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Nachhaltiges Terminologiemanagement
die Relevanz der Nachbereitung beim Konferenzdolmetschen
Maria Poljak
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Zentrum für Translationswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Translation Deutsch Bosnisch/Kroatisch/Serbisch
Betreuer*in
Franz Pöchhacker
DOI
10.25365/thesis.81828
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-21032.89734.474554-4
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Masterarbeit untersucht die terminologische Nachbereitung im Konferenzdolmetschen. Im Zentrum steht die Frage, ob und wie Konferenzdolmetscher*innen die Phase nach einem Einsatz nutzen, um terminologische Bestände zu überprüfen, zu ergänzen und für künftige Einsätze verfügbar zu halten. Ausgangspunkt ist die Annahme, dass Nachbereitung nicht lediglich als nachgelagerter Zusatz zur Vorbereitung zu verstehen ist, sondern als eigenständiger Bestandteil nachhaltiger dolmetschorientierter Wissensarbeit. Theoretisch verortet die Arbeit diese Fragestellung an der Schnittstelle von Terminologielehre, Konferenzdolmetschen und dolmetschorientierter Terminologiearbeit. Dabei wird gezeigt, dass Terminologie im Dolmetschkontext aufgrund von Mündlichkeit, Zeitdruck und Situationsgebundenheit besonders funktional, übersichtlich und rasch abrufbar sein muss. Ergänzend werden technologische Hilfsmittel wie InterpretBank, BoothMate und SketchEngine hinsichtlich ihres Nutzens für dolmetschorientiertes Terminologiemanagement betrachtet. Empirisch basiert die Arbeit auf einem Online-Fragebogen unter in Österreich tätigen Konferenzdolmetscher*innen, die Mitglieder von UNIVERSITAS Austria sind. Erhoben wurden unter anderem Dokumentationsformen, eingesetzte digitale Hilfsmittel, die Wiederverwendung bereits erarbeiteter Terminologie sowie Quellen für die Ergänzung und Überarbeitung terminologischer Bestände vor, während und nach einem Einsatz. Die Ergebnisse zeigen, dass terminologische Nachbereitung in der Praxis stattfindet, jedoch meist flexibel und wenig formalisiert erfolgt. Häufig dominieren handschriftliche Notizen, Textverarbeitungsprogramme oder Tabellenkalkulationen sowie eine gemischte Form der Dokumentation. Spezialisierte CAI Tools werden nur von einem Teil der Befragten genutzt. Zudem zeigt sich, dass Nachbereitung stark an den konkreten Einsatz gebunden ist und vor allem auf tatsächlich vorgetragenen Konferenzinhalten, Konferenzunterlagen und dem Austausch mit Kolleg*innen beruht. Es zeigt sich, dass Terminologie häufig bereits während eines laufenden Einsatzes ergänzt oder überarbeitet wird. Nachhaltiges Terminologiemanagement im Konferenzdolmetschen ist anhand dieser Ergebnisse als reale, aber stark situationsgebundene Praxis zu verstehen. Nachbereitung erscheint weniger als standardisiertes Verfahren denn als flexible, individuelle Routine professioneller Wissenssicherung.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Terminologiemanagement Konferenzdolmetschen CAI-Tools
Schlagwörter
(Englisch)
terminology management conference interpreting computer assisted interpreting
Autor*innen
Maria Poljak
Haupttitel (Deutsch)
Nachhaltiges Terminologiemanagement
Hauptuntertitel (Deutsch)
die Relevanz der Nachbereitung beim Konferenzdolmetschen
Paralleltitel (Englisch)
Sustainable terminology management
Paralleluntertitel (Englisch)
the importance of terminological follow-up in conference interpreting
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
72 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Franz Pöchhacker
Klassifikationen
06 Information und Dokumentation > 06.35 Informationsmanagement ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.45 Übersetzungswissenschaft
AC Nummer
AC18006857
Utheses ID
82122
Studienkennzahl
UA | 070 | 331 | 363 |
