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Supervisory enforcement and institutional liability of EU credit institutions in the field of AML and sanctions compliance
Nikolina Duragic
Art der Arbeit
Master-Thesis (ULG)
Universität
Universität Wien
Fakultät
Postgraduate Center
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
außerordentliches Masterstudium Europäisches und Internationales Wirtschaftsrecht (LL.M.) [Berufsbegleitend Englisch]
Betreuer*in
Siegfried Fina
DOI
10.25365/thesis.81884
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-15830.79718.610783-7
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Diese Masterarbeit untersucht die Wirksamkeit des Rechtsrahmens der Europäischen Union für die aufsichtsrechtliche Durchsetzung und die institutionelle Haftung von Kreditinstituten im Bereich der Geldwäschebekämpfung (AML) und der Einhaltung von EU-Sanktionen. Im Mittelpunkt der Analyse stehen das Verhältnis zwischen der Harmonisierung auf EU-Ebene und der nationalen Umsetzung sowie die Rolle der Aufsichtsbehörden bei der Gewährleistung einer einheitlichen Durchsetzung regulatorischer Verpflichtungen. Die Arbeit analysiert den unionsrechtlichen Rahmen zur Bekämpfung von Geldwäsche sowie den Sanktionsrahmen der Europäischen Union, die Kreditinstituten auferlegten Verpflichtungen und die institutionelle Struktur der Aufsicht. Besonderes Augenmerk gilt dem Zusammenspiel von AML- und Sanktionsvorschriften, den Herausforderungen fragmentierter Aufsichtspraktiken in den Mitgliedstaaten sowie der Weiterentwicklung des Konzepts institutioneller Haftung. Darüber hinaus untersucht die Arbeit aktuelle regulatorische Entwicklungen, insbesondere die Errichtung der Anti-Money Laundering Authority (AMLA), und bewertet deren potenziellen Beitrag zu einer stärkeren Kohärenz der Aufsicht innerhalb der Union. Die Ergebnisse zeigen, dass die Europäische Union einen umfassenden und zunehmend harmonisierten Rechtsrahmen zur Bekämpfung von Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und der Umgehung restriktiver Maßnahmen geschaffen hat. Trotz erheblicher legislativer Fortschritte bestehen jedoch weiterhin bedeutende Unterschiede in den Aufsichts- und Durchsetzungspraktiken der Mitgliedstaaten, die die Konsistenz und Vorhersehbarkeit regulatorischer Ergebnisse beeinträchtigen. Die Analyse verdeutlicht zudem einen Wandel von einem Haftungsmodell, das primär auf individuelle Compliance-Verstöße ausgerichtet ist, hin zu einem erweiterten Verständnis institutioneller Verantwortung, das Governance-Strukturen, Risikomanagementsysteme und interne Kontrollmechanismen umfasst. Die Arbeit gelangt zu dem Ergebnis, dass eine gesetzgeberische Harmonisierung allein keine wirksame und einheitliche Durchsetzung innerhalb der Europäischen Union gewährleisten kann. Obwohl AMLA einen bedeutenden Schritt hin zu stärkerer aufsichtsrechtlicher Koordinierung und Konvergenz darstellt, wird ihr langfristiger Erfolg von einer effektiven Zusammenarbeit der nationalen Behörden sowie von der Entwicklung gemeinsamer Aufsichtsstandards innerhalb der EU abhängen.
Abstract
(Englisch)
This thesis examines the effectiveness of the European Union's framework for supervisory enforcement and institutional liability of credit institutions in the fields of anti-money laundering (AML) and EU sanctions compliance. The analysis focuses on the relationship between EU-level harmonisation and national implementation, as well as on the role of supervisory authorities in ensuring the consistent enforcement of compliance obligations. The study analyses the EU anti-money laundering and sanctions frameworks, the obligations imposed on credit institutions, and the supervisory architecture governing their enforcement. Particular attention is devoted to the interaction between AML and sanctions compliance, the challenges arising from fragmented supervisory practices across Member States, and the evolving concept of institutional liability. The thesis further examines recent regulatory developments, most notably the establishment of the Anti-Money Laundering Authority (AMLA), and assesses its potential contribution to greater consistency in supervision across the Union. The findings demonstrate that the European Union has developed a comprehensive and increasingly harmonised regulatory framework aimed at preventing money laundering, terrorist financing, and the circumvention of restrictive measures. However, despite significant legislative progress, important differences in supervisory practices and enforcement approaches continue to affect the consistency and predictability of regulatory outcomes across Member States. The analysis further reveals a shift from a liability model focused primarily on individual compliance failures to a broader concept of institutional responsibility encompassing governance arrangements, risk-management systems, and internal controls. The thesis concludes that legislative harmonisation alone cannot ensure effective and uniform enforcement throughout the Union. While AMLA represents a significant step towards greater supervisory coordination and convergence, its long-term success will depend on effective cooperation between national authorities and the development of consistent supervisory standards across the EU.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Geldwäschebekämpfung Aufsicht Sanktionen
Schlagwörter
(Englisch)
Anti-Money Laundering Supervision Sanctions
Autor*innen
Nikolina Duragic
Haupttitel (Englisch)
Supervisory enforcement and institutional liability of EU credit institutions in the field of AML and sanctions compliance
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
50 Seiten
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Siegfried Fina
Klassifikation
86 Recht > 86.70 Internationales Wirtschaftsrecht
AC Nummer
AC18017162
Utheses ID
82009
Studienkennzahl
UA | 999 | 082 | |
