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Die Terminologie der Strafprozessordnung
eine Äquivalenzanalyse der Rechtstermini in Österreich und Deutschland bezogen auf die Rechte und Pflichten von Beschuldigten
Melly Deger
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Zentrum für Translationswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Translation Deutsch Italienisch
Betreuer*in
Dagmar Gromann
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.81823
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-14084.80809.350876-4
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Diese Masterarbeit untersucht die terminologischen Unterschiede zwischen der österreichischen und der bundesdeutschen Strafprozessordnung im Bereich der Rechte und Pflichten von Beschuldigten. Ausgangspunkt bildet die Annahme, dass trotz gemeinsamer Sprache aufgrund unterschiedlicher Rechtssysteme keine vollständige terminologische Deckung zu erwarten ist. Auf Grundlage der Terminologielehre sowie der Varietätenlinguistik wird Deutsch als plurizentrische Sprache konzeptualisiert. Besonderes Augenmerk liegt auf dem Konzept der Äquivalenz, das zwischen vollständiger, partieller, funktionaler und fehlender Äquivalenz differenziert. Als methodisches Fundament dient der Ansatz von Muhr (2018), der eine systematische Klassifikation rechtsterminologischer Unterschiede ermöglicht. Für die empirische Analyse wurden 50 relevante Termini aus der deutschen und der österreichischen Strafprozessordnung manuell extrahiert und in einer Terminologiedatenbank erfasst. Die Begriffe wurden definiert, einander gegenübergestellt und anhand ihrer begrifflichen Merkmale sowie ihrer funktionalen Einbettung in die jeweiligen Rechtssysteme analysiert. Die Ergebnisse zeigen, dass Teilsynonyme mit 62 % den größten Anteil bilden, während Synonyme 26 % und funktionale Äquivalenzen 8 % ausmachen. Fälle von falschen Freunden und Nulläquivalenzen sind hingegen selten. Die Analyse verdeutlicht, dass trotz gemeinsamer Sprache signifikante terminologische Unterschiede bestehen, die auf divergierende rechtssystematische Strukturen zurückzuführen sind. Die Arbeit zeigt, dass eine rein lexikalische Betrachtung für die Äquivalenzbestimmung nicht ausreicht und eine systematische, begriffsorientierte Analyse erforderlich ist. Damit leistet sie einen Beitrag zur terminologischen Forschung im Bereich der intralingualen Rechtsvariation sowie zur Praxis der Rechtsübersetzung im deutschsprachigen Raum.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Äquivalenzanalyse Rechtssprache Plurizentrik Sprachvarietäten
Autor*innen
Melly Deger
Haupttitel (Deutsch)
Die Terminologie der Strafprozessordnung
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine Äquivalenzanalyse der Rechtstermini in Österreich und Deutschland bezogen auf die Rechte und Pflichten von Beschuldigten
Paralleltitel (Englisch)
Terminology in the code of criminal procedure
Paralleluntertitel (Englisch)
an equivalence analysis of legal terms in Austria and Germany with regard to the rights and obligations of accused persons
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
88 ungezählte Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Dagmar Gromann
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.45 Übersetzungswissenschaft
AC Nummer
AC18005442
Utheses ID
81920
Studienkennzahl
UA | 070 | 331 | 348 |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1