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Digitalization and trust in intra- and inter-organizational relationships
a systematic literature review of trust mechanisms
Anastassia Svedova
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Betriebswirtschaft
Betreuer*in
Josef Windsperger
DOI
10.25365/thesis.82028
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-27998.87809.224934-9
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Vertrauen stellt einen zentralen Governance-Mechanismus in intra- und interorganisationalen Beziehungen dar und ermöglicht Kooperation, Wissenstransfer sowie Koordination unter Bedingungen von Unsicherheit. Gleichzeitig verändert die zunehmende Digitalisierung die Art und Weise, wie Organisationen koordiniert und gesteuert werden. Die Auswirkungen dieser Entwicklung auf Vertrauen sind bislang jedoch nur fragmentarisch erforscht und insbesondere im Kontext von Headquarters-Tochtergesellschafts-Beziehungen multinationaler Unternehmen unzureichend verstanden. Diese Arbeit schließt diese Forschungslücke durch eine systematische Literaturanalyse von 132 begutachteten wissenschaftlichen Studien, die zwischen 2000 und 2025 veröffentlicht und gemäß den PRISMA-2020-Richtlinien in den Datenbanken Scopus und Web of Science identifiziert wurden. Untersucht wird, wie Digitalisierung Vertrauen beeinflusst, wie sich diese Effekte zwischen kognitiven, affektiven und institutionellen Vertrauensdimensionen unterscheiden und unter welchen Bedingungen Vertrauen gestärkt oder geschwächt wird. Die Ergebnisse zeigen, dass Digitalisierung über konkurrierende Mechanismen wirkt, die Vertrauen gleichzeitig stärken und schwächen können. Transparenz, Prozessstandardisierung und gemeinsam genutzte Daten fördern insbesondere kognitives und institutionelles Vertrauen, während Wahrnehmungen von Überwachung, algorithmische Intransparenz und verringerte zwischenmenschliche Interaktion insbesondere das affektive Vertrauen beeinträchtigen. Gleichzeitig sind diese Effekte stark kontextabhängig und überschneiden sich häufig zwischen den verschiedenen Vertrauensdimensionen, sodass die Vertrauensentwicklung stärker von der Implementierung und dem organisatorischen Kontext als von der eingesetzten Technologie selbst abhängt. Die Arbeit leistet einen Beitrag zur Forschung, indem sie bestehende Erkenntnisse zu einem mechanismusbasierten Verständnis darüber zusammenführt, wie Digitalisierung Vertrauen verändert, und daraus Implikationen für Headquarters-Tochtergesellschafts-Beziehungen in multinationalen Unternehmen ableitet. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass Unternehmen digitale Systeme nicht ausschließlich als Instrumente zur Steigerung von Effizienz und Kontrolle betrachten sollten, sondern auch deren Auswirkungen auf Wahrnehmungen von Transparenz, Fairness, Autonomie und zwischenmenschlicher Interaktion berücksichtigen müssen.
Abstract
(Englisch)
Trust is a central governance mechanism in intra- and inter-organizational relationships, enabling cooperation, knowledge transfer, and coordination under conditions of uncertainty. As digitalization increasingly reshapes organizational coordination and control, however, its implications for trust remain fragmented and insufficiently understood, particularly in headquarters-subsidiary relationships within multinational enterprises. This thesis addresses this gap through a systematic literature review of 132 peer-reviewed studies published between 2000 and 2025 and identified through Scopus and Web of Science in accordance with the PRISMA 2020 guidelines. The review examines how digitalization influences trust, how its effects differ across cognitive, affective, and institutional trust dimensions, and under what conditions trust is strengthened or weakened. The findings show that digitalization operates through competing mechanisms that can simultaneously strengthen and undermine trust. Transparency, process standardization, and shared data primarily reinforce cognitive and institutional trust, whereas perceptions of surveillance, algorithmic opacity, and reduced interpersonal interaction are particularly detrimental to affective trust. However, these effects are highly contingent and often overlap across trust dimensions, making trust outcomes dependent on implementation and organizational context rather than on technology alone. The thesis contributes to the literature by synthesizing existing research into a mechanism-based understanding of how digitalization reshapes trust and by deriving implications for headquarters–subsidiary relationships in multinational enterprises. The findings suggest that managers should not treat digital systems solely as tools for efficiency and control, but also consider how they influence perceptions of transparency, fairness, autonomy, and relational interaction.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Digitalisierung Vertrauen Digitale Governance Systematische Literaturanalyse PRISMA 2020
Schlagwörter
(Englisch)
Digitalization Trust Intra-organizational relationships Inter-organizational relationships Digital governance Systematic literature review PRISMA 2020 Organizational trust
Autor*innen
Anastassia Svedova
Haupttitel (Englisch)
Digitalization and trust in intra- and inter-organizational relationships
Hauptuntertitel (Englisch)
a systematic literature review of trust mechanisms
Paralleltitel (Deutsch)
Digitalisierung und Vertrauen in intra- und interorganisationalen Beziehungen
Paralleluntertitel (Deutsch)
eine systematische Literaturanalyse von Vertrauensmechanismen
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
93 Seiten : Illustrationen
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Josef Windsperger
Klassifikation
85 Betriebswirtschaft > 85.20 Betriebliche Information und Kommunikation
AC Nummer
AC18040789
Utheses ID
82287
Studienkennzahl
UA | 066 | 915 | |
