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Beyond artificial avoidance
the limits of BEPS action 7 and the agency permanent establishment rule under article 5 OECD in the digital economy
Chiara Cateni Innocenti
Art der Arbeit
Master-Thesis (ULG)
Universität
Universität Wien
Fakultät
Postgraduate Center
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
außerordentliches Masterstudium Europäisches und Internationales Wirtschaftsrecht [Vollzeit Englisch]
Betreuer*in
Dimitar Hristov
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.81738
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-31293.65291.672768-9
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Diese Arbeit befasst sich mit der Frage, ob die durch BEPS Action 7 reformierte Vertreterbetriebsstättenregel die künstliche Umgehung des Betriebsstättenstatus bei digitalen und plattformbasierten Geschäftsmodellen wirksam verhindert, oder ob die digitale Wirtschaft einen ergänzenden Anknüpfungsstandard jenseits von Article 5 des OECD-Musterabkommens erfordert. Die Untersuchung folgt einem rechtsdogmatischen Forschungsansatz, ergänzt durch eine begrenzte rechtsvergleichende Analyse zwischen dem OECD- und dem UN-Musterabkommen, wobei der rechtliche Rahmen für die Besteuerung grenzüberschreitender Unternehmensgewinne anhand von Abkommensbestimmungen, dem OECD-Kommentar, der Rechtsprechung und der Fachliteratur untersucht wird, um aufzuzeigen, wie die Betriebsstättenschwelle im Verhältnis zu digitalisierter Geschäftstätigkeit funktioniert. Die Ergebnisse dieser Untersuchung zeigen, dass der reformierte „principal role"-Test sowie die eingeschränkte Ausnahme für unabhängige Vertreter zwar gegen herkömmliche Kommissionärsstrukturen wirken, wie sie in den Fällen Zimmer und Philip Morris bestätigt wurden, dabei jedoch die grundlegende Architektur der Vertreterregel unangetastet lassen: Die Vertreterbetriebsstätte setzt nach wie vor eine identifizierbare Person voraus, die im Quellenstaat handelt und deren Verhalten die unmittelbare Ursache für den Abschluss von Verträgen bildet. Infolgedessen gelingt es ihr nur schwer, die wirtschaftliche Präsenz hochgradig digitalisierter und plattformbasierter Unternehmen zu erfassen, deren Geschäftstätigkeit über automatisierte Systeme, Algorithmen, Datennutzung und Nutzerbeteiligung statt über abhängige Vertreter ausgeübt wird. Besondere Aufmerksamkeit gilt den alternativen Antworten auf diese Lücke, namentlich den Vorschlägen zur signifikanten wirtschaftlichen und digitalen Präsenz sowie Article 12B des UN-Musterabkommens über automatisierte digitale Dienstleistungen, von denen sich zeigt, dass sie neben Article 5 wirken, anstatt ihn zu reparieren, was bestätigt, dass es sich um ein Problem der Anknüpfung (Nexus) und nicht der Vertretung handelt. Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass BEPS Action 7 zwar eine wichtige Verbesserung bei der Bekämpfung der künstlichen Umgehung des Betriebsstättenstatus darstellt, die umfassenderen Anknüpfungsprobleme der digitalen Wirtschaft jedoch nicht vollständig löst. Folglich erscheint ein ergänzender Anknüpfungsstandard auf der Grundlage einer signifikanten wirtschaftlichen oder digitalen Präsenz erforderlich, um eine kohärentere Zuteilung der Besteuerungsrechte zu gewährleisten und die Besteuerung besser an der Wertschöpfung in der modernen digitalisierten Wirtschaft auszurichten.
Abstract
(Englisch)
This thesis focuses on analysing whether the revised agency permanent establishment rule introduced by BEPS Action 7 effectively prevents the artificial avoidance of permanent establishment status in digital and platform-based business models, or whether the digital economy requires a complementary nexus standard beyond Article 5 of the OECD Model Tax Convention. The study uses a doctrinal legal research approach, supplemented by a limited comparative analysis between the OECD and UN Model Conventions, where the legal framework governing the taxation of cross-border business profits is examined through treaty provisions, OECD Commentary, case law, and academic literature to establish how the permanent establishment threshold operates in relation to digitalized business activity. The findings of this research indicate that, while the revised principal-role test and the narrowed independent-agent exception succeed against traditional commissionaire arrangements such as those upheld in Zimmer and Philip Morris, they leave the underlying architecture of the agency rule intact: the agency permanent establishment still presupposes an identifiable person, acting in the source state, whose conduct is the proximate cause of the conclusion of contracts. As a result, it struggles to capture the economic presence of highly digitalised and platform-based enterprises whose business activities are conducted through automated systems, algorithms, data exploitation, and user participation rather than through dependent agents. Special emphasis is placed on the alternative responses to this gap, namely the significant economic and digital presence proposals and the UN Model's Article 12B on automated digital services, which are shown to operate alongside Article 5 rather than repairing it, thereby confirming that the difficulty is one of nexus rather than agency. The thesis concludes that while BEPS Action 7 constitutes an important improvement in combating the artificial avoidance of PE status, it does not fully resolve the broader nexus challenges created by the digital economy. Consequently, a complementary nexus standard based on significant economic or digital presence appears necessary to ensure a more coherent allocation of taxing rights and to better align taxation with value creation in the modern digitalised economy.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Betriebsstätte BEPS Action 7 Artikel 5 OECD-Musterabkommen Vertreterbetriebsstätte Kommissionärsstrukturen Automatisierte digitale Dienstleistungen
Schlagwörter
(Englisch)
Permanent establishment BEPS Action 7 Agency permanent establishment Digital economy taxation Article 5 OECD Model
Autor*innen
Chiara Cateni Innocenti
Haupttitel (Englisch)
Beyond artificial avoidance
Hauptuntertitel (Englisch)
the limits of BEPS action 7 and the agency permanent establishment rule under article 5 OECD in the digital economy
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
VI, 69 Seiten
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Dimitar Hristov
Klassifikation
86 Recht > 86.70 Internationales Wirtschaftsrecht
AC Nummer
AC17973514
Utheses ID
81858
Studienkennzahl
UA | 999 | 082 | |
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