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Eine ethnomykologische Studie über das Pilzwissen der Bevölkerung aus dem Bezirk Gmünd
Viviane Mejta
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Lebenswissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Lehramt Sek (AB) Unterrichtsfach Biologie und Umweltbildung Unterrichtsfach Deutsch
Betreuer*in
Irmgard Greilhuber
DOI
10.25365/thesis.82125
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-26225.76984.469697-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Pilze sind ein bedeutender Bestandteil der Natur und der menschlichen Kultur. Insbesondere im Waldviertel, wovon der untersuchte Bezirk Gmünd Teil ist, hat das Sammeln von Pilzen einen hohen Stellenwert. Doch auch in anderen Lebensbereichen wie in der Medizin oder in der Landwirtschaft finden Pilze ihre Anwendung. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, auf diese so vielfältigen und manchmal doch sehr unscheinbaren Lebewesen aufmerksam zu machen, das Wissen der Bevölkerung zu diesem Thema zu sammeln und mögliche Unterschiede zu anderen Regionen Österreichs ausfindig zu machen. Im theoretischen Teil wird zunächst grundlegend geklärt, was Pilze sind und wie sie eingeteilt werden können. Weiters werden Themen der Ethnomykologie, wie zum Beispiel Pilze als Krankheitserreger aber auch Pilze als Heilmittel und in der Medizin behandelt. Um das erforschte Gebiet zu charakterisieren, werden Informationen über die Aufteilung des Bezirkes, dessen Bewohner:innen, über die Geologie, das Klima und die dort vorkommenden Pilze zusammengefasst. Die empirische Untersuchung erfolgte mittels Online-Fragebogen, welcher über verschiedenste Social Media-Plattformen verteilt und schlussendlich an 130 Personen ausgefüllt wurde. Es werden auch rechtliche Grundlagen zum Thema (Online-)Umfragen in der Arbeit dargelegt. Die Hypothesen der vorliegenden Arbeit, welche mit Hilfe dieses Fragebogens verifiziert oder falsifiziert werden sollen, lauten: „Mehr als die Hälfte der Umfrageteilnehmer:innen sammelt selbst Pilze.“ „Die Umfrageteilnehmer:innen haben ihr Wissen über Pilze überwiegend in der Schule gelernt.“ „Die Covid-Pandemie verstärkte das Sammelverhalten der Umfrageteilnehmer:innen.“ Den größten Teil dieser Masterarbeit hat die Erklärung der Ergebnisse sowie deren Diskussion inne. Dabei werden zuerst die Ergebnisse graphisch dargestellt sowie wörtlich erklärt, danach werden sie im Vergleich mit den Ergebnissen der anderen Bezirke des Waldviertels sowie der Ergebnisse aus anderen Regionen Österreichs diskutiert. Die Ergebnisse zeigen, dass das Pilzsammeln im Bezirk Gmünd einen nach wie vor hohen Stellenwert besitzt und ein Großteil der Befragten regelmäßig dieser Tätigkeit nachgehen. Diese Personen besitzen auch ein gutes Grundwissen zu allen möglichen Themen rund um das Lebewesen Pilz, jedoch sind vor allem bei der Erkennung von Giftpilzen Wissenslücken ausfindig gemacht worden. Zusammenfassend kann nur die erste der drei Hypothesen vollständig bestätigt werden. Die Annahme, dass mehr als die Hälfte der befragten Personen selbst Pilze sammelt, bestätigte sich. Die zweite Hypothese, dass das Wissen über Pilze überwiegend in der Schule gelernt wurde, muss verworfen werden, da die Personen als Wissensquelle eher ihr persönliches Umfeld angegeben haben. Die Hypothese zu den Auswirkungen der Covid-Pandemie auf das Pilzsammeln kann weder eindeutig bestätigt noch vollends verworfen werden. Bei vielen Umfrageteilnehmer:innen hatte dieses Ereignis keine wirklichen Auswirkungen auf das Pilzsammeln, doch bei einigen vermehrte sich das Pilzsammeln aus verschiedensten Gründen. Anschließend wird ein Fazit zur vorliegenden Arbeit abgegeben. Im Anhang befinden sich noch Literatur-, Abbildungs- und Tabellenverzeichnisse sowie ein unausgefüllter Schaufragebogen. Mit dieser erstmaligen empirischen Erhebung des Pilzwissens, des Sammelverhaltens, der Artenkenntnis und Kenntnisse über den Artenschutz im Bezirk Gmünd erweitert die vorliegende Arbeit den bisherigen ethnomykologischen Forschungsstand Österreichs um eine weitere regionale Perspektive und erschließt vor allem den Forschungsstand in einer Region, in der Pilze und das Sammeln dieser doch sehr fest im Alltag verankert ist.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
ethnomykologische Studie Pilzwissen Pilzsammeln Bezirk Gmünd
Autor*innen
Viviane Mejta
Haupttitel (Deutsch)
Eine ethnomykologische Studie über das Pilzwissen der Bevölkerung aus dem Bezirk Gmünd
Paralleltitel (Englisch)
An ethnomycological study of local mushroom knowledge in the district Gmünd
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
72 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Irmgard Greilhuber
Klassifikation
42 Biologie > 42.51 Mycophyta. Lichenes
AC Nummer
AC18052548
Utheses ID
82241
Studienkennzahl
UA | 199 | 502 | 506 | 02
