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Framing the digital euro
experimental evidence on how privacy and payment sovereignty messages shape intended use
Marlene Postl
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Betriebswirtschaft
Betreuer*in
Paul Pichler
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.82064
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-27989.84815.214776-8
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Diese Arbeit untersucht, ob unterschiedliche Botschaften in der öffentlichen Kommunikation über den digitalen Euro die Nutzungsabsicht von Menschen in der EU verändern und ob Botschaften, die Privatsphäre betonen, oder solche, die Souveränität betonen, überzeugender sind. Damit geht die Arbeit über allgemeine Debatten zur Ausgestaltung von CBDCs hinaus und prüft, welche der beiden zentralen Kommunikationslinien der EZB, Schutz der Privatsphäre oder europäische Zahlungssouveränität, die Nutzungsabsicht gegenüber dem digitalen Euro stärker erhöht. Grundlage ist ein Online-Experiment mit drei voneinander unabhängigen Gruppen, das eine öffentliche Informationskampagne simuliert. Die Daten stammen aus einem standardisierten Online-Fragebogen mit 171 in der EU lebenden Personen, die über persönliche Netzwerke und SurveySwap rekrutiert wurden. Die Teilnehmenden wurden zufällig einem souveränitätsbezogenen Sujet, einem auf Privatsphäre bezogenen Sujet oder einem neutralen Kontrollsujet zugewiesen. Anschließend wurde die nach der Betrachtung des Sujets gemessene Nutzungsabsicht zwischen den Gruppen mithilfe einer Kovarianzanalyse verglichen, wobei die vorab erhobene Nutzungsabsicht kontrolliert wurde. Die Ergebnisse zeigen, dass die souveränitätsbezogene Botschaft die Nutzungsabsicht im Vergleich zur Kontrollbedingung erhöhte, während dies für die auf Privatsphäre bezogene Botschaft nicht der Fall war. Auch im Hauptmodell erwies sich die souveränitätsbezogene Botschaft als wirksamer als die auf Privatsphäre bezogene, wobei dieser Unterschied geringer wurde, sobald demografische Kontrollvariablen berücksichtigt wurden. Sowohl die Einschätzung, dass der digitale Euro die Privatsphäre schützt, als auch die Einschätzung, dass er europäische Datensouveränität stärkt, standen in positivem Zusammenhang mit der Nutzungsabsicht. Die experimentellen Botschaften veränderten diese Einschätzungen jedoch nicht stark genug, um signifikante indirekte Effekte auszulösen. Insgesamt zeigen die Ergebnisse, dass die Kommunikation über den digitalen Euro die Nutzungsabsicht beeinflussen kann. In dieser Stichprobe war das vor allem dann der Fall, wenn der digitale Euro mit der Abhängigkeit von außereuropäischen Zahlungsanbietern in Verbindung gebracht wurde und nicht mit allgemeinen Zusicherungen zum Datenschutz.
Abstract
(Englisch)
This thesis examines whether different public communication frames about the digital euro change intended use among EU residents, and whether a privacy frame or a sovereignty frame is more persuasive. In doing so, this thesis moves beyond general debates on CBDC design and tests which of the ECB’s two main public narratives, privacy protection or European payment sovereignty, is more effective in increasing intended use of the digital euro. It uses a between-subjects online experiment that simulates a public information campaign. Data comes from a standardized online questionnaire of 171 EU residents recruited through personal networks and SurveySwap. Participants were randomly assigned to a sovereignty-framed poster, a privacy-framed poster, or a neutral control poster. Post-exposure intended use was then compared across groups with analysis of covariance, controlling for pre-exposure intended use. The results show that the sovereignty-framed message increased intended use relative to the control condition, while the privacy-framed message did not. The sovereignty frame also performed better than the privacy frame in the main model, although this difference became weaker once demographic controls were added. Both perceived privacy protection and perceived European data sovereignty were positively related to intended use, but the treatments did not shift these beliefs enough to produce significant indirect effects. Overall, the findings suggest that communication about the digital euro can affect intended adoption, but in this sample it worked mainly when the digital euro was linked to dependence on non-European payment providers rather than to general privacy assurances.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Digitaler Euro Kommunikation
Schlagwörter
(Englisch)
Digital Euro
Autor*innen
Marlene Postl
Haupttitel (Englisch)
Framing the digital euro
Hauptuntertitel (Englisch)
experimental evidence on how privacy and payment sovereignty messages shape intended use
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
76 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Paul Pichler
Klassifikationen
05 Kommunikationswissenschaft > 05.00 Kommunikationswissenschaft. Allgemeines ,
85 Betriebswirtschaft > 85.40 Marketing
AC Nummer
AC18046160
Utheses ID
82281
Studienkennzahl
UA | 066 | 915 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1