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Between solidarity and interdependence
Yugoslav infrastructure diplomacy in Zambia and Nigeria during the Cold War
Nikola Marković
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Internationale Entwicklung
Betreuer*in
Goran Music
DOI
10.25365/thesis.81824
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29520.64882.461392-5
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Diese Masterarbeit untersucht die Zusammenarbeit Jugoslawiens mit Sambia und Nigeria im Rahmen der Bewegung der Blockfreien Staaten während des Kalten Krieges und richtet den Fokus auf die Infrastrukturdiplomatie als zentrales Instrument jugoslawischer Außenpolitik. Analysiert wird, wie Jugoslawien mittels des Unternehmens Energoprojekt die politischen Prinzipien der Blockfreiheit in konkrete wirtschaftliche, technische und institutionelle Kooperation übersetzte. Im Mittelpunkt stehen zwei Joint Ventures – ZECCO in Sambia und NECCO in Nigeria, anhand derer untersucht wird, wie groß angelegte Bauprojekte zu Trägern langfristiger Partnerschaften und zwischenstaatlicher Zusammenarbeit wurden und ob diese Arrangements Formen gegenseitiger, jedoch ungleicher Interdependenz zwischen Jugoslawien und seinen afrikanischen Partnern entwickelten. Die Forschung basiert auf einem qualitativen, vergleichenden Fallstudienansatz und stützt sich hauptsächlich auf Unternehmenspublikationen und offizielle Monografien von Energoprojekt sowie auf Archivmaterialien und finanzielle Daten. Durch den Vergleich der technischen, finanziellen und politischen Dimensionen beider Partnerschaften analysiert die Arbeit, wie Verantwortlichkeiten, Risiken und Vorteile zwischen Jugoslawien und seinen afrikanischen Partnern verteilt wurden. Die Ergebnisse zeigen, dass die Zusammenarbeit nicht auf ein einfaches Modell der Abhängigkeit begrenzt werden kann. Während Sambia und Nigeria eine größere finanzielle Anstrengung trugen und auf jugoslawische technische Expertise angewiesen waren, war auch Jugoslawien von diesen Projekten abhängig, um Fremdwährungen zu sichern, die heimische Industrie zu erhalten und seine internationale Beschäftigung innerhalb der Bewegung der Blockfreien zu wahren. Das Ergebnis war eine Beziehung gegenseitiger, jedoch asymmetrischer Interdependenz. Indem diese Partnerschaften in die breiteren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des späten Kalten Krieges eingeordnet werden, bietet die Arbeit eine differenzierte Bewertung blockfreier Zusammenarbeit sowohl als politisches Projekt als auch als wirtschaftliche Strategie.
Abstract
(Englisch)
This thesis examines Yugoslavia’s cooperation with Zambia and Nigeria within the framework of the Non-Aligned Movement during the Cold War, focusing on the practice of infrastructure diplomacy as a central instrument of foreign policy. It explores how Yugoslavia, through Energoprojekt, translated the political principles of non-alignment into concrete economic, technical, and institutional engagement. The study concentrates on two joint ventures ZECCO in Zambia and NECCO in Nigeria in order to analyze how large-scale construction projects became vehicles of long-term partnership and state-to-state cooperation, and whether these arrangements generated forms of mutual yet uneven interdependence between Yugoslavia and its African partners. The research is based on a qualitative comparative case study approach and relies primarily on Energoprojekt’s corporate publications and official monographs, as well as archival materials and financial data. Through comparing the technical, financial, and political dimensions of the two partnerships, the thesis analyzes how responsibilities, risks, and benefits were distributed between Yugoslavia and its African partners.The findings show that the cooperation cannot be reduced to a simple model of dependency. While Zambia and Nigeria carried a heavier financial burden and relied on Yugoslav technical expertise, Yugoslavia also depended on these projects to secure foreign currency, sustain domestic industries, and maintain its international standing within the Non-Aligned Movement. The result was a relationship of mutual but asymmetrical interdependence. By situating these partnerships within the broader economic constraints of the late Cold War, the thesis offers a grounded assessment of non-aligned cooperation as both a political project and an economic strategy.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Jugoslawien Bewegung der Blockfreien Staaten Infrastrukturdiplomatie Asymmetrische Interdependenz Politische Solidarität Kalter Krieg Süd-Süd Zusammenarbeit
Schlagwörter
(Englisch)
Yugoslavia Non-Aligned Movement Infrastructure Diplomacy Asymmetric Interdependence Political Solidarity Cold War South–South Cooperation
Autor*innen
Nikola Marković
Haupttitel (Englisch)
Between solidarity and interdependence
Hauptuntertitel (Englisch)
Yugoslav infrastructure diplomacy in Zambia and Nigeria during the Cold War
Paralleltitel (Deutsch)
Zwischen Solidarität und Interdependenz
Paralleluntertitel (Deutsch)
jugoslawische Infrastrukturdiplomatie in Sambia und Nigeria während des Kalten Krieges
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
vii, 87 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Goran Music
Klassifikation
70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.00 Sozialwissenschaften allgemein. Allgemeines
AC Nummer
AC18005463
Utheses ID
81809
Studienkennzahl
UA | 066 | 589 | |
