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Ein diachroner Vergleich des populistischen Sprachgebrauchs bei Werner Kogler zwischen Opposition und Regierungsbeteiligung
Eva Popp
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Lehramt Sek (AB) Unterrichtsfach Deutsch Unterrichtsfach Französisch
Betreuer*in
Peter Ernst
DOI
10.25365/thesis.81848
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-15812.82242.525447-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Masterarbeit untersucht den populistischen Sprachgebrauch des österreichischen Politikers Werner Kogler und vergleicht dessen Ausprägung in der Oppositionsphase vor der Nationalratswahl 2019 mit jener während der anschließenden Regierungsbeteiligung. Im Mittelpunkt steht die Frage, inwiefern sich populistische Sprachmuster in Abhängigkeit von unterschiedlichen politischen Rollen verändern. Grundlage der Analyse bildet ein Korpus ausgewählter öffentlicher Redebeiträge aus den Jahren 2019, 2020 und 2024. Berücksichtigt werden sowohl monologische Formate (Wahlkampfreden und Regierungserklärung) als auch dialogische Formate (Pressestunden und Elefantenrunden). Die Untersuchung erfolgt in zwei Schritten: Zunächst werden die Beiträge mithilfe einer pragmatisch-semantischen Analyse hinsichtlich wiederkehrender Themen, Leitbegriffe und sprachlicher Auffälligkeiten untersucht. Anschließend werden die identifizierten Muster anhand der sprachkritischen Maximen nach Reisigl funktional eingeordnet. Die Ergebnisse zeigen, dass sich populistische Sprachmuster in beiden Untersuchungszeiträumen nachweisen lassen, sich jedoch in ihrer Ausprägung und Funktion unterscheiden. Während die Oppositionsphase stärker von mobilisierender Rhetorik, kollektiven Selbstpositionierungen und visionären Zukunftsentwürfen geprägt ist, rücken in der Regierungsphase Problemlösungen, politische Verantwortung und die Bewältigung aktueller Krisen in den Vordergrund. Gleichzeitig bleiben zentrale sprachliche Strategien, insbesondere im Bereich des Klima- und Umweltschutzes, über beide Phasen hinweg bestehen. Die Arbeit leistet damit einen Beitrag zur Erforschung linkspopulistischer Sprache und zeigt, dass sich populistischer Sprachgebrauch mit veränderten politischen Rollen wandeln kann, ohne seine grundlegenden kommunikativen Muster vollständig aufzugeben.
Abstract
(Englisch)
This thesis examines the use of populist language by Austrian politician Werner Kogler and compares its characteristics during his time in opposition prior to the 2019 Austrian parliamentary election with those during his subsequent participation in government. It investigates how patterns of populist language change in relation to different political roles. The analysis is based on a corpus of selected public speeches delivered in 2019, 2020, and 2024. The corpus comprises both monologic formats (campaign speeches and the government declaration) and dialogic formats (televised political interviews and election debates). The analysis proceeds in two stages. First, a pragmatic-semantic analysis identifies recurring themes, key concepts, and salient linguistic features. Second, the identified patterns are examined through a functional analysis based on Reisigl's critical-linguistic maxims. The findings show that populist language patterns can be identified in both periods under investigation, although they differ in their form and function. While Kogler's rhetoric in opposition is characterised by mobilising appeals, collective self-positioning, and visionary depictions of the future, his language in government places greater emphasis on problem-solving, political responsibility, and the management of contemporary crises. At the same time, key linguistic strategies—particularly in relation to climate and environmental policy—remain consistent across both periods. The thesis contributes to research on left-wing populist language by demonstrating that the use of populist language can change in response to different political roles without fundamentally altering its underlying communicative patterns.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Werner Kogler Populistischer Sprachgebrauch Populistische Sprache Linkspopulismus Politische Kommunikation Sprachanalyse Politolinguistik
Schlagwörter
(Englisch)
populist language left-wing populism political communication
Autor*innen
Eva Popp
Haupttitel (Deutsch)
Ein diachroner Vergleich des populistischen Sprachgebrauchs bei Werner Kogler zwischen Opposition und Regierungsbeteiligung
Paralleltitel (Englisch)
A diachronic comparison of Werner Kogler's use of populist language in opposition and in government
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
215 Seiten in verschiedenen Seitenzählungen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Peter Ernst
Klassifikationen
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.40 Angewandte Sprachwissenschaft. Allgemeines ,
89 Politologie > 89.56 Politische Kommunikation
AC Nummer
AC18007771
Utheses ID
82001
Studienkennzahl
UA | 199 | 506 | 509 | 02
