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Die Kopenhagener Kriterien im Erweiterungsprozess der EU
eine vergleichende Analyse der kohärenten Anwendung am Beispiel von Montenegro und der Ukraine
Hannah Kraus
Art der Arbeit
Master-Thesis (ULG)
Universität
Universität Wien
Fakultät
Postgraduate Center
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
außerordentliches Masterstudium Europäisches und Internationales Wirtschaftsrecht (LL.M.) [Berufsbegleitend Deutsch]
Betreuer*in
Siegfried Fina
DOI
10.25365/thesis.82128
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-26180.86482.107797-4
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Masterthesis untersucht die fundamentale Transformation der Erweiterungspolitik der Europäischen Union. Im Mittelpunkt der Untersuchung steht die Frage, inwieweit die praktische Anwendung der Kopenhagener Kriterien Divergenzen zwischen den Beitrittsverfahren erkennen lässt und wie sich diese mit dem bestehenden Anspruch an die Kohärenz des Erweiterungsrechts vereinbaren lassen. Wenngleich der Prozess des Beitritts bislang als technokratisches Verfahren der Rechtsangleichung konzipiert war, definiert die Europäische Union die Erweiterung heute als eine geostrategische Investition in Sicherheit, Stabilität und Frieden. Basierend auf den unionsrechtlichen Grundlagen wird analysiert, wie die Union diesen neuen Imperativ mit dem Erhalt ihrer normativen Identität vereinbart. Die Arbeit zeigt auf, dass trotz eines einheitlich geltenden Regelwerks Abweichungen im Erweiterungsprozess identifiziert werden können. Während Montenegro das Modell eines zunehmend stagnierenden und langjährigen Beitrittsprozess repräsentiert, steht die Ukraine für das neue Phänomen des „Beitritts durch Krieg“, das wesentlich durch sicherheitspolitische Erwägungsgründe geprägt ist. Die Untersuchung verdeutlicht weiter, dass die Kopenhagener Kriterien zunehmend durch bilaterale Interessen geprägt werden. Letztlich kommt die Analyse zu dem Ergebnis, dass die Kriterien in der praktischen Anwendung von einem objektiven Leistungsbeweis zu einem Instrument der Krisenbewältigung transformiert wurden. Zur Sicherung der Integritätsfähigkeit empfiehlt die Arbeit einen graduellen Integrationsansatz sowie Mehrheitsentscheidungen im Rahmen der Verhandlungsschritte einzuführen.
Abstract
(Englisch)
The present work examines the fundamental transformation of Europe’s enlargement policy. At the core of this investigation is the question of whether and to what extent a divergence in the practical application of the Copenhagen criteria can be identified throughout the enlargement procedure, and how this aligns with the EU´s mandate for a uniform application of enlargement law. Although the accession process was traditionally conceived as a technocratic procedure of legal approximation, the EU now characterizes enlargement as a geostrategic investment in security, stability and peace. Based on european law principles, this thesis analyses how the European Union balances this recent change in the imperative with the preservation of its normative identity. The investigation demonstrates that, despite a uniformly applicable regulatory framework, divergences within the accession process can be identified. While Montenegro exemplifies a stagnating and protracted accession process, Ukraine represents the emerging phenomenon of „Accession through war“, which is significantly shaped by security policy considerations. Furthermore, the research highlights that the Copenhagener criteria are driven by bilateral interests. Finally, the analysis reveals that the practical application of the criteria has shifted from a proof of performance d an instrument of crisis management. To ensure integration capacity, the implementation of staged integration and majority voting during the negotiation progress is advisable.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
EU-Erweiterungspolitik Kopenhagener Kriterie EU-Erweiterungsrecht Acquis communautaire
Schlagwörter
(Englisch)
EU Enlargement Policy EU Enlargement Law EU Acquis Copenhagen Criteria
Autor*innen
Hannah Kraus
Haupttitel (Deutsch)
Die Kopenhagener Kriterien im Erweiterungsprozess der EU
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine vergleichende Analyse der kohärenten Anwendung am Beispiel von Montenegro und der Ukraine
Paralleltitel (Englisch)
The Copenhagen criteria in the EU enlargement process
Paralleluntertitel (Englisch)
a comparative analysis of their coherent application in Montenegro and Ukraine
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
81 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Siegfried Fina
Klassifikation
86 Recht > 86.86 Europarecht. Allgemeines
AC Nummer
AC18052590
Utheses ID
82230
Studienkennzahl
UA | 999 | 082 | |
