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Psychische Gesundheit und der Erste Weltkrieg
Nervosität, Hysterie, Kriegsneurose - die Behandlung von Kriegszitterern im Spannungsfeld von Militärpsychiatrie und Psychoanalyse
Julia Umschaden
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Lehramt Sek (AB) Unterrichtsfach Deutsch Unterrichtsfach Geschichte und Politische Bildung
Betreuer*in
Alois Ecker
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.81928
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-15857.76391.760583-9
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Masterarbeit untersucht die Wahrnehmung und medizinische Behandlung von Kriegsneurotikern im wilhelminischen Deutschland und in Österreich-Ungarn während des Ersten Weltkrieges. Für dieses Vorhaben wurden zwei Quellen aus der Militärpsychiatrie und der Psychoanalyse in Form einer Qualitativen Inhaltsanalyse aufgearbeitet und miteinander verglichen. Die Gegenüberstellung diente dazu, möglichst viele Aspekte in Bezug auf die Wahrnehmung und Behandlung von Kriegsneurotikern abzubilden. Ziel ist es, dadurch Einblick in eine wichtige Zeitperiode der psychiatrischen Geschichte zu gewinnen und den Umgang mit psychischen Erkrankten zu Beginn des 19. Jahrhunderts zu veranschaulichen. Die Arbeit zeigt, dass der Diskurs um die Kriegsneurose maßgeblich von historisch weit zurückreichenden Theorien zur Hysterie geprägt wurde. Das Aufkommen des Krankheitsbildes der „Neurasthenie“ kurz vor dem Ersten Weltkrieg übte ebenso großen Einfluss aus. Die Analyse der beiden Quellen hat demonstriert, dass die Diagnostik und Behandlung der Kriegsneurosen die Psychiatrie vor große Herausforderungen stellte und von gesellschaftlichen wie auch persönlichen Idealen geprägt wurde. Mit dem Aufkommen der Kriegsneurose rückten anorganische Ursachen für Krankheiten stärker in den Fokus der psychiatrischen Forschung. Der Zugang der Psychoanalyse wurde sanfter als jener der Militärpsychiatrie bewertet, in der ausgewählten Zeitperiode gewährleisteten jedoch beide Forschungsrichtungen keine langfristige Genesung für schwere Neurotiker. Der Erste Weltkrieg kann als wichtige Zäsur in der Geschichte der Psychiatrie betrachtet werden, durch die Analyse wurde jedoch deutlich, wie sehr psychische Erkrankungen in diesem Zeitraum noch stigmatisiert wurden, da die Diagnostik und Behandlung der Kriegsneurosen letztendlich stark von staatlichen und militärischen Interessen beeinflusst wurde.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Kriegsneurose Erster Weltkrieg Psychoanalyse Militärpsychiatrie Psychische Gesundheit Hysterie Neurasthenie
Schlagwörter
(Englisch)
War Neurosis Shell Shock Hysteria World War I Psychoanalysis
Autor*innen
Julia Umschaden
Haupttitel (Deutsch)
Psychische Gesundheit und der Erste Weltkrieg
Hauptuntertitel (Deutsch)
Nervosität, Hysterie, Kriegsneurose - die Behandlung von Kriegszitterern im Spannungsfeld von Militärpsychiatrie und Psychoanalyse
Paralleltitel (Englisch)
Mental health and World War I
Paralleluntertitel (Englisch)
the treatment of war neuroses at the intersection of military psychiatry and psychoanalysis
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
108 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Alois Ecker
Klassifikationen
15 Geschichte > 15.08 Sozialgeschichte ,
15 Geschichte > 15.23 Erster Weltkrieg
AC Nummer
AC18026654
Utheses ID
82022
Studienkennzahl
UA | 199 | 506 | 511 | 02
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1