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Lebensstil-Interventionen und deren Auswirkungen auf die körperliche und seelische Befindlichkeit
Projekt HELSI
Astrid Allenbach
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Lebenswissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Ernährungswissenschaften
Betreuer*in
Alexander Haslberger
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.82122
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-27980.84329.429868-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
In den letzten beiden Jahrzehnten verdichtete sich die wissenschaftliche Evidenz für Zusammenhänge zwischen der Ernährungsweise eines Menschen und seinem psychischen sowie körperlichen Wohlbefinden. Darüber hinaus identifizierten zahlreiche Studien weitere Lebensstilfaktoren wie Schlaf, Bewegung, Stress, Umweltgifte, Naturkontakt u.v.a., die im Rahmen des „Exposoms“ mindestens ebenso großen Einfluss auf die psychische und körperliche Gesundheit ausüben wie genetische Prädispositionen. Diese Erkenntnisse weisen auf die Notwendigkeit eines neuen systemisch-kybernetischen Gesundheitsmodells sowie der Abkehr von monokausalen, linearen Modellen und einer reinen Symptombehandlung zugunsten personalisierter Therapieansätze hin. Im Rahmen dieser Masterarbeit sollte bei stationären Patientinnen und Patienten einer psychosomatischen Klinik durch Lebensstil-Interventionen im Projekt HELSI (HEalthy LifeStyle Interventions) eine Verbesserung psychischer und körperlicher Symptome erzielt werden. Für diese Interventionsstudie fanden sich trotz zweier Rekrutierungsversuche keine interessierten Teilnehmenden. Daraufhin wurde eine Online-Umfrage in einer ländlichen Durchschnittsbevölkerung mit und ohne Gesundheitsbeschwerden durchgeführt. Erhoben wurden unter anderem selbst eingeschätzte Lebensstildefizite, das psychische und körperliche Wohlbefinden, eine Ernährungsstichprobe, das Interesse am Projekt HELSI sowie an den geplanten Marketingmaßnahmen. Die Ergebnisse zeigten ein insgesamt mäßiges Interesse an einem solchen Projekt. Am häufigsten wurde der Wunsch nach einer Reduktion psychosozialer Belastungen (besserer Selbstwert, weniger Stress, Konflikte, negative Gefühle) geäußert, gefolgt vom Wunsch nach mehr Bewegung und gesünderer Ernährung. Zwischen der erhobenen Ernährungsstichprobe und der subjektiven Gesundheitsbewertung fanden sich keine Zusammenhänge. Allerdings zeigte sich eine Tendenz zu einer geringeren Beschwerdelast bei Personen, die häufiger frisch kochten. Halbtags-Berufstätige gaben dabei an, häufiger frisch zu kochen als Ganztags-Beschäftigte. Die selbst bewertete Gesundheit verteilte sich bei älteren und jüngeren Teilnehmenden ähnlich. Auch berichteten am HELSI-Programm Interessierte nicht über mehr als notwendig erachtete Lebensstilveränderungen als Personen ohne Interesse am Programm. Ein HELSI-Taschenbuch und ein Kochbuch würden bei einem Teil der Befragten auf Interesse stoßen, allerdings zu eher niedrigen Preisvorstellungen. Ein regelmäßiges HELSI-Seminar mit Kochworkshop stieß auf kaum Interesse. Das Angebot regelmäßiger Informationen über soziale Medien sowie eine Online-Challenge fanden hingegen guten Anklang. Daraus lässt sich ableiten, dass für zukünftige HELSI-Aktivitäten eine stärkere Ausrichtung auf die Allgemeinbevölkerung anstelle chronisch kranker Personen sowie eine Bewerbung über soziale Medien in Kombination mit einem HELSI-Taschenbuch und einem Kochbuch sinnvoll erscheinen.
Abstract
(Englisch)
Growing scientific evidence highlights the importance of lifestyle factors such as nutrition, sleep, physical activity, stress, and environmental influences for mental and physical health. This master's thesis aimed to evaluate the feasibility of the HELSI (HEalthy LifeStyle Interventions) project for psycho-somatic inpatients. However, despite two recruitment attempts, no participants could be enrolled. Therefore, an online survey was conducted among adults from a rural population with and without health complaints. The survey assessed perceived lifestyle deficits, mental and physical well-being, dietary habits, interest in the HELSI project, and acceptance of proposed intervention formats. Overall interest in the project was moderate. Participants most frequently wished to reduce psychosocial stress, followed by increasing physical activity and improving nutrition. No association was found between the dietary sample and self-rated health, although more frequent home cooking was associated with a tendency toward fewer health complaints. Practical resources such as a HELSI hand-book and cookbook, together with social media content and an online challenge, received the greatest acceptance, whereas a regular seminar attracted little interest. These findings suggest that future HELSI activities should primarily target the general population and focus on low-threshold, digitally supported lifestyle interventions.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Lebensstilerkrankungen Lebensstil Gesundheit Psychische Gesundheit Körperliche Gesundheit Lebensstilintervention Psychosomatik Nutritional Psychiatry Klinik Bad Aussee HELSI Ernährung Schlaf Bewegung Natur Stress Psychosoziale Belastung Psychotherapie Psychologie Ernährungswissenschaften
Autor*innen
Astrid Allenbach
Haupttitel (Deutsch)
Lebensstil-Interventionen und deren Auswirkungen auf die körperliche und seelische Befindlichkeit
Hauptuntertitel (Deutsch)
Projekt HELSI
Paralleltitel (Englisch)
Lifestyle interventions and their effects on physical and mental well-being
Paralleluntertitel (Englisch)
the HELSI Project
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
85 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Alexander Haslberger
Klassifikationen
30 Naturwissenschaften allgemein > 30.30 Naturwissenschaften in Beziehung zu anderen Fachgebieten ,
44 Medizin > 44.11 Präventivmedizin ,
77 Psychologie > 77.80 Spezielle Intervention
AC Nummer
AC18052437
Utheses ID
82276
Studienkennzahl
UA | 066 | 838 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1