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Dolmetschen ist Vertrauenssache
eine Untersuchung des Vertrauensphänomens im Setting Gerichts- und Behördendolmetschen
Aleksandra Petrovic
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Zentrum für Translationswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Translation Bosnisch/Kroatisch/Serbisch Deutsch
Betreuer*in
Mira Kadric-Scheiber
DOI
10.25365/thesis.81891
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-14138.76839.526062-4
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Masterarbeit mit dem Titel „Dolmetschen ist Vertrauenssache. Eine Untersuchung des Vertrauensphänomens im Setting Gerichts- und Behördendolmetschen“ untersucht die Bedeutung von Vertrauen im Dialogdolmetschen. Im Mittelpunkt stehen Faktoren der Vertrauensbildung sowie die Rolle von Neutralität, (Un)parteilichkeit, Multiparteilichkeit und Professionalität in Bezug auf Vertrauen. Der theoretische Teil der Arbeit befasst sich mit der dolmetschwissenschaftlichen Perspektive auf das Vertrauensphänomen (Tipton 2015; Edwards 2005, 2006; Kadrić 2009, 2019). Dabei werden verschiedene Vertrauenskonzepte sowie berufsethische Prinzipien und institutionelle Rahmenbedingungen des Dialogdolmetschens dargestellt. Um die Forschungsfragen zu beantworten, wurde eine qualitative Untersuchung durchgeführt. Für die Untersuchung wurden Interviews mit acht professionellen Dolmetscher*innen aus dem Bereich des Gerichts- und Behördendolmetschens geführt. Die Auswertung erfolgte mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring. Die Ergebnisse zeigen, dass Vertrauen sowohl auf interpersoneller als auch auf systemischer Ebene entsteht. Neben fachlicher Kompetenz und Berufserfahrung tragen insbesondere Professionalität, Transparenz, Verlässlichkeit, Verschwiegenheit sowie die Einhaltung berufsethischer Grundsätze zur Vertrauensbildung bei. Gleichzeitig wird deutlich, dass Vertrauen unter bestimmten Bedingungen an seine Grenzen stoßen kann, etwa bei asymmetrischen Machtverhältnissen oder beim Einsatz nicht professioneller Dolmetscher*innen. Die Untersuchung verdeutlicht, dass Dolmetschen tatsächlich Vertrauenssache ist. Vertrauen stellt eine zentrale Voraussetzung für die Ausübung der Dolmetschtätigkeit dar und ist sowohl für das Vertrauen in Dolmetscher*innen als auch in Institutionen, in denen Dolmetscher*innen tätig sind, von wesentlicher Bedeutung.
Abstract
(Englisch)
This master’s thesis, entitled „Interpreting Is a Matter of Trust: An Investigation of the Phenomenon of Trust in the Context of Court and Legal Interpreting “, examines the significance of trust in dialogue interpreting. The thesis focuses on factors influencing trust-building as well as the role of neutrality, (im)partiality, multipartiality, and professionalism. The theoretical part of the thesis approaches the phenomenon of trust from the perspective of Interpreting Studies (Tipton 2015; Edwards 2005, 2006; Kadrić 2009, 2019). It presents various concepts of trust, as well as professional ethical principles and institutional framework conditions relevant to dialogue interpreting. To answer the research questions, a qualitative study was conducted. The empirical data consists of interviews with eight professional interpreters working in the field of court and public service interpreting (especially legal interpreting). The data were analyzed using Mayring’s qualitative content analysis. The finding show that trust is established on both an interpersonal and a systemic level. In addition to professional competence and work experience, professionalism, transparency, reliability, confidentiality, and adherence to professional ethical principles contribute significantly to the development of trust. At the same time, the study demonstrates that trust reach its limits under certain conditions, such as asymmetrical power relations or the use of non-professional interpreters. The study highlights that interpreting is indeed a matter of trust. Trust represents a fundamental prerequisite for the practice of interpreting and is essential both for trust in interpreters and for trust in the institutions in which they operate.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Vetrauen Vertrauensbildung Dialogdolmetschen Gerichts- und Behördendolmetschen Multiparteilichkeit Neutralität Professionalität
Schlagwörter
(Englisch)
Trust Dialogue Interpreting Court and Legal Interpreting Multipartiality Neutrality Professionalism
Autor*innen
Aleksandra Petrovic
Haupttitel (Deutsch)
Dolmetschen ist Vertrauenssache
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine Untersuchung des Vertrauensphänomens im Setting Gerichts- und Behördendolmetschen
Paralleltitel (Englisch)
Interpreting is a matter of trust
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
96, 56, 2 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Mira Kadric-Scheiber
Klassifikation
05 Kommunikationswissenschaft > 05.99 Kommunikationswissenschaft. Sonstiges
AC Nummer
AC18017222
Utheses ID
81940
Studienkennzahl
UA | 070 | 363 | 331 |
