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Inklusive und queere Sprache im deutsch-italienischen Dialogdolmetschen
Herausforderungen und Strategien
Remigio Palomba
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Zentrum für Translationswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Translation Italienisch Deutsch
Betreuer*in
Sonja Pöllabauer
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.81779
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29556.74815.454135-5
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Sprache ist kein rein neutrales Kommunikationsmittel, sondern eine kulturelle Infrastruktur, die aktiv an der Gestaltung sozialer Realitäten, Identitäten und Machtverhältnisse mitwirkt. Vor dem Hinter-grund eines wachsenden Bewusstseins für soziale Gerechtigkeit und die Anerkennung von LGBTQIA+-Identitäten untersucht die vorliegende Masterarbeit die Aushandlung und Umsetzung in-klusiver und queerer Sprache im Rahmen des Dialogdolmetschens zwischen Deutsch und Italienisch. Obwohl dieses Thema in der Translationwissenschaft für schriftliche Texte auf eine gut etablierte Tra-dition zurückblicken kann, stellt es im Bereich der Dolmetschforschung noch ein junges und fragmen-tarisches Forschungsfeld dar. Die Arbeit orientiert sich an drei zentralen Forschungsfragen, die darauf abzielen, herauszufin-den, welche sprachlichen Strategien zur Umsetzung inklusiver und queerer Elemente in einer dialo-gisch gedolmetschten Simulation eingesetzt werden, welche Faktoren diese Umsetzung beeinflussen und welche spezifischen Herausforderungen sich aus der bidirektionalen Sprachrichtung zwischen Deutsch und Italienisch ergeben. Aus methodologischer Sicht verfolgt die Untersuchung einen qualitativen Ansatz. Die empiri-sche Grundlage bildet die Transkription einer simulierten Interaktion, die sich auf Themen wie Gende-ridentität, geschlechtliche Vielfalt und die sprachliche Erfahrung von LGBTQIA+-Personen kon-zentriert. Zur Analyse der Entscheidungen der dolmetschenden Person und der während des Vermitt-lungsprozesses vorgenommenen Wiedergaben wurde das Modell der renditions von Wadensjö ange-wendet. Die Ergebnisse der Analyse zeigen, dass die Wiedergabe von inklusiven und queeren Spra-chelementen keine einfache lexikalische Übertragung ist, sondern ein ständiges Gleichgewicht zwi-schen der Orientierung am Ausgangsbeitrag, der kognitiven Belastung der dolmetschenden Person und den spezifischen Ressourcen der Zielsprache erfordert. Die Arbeit schließt mit einer Erörterung der aus der Analyse hervorgegangenen Ergebnisse und der Grenzen der vorliegenden Untersuchung. Ziel ist es, einen Beitrag zur Schließung einer For-schungslücke im Bereich des queeren Dolmetschens zu leisten und dabei Denkanstöße sowohl für die zukünftige Forschung als auch für die Dolmetschausbildung zu liefern.
Abstract
(Englisch)
Language is not a purely neutral means of communication, but a cultural infrastructure that actively contributes to the construction of social realities, identities and power relations. Against the backdrop of a growing awareness of social justice and the recognition of LGBTQIA+ identities, this master’s thesis examines the negotiation and rendering of inclusive and queer language in dialogue interpreting between German and Italian. Although this topic can look back on a well-established tradition in Translation Studies with regard to written texts, it still represents a young and fragmented field of re-search within Interpreting Studies. The thesis is guided by three central research questions, which aim to identify which linguistic strategies are used to render inclusive and queer elements in a dialogically interpreted simulation, which factors influence this process, and which specific challenges arise from the bidirectional lan-guage direction between German and Italian. From a methodological perspective, the study adopts a qualitative approach. The empirical ba-sis is the transcription of a simulated interaction focusing on topics such as gender identity, gender di-versity and the linguistic experiences of LGBTQIA+ people. Wadensjö’s model of renditions was ap-plied to analyse the decisions made by the interpreting person and the renderings produced during the mediation process. The results of the analysis show that the rendering of inclusive and queer language elements is not a simple lexical transfer, but requires a constant balance between orientation towards the source contribution, the cognitive load of the interpreting person and the specific resources of the target language. The thesis concludes with a discussion of the results that emerged from the analysis and of the limitations of the present study. Its aim is to contribute to closing a research gap in the field of queer interpreting and to provide impulses for both future research and interpreter training.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Dialogdolmetschen inklusive Sprache queere Sprache Italienisch Deutsch
Autor*innen
Remigio Palomba
Haupttitel (Deutsch)
Inklusive und queere Sprache im deutsch-italienischen Dialogdolmetschen
Hauptuntertitel (Deutsch)
Herausforderungen und Strategien
Paralleltitel (Englisch)
Inclusive and queer language in German-Italian dialogue interpreting
Paralleluntertitel (Englisch)
challenges and strategies
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
152 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Sonja Pöllabauer
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.45 Übersetzungswissenschaft
AC Nummer
AC17986275
Utheses ID
81816
Studienkennzahl
UA | 070 | 348 | 331 |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1