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The digital euro and its potential effects on commercial banks
deposit funding and liquidity implications
Devin Robert Lamhène
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Internationale Betriebswirtschaft
Betreuer*in
Gyöngyi Loranth
DOI
10.25365/thesis.81873
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-21860.77579.433343-8
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Der digitale Euro ist eine digitale Zentralbankwährung, welche derzeit von der Europäischen Zentralbank entwickelt wird. Diese Arbeit untersucht, wie sich die Einführung des digitalen Euro auf Geschäftsbanken auswirken könnte, insbesondere wenn Kunden einen Teil ihres Guthabens von Giro- und Sparkonten in den digitalen Euro übertragen würden. Zur Untersuchung dieser Fragestellung wurde eine Umfrage mit 290 Befragten durchgeführt. Die Umfrage enthielt zwei verschiedene Versionen einer Beschreibung des digitalen Euros. Eine Version war neutral formuliert und die andere war positiver dargestellt und es wurden zusätzliche potenzielle Vorteile des digitalen Euro hervorgehoben. Die Befragten wurden einer der zwei Versionen zugeteilt, je nachdem, ob ihr Geburtsjahr gerade oder ungerade ist. Nachdem ihnen die jeweilige Beschreibung gezeigt worden war, wurden sie nach ihrer Bereitschaft gefragt, den digitalen Euro zu nutzen, Geld im digitalen Euro zu halten, sowie nach den beabsichtigten Beträgen, den vorgesehenen Finanzierungsquellen, ihrem Vertrauen in die EZB, ihrer Wahrnehmung der Sicherheit des digitalen Euro und ihren Datenschutzbedenken. Die Ergebnisse zeigten eine moderate, aber unsichere Bereitschaft, den digitalen Euro zu nutzen und zu halten. 46,6 % der Befragten gaben an, den digitalen Euro wahrscheinlich oder sehr wahrscheinlich nutzen zu wollen, während 37,6 % bereit waren, ihn zu halten, und 42,1 % noch unentschlossen waren. Von denjenigen, die bereit waren, den digitalen Euro zu halten, beabsichtigten 60,6 %, einen Betrag von höchstens 1.000 Euro zu halten, wobei Giro- und Sparkonten dabei die wichtigsten vorgesehenen Finanzierungsquellen darstellten. Dies deutet darauf hin, dass die Einführung des digitalen Euro zu einem teilweisen Abfluss von Einlagen bei Geschäftsbanken in Zentralbankgeld führen könnte. Die positive Darstellung hat die Bereitschaft, den digitalen Euro zu nutzen oder zu halten, nicht signifikant erhöht. Das Vertrauen in die EZB und die wahrgenommene Sicherheit des digitalen Euro standen in einem positiven Zusammenhang mit der Bereitschaft ihn zu halten, während Datenschutzbedenken mit geringeren Nutzungs- und Halteabsichten verbunden waren. Die Ergebnisse deuten somit darauf hin, dass der digitale Euro Geschäftsbankkonten voraussichtlich nicht vollständig ersetzen, aber dennoch einen gewissen Druck auf die Finanzierung und Liquidität der Banken ausüben könnte. Obergrenzen für Guthaben, die fehlende Verzinsung und der Wasserfallmechanismus könnten diese Auswirkungen verringern, sie jedoch wahrscheinlich nicht vollständig verhindern. Das tatsächliche Ausmaß des Drucks auf Geschäftsbanken kann erst nach der Einführung des digitalen Euro beurteilt werden.
Abstract
(Englisch)
The digital euro is a central bank digital currency currently being developed by the European Central Bank. This thesis examines how the adoption of the digital euro could affect commercial banks, especially through potential transfers from current and savings accounts into the digital euro. To investigate this question, a survey with 290 respondents was conducted. The survey had two versions of a description, with one version being framed neutrally and the other version being framed more positively and mentioning more potential benefits of the digital euro. Respondents were assigned to one of the two versions based on whether their year of birth was odd or even. After the respondents were shown the description, they were asked about their willingness to use and hold the digital euro, intended amounts, funding sources, trust in the ECB, perception of safety and privacy concerns. The results showed moderate but uncertain adoption intentions. 46.6% of respondents were likely or very likely to use the digital euro, while 37.6% were willing to hold it and 42.1% remained unsure. Among those willing to hold the digital euro, 60.6% intended to hold €1,000 or less. Current and savings accounts were the main intended funding sources, which indicates that adoption could lead to a partial transfer of commercial bank deposits into central bank money. The positive framing did not significantly increase the willingness to use or hold the digital euro. On the other hand, trust in the ECB and perceived safety of the digital euro were positively associated with willingness to hold it, while privacy concerns were associated with lower adoption intentions. So, while the findings suggest that the digital euro is unlikely to replace commercial bank accounts entirely, it could still create some pressure on bank funding and liquidity. Holding limits, non-remuneration and the waterfall mechanism could reduce, but probably not completely eliminate, these effects. The true extent of the pressure felt by commercial banks can only be assessed after the introduction of the digital euro.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Digitaler Euro Digitale Zentralbankwährung Bankenfinanzierung Liquidität Liquiditätsrisiko Bank Banken
Schlagwörter
(Englisch)
Digital euro Central bank digital currencies CBDC Commercial banks Liquidity Liquidity risk
Autor*innen
Devin Robert Lamhène
Haupttitel (Englisch)
The digital euro and its potential effects on commercial banks
Hauptuntertitel (Englisch)
deposit funding and liquidity implications
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
VII, 121 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Gyöngyi Loranth
AC Nummer
AC18016633
Utheses ID
82151
Studienkennzahl
UA | 066 | 914 | |
