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Gender und Queernes in der Audiodeskription
die Darstellung queerer Figuren in der Audiodeskription am Beispiel der Netflix-Serie Heartstopper
Carolin Gstrein
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Zentrum für Translationswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Translation Deutsch Englisch
Betreuer*in
Klaus Kaindl
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.82009
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-14012.80084.486070-7
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Audiodeskriptionen (AD) sollen blinden und sehbehinderten Menschen durch akustische Beschreibungen den Zugang zu audiovisuellen Medien ermöglichen, damit sie an der Gesellschaft teilhaben können. Während das Angebot an ADs und folglich auch die Forschung daran in den letzten Jahren zugenommen hat, setzt sie sich bislang nur kaum mit queeren Aspekten auseinander. Diese Arbeit beschäftige sich mit der Frage, wie queere Figuren in der AD der britischen Netflix-Serie Heartstopper (2022-2024) dargestellt werden, um festzustellen wie die AD für mehr Repräsentation sorgen und somit der Heteronormativität sowie einer binären Geschlechterordnung entgegenwirken kann. Den theoretischen Rahmen für die Auseinandersetzung liefern die multimodale Übersetzungstheorie, die für ein intermodales Übersetzungsverfahren wie die AD wesentlich ist, und die queere Übersetzungswissenschaft, die betont, dass Übersetzungen zur Akzeptanz von nicht-normativen Identitäten beitragen können. Für die qualitative Übersetzungskritik wurden Vercauterens (2016) narratologisches Modell für die Figurenbeschreibung und Démonts (2017) Methoden zur Übersetzung queerer Texte herangezogen. Die Übersetzungskritik hat gezeigt, dass während Aspekte der Sexualität weitgehend respektiert wurden, sie unter den Einschränkungen der AD, wie dem Objektivitätsgebot, dem Platzmangel und der geringeren Ambiguität der Sprache, litten. Nicht-normative Geschlechtsidentitäten wurden hingegen in der AD unsichtbar gemacht. Dies veranschaulicht die Relevanz einer Sensibilität für queere Inhalte und von konkreten Empfehlungen, auf die sich Deskriptor:innen stützen können.
Abstract
(Englisch)
Audio description (AD) aims to make audiovisual media accessible for blind and visually impaired audiences by verbally describing the visual, allowing them to participate in society. With ADs becoming more readily available, research in this field has also increased. However, queer aspects have so far been widely neglected. This master’s thesis examines the portrayal of queer characters in the German AD of the British Netflix-series Heartstopper (2002-2024) to determine how AD can contribute to more representation and thereby contest heteronormativity and the gender binary. It draws upon a multimodal conception of translation, which is essential for an intermodal translation such as AD. A second framework is provided by queer translation studies and their view of translation as a tool of power that can contribute to making non-normative identities accepted in society. In order to conduct a qualitative translation critique, it employs Vercauteren’s (2016) narratological model for audio describing characters and Démont’s (2017) modes of translating queer texts. Overall, the results of the analysis show that aspects of sexuality were largely respected. However, they suffered from the constrains of the AD – the requirement for objectivity, limited time, and the more explicit nature of language compared to images. Non-normative gender identities, on the other hand, were rendered entirely invisible. This demonstrates the importance of an awareness for queerness in AD and a need for guidelines audio descriptors can rely on.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Audiodeskription Geschlecht Queerness Barrierefreiheit
Schlagwörter
(Englisch)
Audio description Gender Queerness Accessibility
Autor*innen
Carolin Gstrein
Haupttitel (Deutsch)
Gender und Queernes in der Audiodeskription
Hauptuntertitel (Deutsch)
die Darstellung queerer Figuren in der Audiodeskription am Beispiel der Netflix-Serie Heartstopper
Paralleltitel (Englisch)
Gender and queerness in audio description
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
iii, 123 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Klaus Kaindl
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.45 Übersetzungswissenschaft
AC Nummer
AC18040009
Utheses ID
81918
Studienkennzahl
UA | 070 | 331 | 342 |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1