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Das Berufsbild des Schriftdolmetschens in Österreich
eine empirische Untersuchung zur Professionalisierung aus der Sicht von Dolmetschenden
Fabiola-Diana Salvan
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Zentrum für Translationswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Translation Deutsch Rumänisch
Betreuer*in
Judith Platter
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.82013
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-16550.93023.806088-7
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Das Schriftdolmetschen ermöglicht Menschen mit Hörbeeinträchtigungen eine selbstbestimmte gesellschaftliche und berufliche Teilhabe im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention. Die vorliegende Masterarbeit untersucht das Berufsbild in Österreich im Kontext des aktuellen Professionalisierungsdiskurses. Ziel ist es, den Status quo aus Sicht der PraktikerInnen zu erfassen, Barrieren aufzuzeigen und zu verdeutlichen, warum diese Dienstleistung nicht durch KI-gestützte Live-Untertitelung ersetzt werden kann. Die Untersuchung widmet sich der Frage, wie SchriftdolmetscherInnen den Stand der Professionalisierung einschätzen und welche Parameter der Ausbildung, der Rahmenbedingungen sowie der Berufspraxis als besonders herausfordernd identifiziert werden. Zur Beantwortung dieser Forschungsfragen wurde eine empirische Online-Umfrage mit 48 Teilnehmenden über LimeSurvey durchgeführt, die geschlossene Fragen mit offenen Textfeldern kombinierte. Die Analyse verdeutlicht signifikante Hürden, da mehr als die Hälfte der Befragten massive Barrieren für eine weitere Professionalisierung sieht. Die Teilnehmenden warnen zudem nachdrücklich vor einer qualitativen Gleichsetzung professioneller Dolmetschleistungen mit KI-gestützter Spracherkennung oder mit der Arbeit von Laien. Bezogen auf soziologische Professionalisierungsmodelle hat das Schriftdolmetschen in Österreich berufsinterne Meilensteine wie den Ehrenkodex des ÖSDV, ein hohes Qualitätsbewusstsein sowie eigene Verbandsstrukturen erfolgreich erreicht. Die Befunde belegen jedoch, dass die vollständige gesellschaftliche, rechtliche und institutionelle Anerkennung stagniert. Der Prozess wird insbesondere durch wirtschaftliche Faktoren wie unzureichende Vergütungsstrukturen, die mangelnde Finanzierung von Vorbereitungszeiten sowie bürokratische Hürden bei der Abrechnung gegenüber öffentlichen FördergeberInnen gehemmt. Zudem erschwert ein deutliches Prestigedefizit gegenüber dem Gebärdensprachdolmetschen die nachhaltige Etablierung des Berufsfeldes in der österreichischen Bildungs- und Berufslandschaft.
Abstract
(Englisch)
Speech-to-text interpreting helps people with hearing impairments live independent lives at work and in society, as required by the UN Convention on the Rights of Persons with disabilities. This master's thesis examines the profession in Austria and its current development. The goal is to show the current situation from practitioners' perspectives, identify existing problems, and explain why this work cannot be replaced by automated AI subtitles. Specifically, the study examines how interpreters view the progress of their profession and which aspects of their training, working conditions, and daily work are the hardest. To answer these questions, 48 participants completed an online survey using LimeSurvey. The survey used a mix of multiple-choice questions and open text fields. The results show clear problems, as more than half of those asked see major obstacles to the profession. The participants also warn that professional interpreting should not be treated as the same as automatic speech recognition or work done by amateurs. Looking at sociological models, speech-to-text interpreting in Austria has already achieved important goals. It has its own code of ethics through the ÖSDV, high-quality standards, and its own associations. However, the data show that full recognition by society, law, and institutions is stuck. This is mostly due to financial problems such as low pay, unpaid preparation time, and excessive paperwork when billing public funding bodies. On top of that, the job lacks the prestige of sign language interpreting, which makes it hard to establish the profession permanently in the Austrian education and job market.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Schriftdolmetschen Berufsbild Professionalisierung ÖSDV
Schlagwörter
(Englisch)
Speech-to-Text Interpreting Professionalization
Autor*innen
Fabiola-Diana Salvan
Haupttitel (Deutsch)
Das Berufsbild des Schriftdolmetschens in Österreich
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine empirische Untersuchung zur Professionalisierung aus der Sicht von Dolmetschenden
Paralleltitel (Englisch)
The profession of speech-to-text interpreting in Austria
Paralleluntertitel (Englisch)
an empirical study on professionalization from the perspective of interpreters
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
III, 138 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Judith Platter
Klassifikationen
10 Geisteswissenschaften allgemein > 10.00 Geisteswissenschaften allgemein. Allgemeines ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.03 Theorie und Methoden der Sprach- und Literaturwissenschaft ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.10 Sprache in Beziehung zu anderen Bereichen der Wissenschaft und Kultur
AC Nummer
AC18040150
Utheses ID
82089
Studienkennzahl
UA | 070 | 331 | 354 |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1