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Schau auf meine Hände
Erfahrungen und Erlebnisse Gehörloser Patienten im Krankenhaus
Sonja Pirringer
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
Hanna Mayer
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.9101
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29839.69922.426453-7
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit widmet sich den Lebensumständen der Gehörlosen in Österreich und deren Erfahrungen im Umgang mit Spitälern. Im ersten Teil wird die Anatomie und Funktion des Ohres, die Ursachen der Gehörlosigkeit und die Unterstützung technischer Hilfsmittel beschrieben. Ein kurzer geschichtlicher Rückblick schildert die Lebensbedingungen der Gehörlosen in der Vergangenheit. Auch die heutige Situation, sowie die „Gemeinschaft“ der Gehörlosen, aber auch deren eigenen „speziellen und spezifischen“ Gewohnheiten, Bräuche und Kultur werden beleuchtet. In dem Kapitel Sprache und Ausdruck wird auf die Gebärdensprache und deren Bedeutung eingegangen, auf dessen Unterschiede, sowie auf deren Gemeinsamkeiten, zur Lautsprache werden aufgezeigt. Ein Kapitel widmet sich der Wichtigkeit der Kommunikation im Krankenhaus. Kommunikation bedeutet sich dem Gegenüber mitzuteilen, und mit ihm eine soziale Interaktion aufzubauen, unabhängig davon auf welcher Ebene sich der jeweilige Kommunikationspartner gerade befindet. Sich anderen mitzuteilen, heißt nicht nur Informationen einholen bzw. erhalten zu können, es beinhaltet auch die Möglichkeit Informationen über das derzeitige Befinden zu geben, seine Bedürfnisse zu äußern, aber auch seine Anerkennung zum Ausdruck zu bringen. Gerade im Krankenhaus ist es wichtig, dass Beschwerden und Symptome, die dem Pflegepersonal oder den Ärzten mitgeteilt werden, von diesen auch verstanden werden, um so rasch wie möglich die entsprechende Behandlung zu erhalten. Wie sich auch bei Gesprächen mit Betroffenen zeigte, ist ein Hauptanliegen der Gehörlosen, dass das Personal im Krankenhaus der Gebärdensprache mächtig sein sollte oder zumindest die wichtigsten und gebräuchlichsten „Gebärden“ beherrscht. 5 Im empirischen Teil werden die Ergebnisse der durchgeführten Interviews aufgearbeitet und in verschiedene Kategorien aufgelistet und eingeteilt. Zusammenfassend zeigte sich, dass sich die Gehörlosen mehr Personal im Krankenhaus wünschen, welches auf ihre speziellen Bedürfnisse eingehen kann. Nur so kann gewährleistet werden, dass aufgrund von Gehörlosigkeit keine Diskriminierung erfolgt. Die Gehörlosigkeit darf kein Grund für eine schlechtere Behandlung sein. Es muss unser Ziel sein, eine Gesprächsbasis aufzubauen, denn nur so kann gegenseitiges Vertrauen und Verständnis entstehen und nur so kann eine bestmögliche pflegerische Betreuung und Beziehung geboten werden

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Gehörlosigkeit Kommunikation Krankenhaus
Autor*innen
Sonja Pirringer
Haupttitel (Deutsch)
Schau auf meine Hände
Hauptuntertitel (Deutsch)
Erfahrungen und Erlebnisse Gehörloser Patienten im Krankenhaus
Publikationsjahr
2010
Umfangsangabe
159 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Hanna Mayer
Klassifikationen
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.31 Spracherwerb ,
44 Medizin > 44.17 Stationäres Gesundheitswesen, Krankenhauswesen
AC Nummer
AC08089271
Utheses ID
8203
Studienkennzahl
UA | 057 | 122 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1