Detailansicht

Die Besteuerung von Staking-Erträgen aus Kryptowährungen im Rechtsvergleich zwischen Österreich und Deutschland unter Berücksichtigung des europäischen Rechtsrahmens
Malik Kalaba
Art der Arbeit
Master-Thesis (ULG)
Universität
Universität Wien
Fakultät
Postgraduate Center
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
außerordentliches Masterstudium Europäisches und Internationales Wirtschaftsrecht (LL.M.) [Berufsbegleitend Deutsch]
Betreuer*in
Thomas Ratka
Volltext in Browser öffnen
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.81851
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-14093.77457.796062-5
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Staking-Erträge aus Kryptowährungen stellen das Ertragsteuerrecht vor neue Zuordnungs- und Bewertungsfragen, die in Österreich und Deutschland unterschiedlich beantwortet werden. Die vorliegende Arbeit untersucht im Rechtsvergleich, wie beide Rechtsordnungen Staking-Rewards ertragsteuerlich behandeln, welches Modell im Hinblick auf Rechtssicherheit, Systemkohärenz und Standortwettbewerb überzeugt und welchen Einfluss der europäische Rechtsrahmen auf eine künftige Harmonisierung nimmt. Methodisch folgt die Untersuchung dem funktionalen Rechtsvergleich. Tertium comparationis ist die ertragsteuerliche Behandlung von Staking-Erträgen. Die Untersuchung bestätigt das österreichische Modell als das überzeugendere. Durch die gesetzliche Verankerung in § 27b EStG 1988, den besonderen Steuersatz von 27,5% und die Besteuerung erst bei Veräußerung gewährleistet es ein höheres Maß an Rechtssicherheit und Planbarkeit als das deutsche Modell, das wesentlich auf dem BMF-Schreiben vom 06.03.2025 ohne Gesetzesrang beruht und Staking-Rewards bereits beim Zufluss erfasst. Die deutsche Zuordnung zu drei Einkunftsarten (§§ 15, 22 Nr. 3, 23 EStG) erzeugt Abgrenzungsprobleme, die das einheitliche österreichische Konzept der Einkünfte aus Kapitalvermögen vermeidet. Ein Belastungsvergleich anhand eines Staking-Ertrags von 1 ETH veranschaulicht insbesondere den Liquiditäts- und Stundungsvorteil des österreichischen Veräußerungsprinzips. Auf Unionsebene entfaltet die seit 01.01.2026 anwendbare DAC8-Richtlinie trotz ihres formal auf Steuertransparenz beschränkten Regelungsgehalts mittelbar Harmonisierungsdruck. Der MiCAR-Begriff des „Kryptowerts“ bietet sich als einheitlicher Definitionsanker auch für das Steuerrecht an. Die Arbeit empfiehlt für Deutschland eine gesetzliche Verankerung nach österreichischem Vorbild und schließt mit einem Ausblick auf das OECD-CARF und künftige Entwicklungen.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Kryptowährung Staking-Erträge Österreich Deutschland
Autor*innen
Malik Kalaba
Haupttitel (Deutsch)
Die Besteuerung von Staking-Erträgen aus Kryptowährungen im Rechtsvergleich zwischen Österreich und Deutschland unter Berücksichtigung des europäischen Rechtsrahmens
Paralleltitel (Englisch)
The taxation of staking rewards from cryptocurrencies
Paralleluntertitel (Englisch)
a comparative legal analysis between Austria and Germany with regard to the European legal framework
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
V, 81 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Thomas Ratka
Klassifikation
86 Recht > 86.73 Steuerrecht
AC Nummer
AC18008720
Utheses ID
81924
Studienkennzahl
UA | 999 | 082 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1