proposes a series of targeted measures to strengthen harmonisation, enforcement and legal predictability.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Geschäftsgeheimnis-Richtlinie Harmonisierung grenzüberschreitende Durchsetzung Rechtsvergleich Unionsrecht Geistiges Eigentum TRIPS-Übereinkommen Internationales Privatrecht Rom II-Verordnung EuGH-Rechtsprechung Datenwirtschaft Geschäftsgeheimnisse
Schlagwörter
(Englisch)
Trade Secrets Directive Harmonisation Cross-border enforcement Comparative law EU law Intellectual property TRIPS Agreement Private international law Rome II Regulation CJEU case law Data economy Trade secrets
Autor*innen
Vaishnavi Dubey
Haupttitel (Englisch)
Trade secret protection in the European Union
Hauptuntertitel (Englisch)
harmonisation, enforcement, and implications for international businesses
Paralleltitel (Deutsch)
Der Schutz von Geschäftsgeheimnissen in der Europäischen Union
Paralleluntertitel (Deutsch)
Harmonisierung, Durchsetzung und Auswirkungen auf international tätige Unternehmen
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
iv, 49 Seiten
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Siegfried Fina
Klassifikation
86 Recht > 86.70 Internationales Wirtschaftsrecht
AC Nummer
AC18050204
Utheses ID
81806
Studienkennzahl
UA | 999 | 082 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1