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Umgang mit nicht-binären Geschlechtsidentitäten in der Synchronisation
Analyse der deutschen Synchronfassung der Serie "Billions"
Meike Selradl
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Zentrum für Translationswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Translation Deutsch Englisch
Betreuer*in
Klaus Kaindl
DOI
10.25365/thesis.81772
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-13184.76930.751335-9
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Übersetzungen können dazu beitragen, die LGBTQIA+-Community in ihrer Sichtbarkeit zu unterstützen und gegen deren Diskriminierung zu helfen. Da genderqueere Menschen insbesondere in Medien noch sehr unterrepräsentiert sind und vielen Menschen nicht-binäre Sprache nicht bekannt ist, wurde für die vorliegende Arbeit folgende Forschungsfrage formuliert: Wie wird in der deutschen Synchronisation mit nicht-binären Geschlechtsidentitäten umgegangen? Um diese Frage zu beantworten, wird die amerikanische Drama-Serie „Billions“, in der in den Staffeln 2 bis 7 eine nicht-binäre Figur auftritt, übersetzungskritisch analysiert. Im Gegensatz zum Forschungsmaterial bisheriger Forschungen hat dieses Material keinen queeren Fokus. Die Übersetzungskritik stützt sich auf Démonts (2018) Unterteilungskategorien zur Übersetzung queerer literarischer Texte, und die Queer-Theorie und die queeren Forschungen der Übersetzungswissenschaft bilden die Grundlage für die Analyse. Die bisherigen Forschungen zur Übersetzung queerer audiovisueller Medien und zur Übersetzung von genderqueeren Figuren zeigen, dass oftmals queere Elemente ausgelöscht oder abgeschwächt werden. Besonders bei der Übersetzung genderqueerer Figuren zeigt sich, dass die nicht-binären Figuren misgendert wurden und dass das „singular they“ häufig mit dem Plural übersetzt wurde. Die Ergebnisse dieser Masterarbeit spiegeln dies wider. Die nicht-binäre Figur wurde fast durchgehend misgendert, da hauptsächlich der Plural verwendet wurde. An einigen Stellen wurden auch binäre Geschlechter zugewiesen, wodurch ein inkonsistenter Umgang deutlich wird. So zeigt diese Analyse, dass weiterhin mehr Sensibilisierung und Aufmerksamkeit für die Übersetzung genderqueerer Figuren nötig ist und dass dies bereits in der Ausbildung vermittelt werden sollte.
Abstract
(Englisch)
Genderqueer people are still insufficiently represented in media, and many people are still unfamiliar with non-binary language. Translations can contribute to the visibility of the LGBTQIA+ community and help reduce discrimination. Therefore, this master’s thesis examines how translators handle non-binary characters in the German dubbing. To answer this question, the German dubbing of the American drama series "Billions", which features a non-binary character across seasons 2 to 7, will be analyzed. Unlike most materials of previous studies, the material for this thesis is not queer-centered. This translation critique draws on Démonts (2018) three modes of translating queer literary texts and is grounded in Queer Theory and Queer Translation Studies. Previous studies of queer audiovisual translations and translations of genderqueer characters show that queer elements are often eliminated or reduced. Especially the translations of genderqueer characters display misgendering of the non-binary characters and the translation of the singular they with plural forms. This analysis reveals similar results. Due to the predominant use of the plural, the non-binary character was almost exclusively misgendered. Some examples also show that a binary gender was assigned, leading to inconsistencies in the German dubbing. The findings of this analysis highlight the need for greater awareness of and an increased attention for genderqueer characters and the importance for this to be integrated into translator training.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Synchronisation Audiovisuelle Übersetzung LGBTQIA+ Nicht-binär Billions Queere Übersetzung Geschlechtsidentität Genderqueer Queerness
Schlagwörter
(Englisch)
Dubbing Audiovisual Translation LGBTQIA+ Non-binary Billions Queer Translation Gender Identity Genderqueer Queerness AVT
Autor*innen
Meike Selradl
Haupttitel (Deutsch)
Umgang mit nicht-binären Geschlechtsidentitäten in der Synchronisation
Hauptuntertitel (Deutsch)
Analyse der deutschen Synchronfassung der Serie "Billions"
Paralleltitel (Englisch)
The dubbing of non-binary charachters
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
124 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Klaus Kaindl
Klassifikationen
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.45 Übersetzungswissenschaft ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.95 Literarische Übersetzung
AC Nummer
AC17977268
Utheses ID
81905
Studienkennzahl
UA | 070 | 331 | 342 |
