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The rules of art
an analysis of the subsidised theatre in London (1956 - 1976, based on Pierre Bourdieu's concept of the artistic field
Michael Csar
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Michael Gissenwehrer
DOI
10.25365/thesis.9087
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29945.20074.937463-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit behandelt, ausgehend von Pierre Bourdieus Modell vom literarischen Feld, die strukturellen und künstlerischen Entwicklungen in der Londoner Theaterlandschaft zwischen 1956 und 1976. Die Analyse konzentriert sich auf die Entstehung der drei großen subventionierten Theaterkompanien (des Royal Court, der Royal Shakespeare Company und des National Theatre) und auf einige ausgewählte Figuren und deren Position im künstlerischen Feld (z.B. George Devine, Peter Hall, Laurence Olivier und Kenneth Tynan).
Die Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts stellt im Londoner Theater eine Periode großer Vielfalt und Expansion dar: die Förderung junger Dramatiker und neuer Produktions- und Präsentationsformen führte zu einer regelrechten Renaissance im englischen Theater, die oft als Golden Generation bezeichnet wird. Der Kampf gegen die Zensur durch den Lord Chamberlain wurde gewonnen und mit der Gründung des Arts Council of Great Britain standen dem Theaterbetrieb zum ersten Mal in der Geschichte des Landes staatliche Subventionen zur Verfügung. In Folge davon entwickelte sich in den Sechzigerjahren ein komplett neuer Produktionszweig – der der großen staatlich subventionierten Theater – zwischen den Polen der kommerziellen und autonomen Produktion. Immer wieder scheinen die Entwicklungen und Innovationen dieser Zeit auf einen kleinen, zentralen Kreis von Handlungsträgern zurückzuführen. Eine wichtige Rolle spielen nicht nur Dramatiker sondern ebenso produzierende und vermittelnde Instanzen wie Regisseure, Intendanten und Kritiker, auf die diese Arbeit ihren Schwerpunkt legt.
Bourdieu suggeriert die Geschichte eines Kunstwerks oder die einer ganzen Kunstsparte durch die Relationen und Kämpfe zu erklären, die im künstlerischen Feld zwischen verschiedenen Positionen existieren bzw. stattfinden. Er basiert sein Modell auf den Begrifflichkeiten Feld, Habitus und Kapital, definiert für jeden Handlungsträger ein Feld der möglichen Handlungen (abhängig von der Position im Feld und dem Besitz von spezifischem Kapital) und konzentriert sich in seiner Analyse auf Prozesse der Autonomisierung, Legitimation und Hierarchisierung. Ein ähnlich orientierter Analyseansatz liegt dieser Arbeit zu Grunde. Das Londoner Theater der Fünfziger- und Sechzigerjahre war geprägt von einem anwachsenden Kampf zwischen zwei unterschiedlichen Modi der Theaterproduktion: dem des West End, angeführt von kommerziell orientierten Managern, und dem der staatlich subventionierten Repertoirehäuser mit permanenten Schauspielerensembles.
Bourdieu’s Feld- und Habitusbegriff, sowie seine Überzeugung, dass jedes künstlerische Feld seiner eigenen autonomen (und beschreibbaren) Logik und Dynamik folgt, die auf dem ständigen Kampf zwischen Orthodoxie und Häresie beruht, bieten die Möglichkeit zu einer neuen Betrachtungsweise der Entwicklungen in der Londoner Theaterszene nach dem zweiten Weltkrieg.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
Bourdieu Habitus Field London Theatre Theater subsidised subsidized Royal Shakespeare Company National Theatre Royal Court English Stage Company Peter Hall Kenneth Tynan George Devine Laurence Olivier New Wave Osborne Angry Young Men Look Back in Anger
Schlagwörter
(Deutsch)
Bourdieu London England subventioniertes Theater Feld Habitus Royal Shakespeare Company Royal Court English Stage Company National Theatre Peter Hall Kenneth Tynan George Devine Laurence Olivier John Osborne Look Back in Anger
Autor*innen
Michael Csar
Haupttitel (Englisch)
The rules of art
Hauptuntertitel (Englisch)
an analysis of the subsidised theatre in London (1956 - 1976, based on Pierre Bourdieu's concept of the artistic field
Paralleltitel (Deutsch)
Die Regeln der Kunst ; eine Analyse des subventionierten Theaters in London (1956-1976) basierend auf Pierre Bourdieus Theorie vom literarischen Feld
Publikationsjahr
2010
Umfangsangabe
158 S. : Ill.
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Michael Gissenwehrer
Klassifikationen
10 Geisteswissenschaften allgemein > 10.03 Methoden und Techniken der geisteswissenschaftlichen Forschung ,
10 Geisteswissenschaften allgemein > 10.04 Ausbildung, Beruf, Organisationen ,
24 Theater > 24.00 Theater, Film, Musik: Allgemeines ,
24 Theater > 24.01 Darstellende Künstler ,
24 Theater > 24.04 Ausbildung, Beruf, Organisationen ,
24 Theater > 24.06 Theatergeschichte ,
24 Theater > 24.08 Theatersoziologie, Theaterpsychologie ,
24 Theater > 24.12 Regie, Dramaturgie ,
24 Theater > 24.29 Theater: Sonstiges
AC Nummer
AC08095047
Utheses ID
8191
Studienkennzahl
UA | 317 | | |
