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Wissen als ein gemeinsamer Raum von Abhängigkeiten
Netzwerke der Solidarität
Martina Egle
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Bildungswissenschaft
Betreuer*in
Henning Schluß
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.82017
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-28754.79664.109837-2
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Im Zentrum dieser Arbeit steht die Dekonstruktion epistemischer Ausschlüsse anhand feministischer Wissenschaftskritik. Ausgangspunkt ist das Infrage stellen einer traditionellen Epistemologie, die Wissen als universell gültige Einzelleistung eines körperlosen Subjekts versteht, das die verkörperte Welt als Objekt von Wissensgenerierung denkt. Das Ziel dieser Arbeit ist es, nach einer prozesshaften und solidarischen Wissensproduktion zu fragen, die Wissen nicht aus dem autonomen Geist des körperlosen Subjekts denkt, sondern situiert und relational versteht. Anhand einer historischen Rekonstruktion wird der Geist-Körper Dualismus bei René Descartes als hierarchischer Dualismus (Hartstock, 2024, S. 76) zwischen Subjekt und Objekt dekonstruiert und zugleich als möglichen Ursprungs eines körperlosen Subjekts analysiert. Mit theoretischer Berücksichtigung Theodor W. Adorno als auch Donna Haraway wird diese dualistische Trennung zwischen Subjekt und Objekt brüchig sowie auch die Objekthaftigkeit des Subjekts in seiner konkreten Verkörperung sichtbar. Dadurch wird die Standortgebundenheit und Partialität von Wissensansprüchen betont. Ziel des abschließenden Kapitels ist es, anhand Ausführungen von Jule Govrin und Seyla Benhabib, die Annahme eines dualen Gegensatzes zwischen Universalismus und Partikularismus zu problematisieren und Möglichkeiten einer kritischen Weiterentwicklung eines ausschließenden Universalismus hin zu einem solidarischen Universalismus zu denken. Ein Universalismus, der die Partialität von Wissensansprüchen mitdenkt, zugleich jedoch an einem universell verbindenden Moment des Menschseins festhält. Die Verletzlichkeit, die aus der Körperlichkeit resultiert, die allen Menschen gemeinsam ist. Ein universeller Moment, aus dem die Notwendigkeit zur Fürsorge resultiert und an Netzwerke der Solidarität appelliert.
Abstract
(Englisch)
This thesis focuses on the deconstruction of epistemic exclusions through the lens of feminist critique of science. It begins by challenging a traditional epistemology that conceives of knowledge as a universally-valid individual achievement of a disembodied subject who views the embodied world as an object of knowledge production. The aim of this thesis is to explore a process-oriented and solidarity- based production of knowledge that does not consider knowledge as arising from the autonomous mind of a disembodied subject, but rather understands it as situated and relational. Through a historical reconstruction, René Descartes mind-body dualism is unraveled as a hierarchical dualism (Hartstock, 2024, p. 76) between subject and object and, at the same time, analyzed as a possible origin of a disembodied subject. Drawing on the theoretical work of Theodor W. Adorno and Donna Haraway, this dualistic separation between subject and object is shown to be fragile; in its concrete embodiment, the objectivity oft the subject becomes visible, emphasizing the context-dependence and partiality of claims to knowledge. The aims of the concluding chapter, following Jule Govrin and Seyla Benhabib, are to challenge the assumption of a dual opposition between universalism and particularism and to discuss possibilities for the development of a universalism based on solidarity rather than exclusion. Ultimately, this thesis encourages a universalism that acknowledges the partiality of knowledge, yet at the same time holds fast to a unifying aspect of being human: a vulnerability that stems from physicality and necessity for care, which is common to all people.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Feministische Wissenschaftskritik Universalismus von unten Partikularismus Geist-Körper Dualismus Subjektkonstitution Körperlichkeit
Schlagwörter
(Englisch)
Feminist critique of knowledge production bottom-up universalism particularism mind-body dualism subject constitution embodiment
Autor*innen
Martina Egle
Haupttitel (Deutsch)
Wissen als ein gemeinsamer Raum von Abhängigkeiten
Hauptuntertitel (Deutsch)
Netzwerke der Solidarität
Paralleltitel (Englisch)
Knowledge as a shared space of interdependence
Paralleluntertitel (Englisch)
networks of solidarity
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
119 Seiten
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Henning Schluß
Klassifikation
80 Pädagogik > 80.00 Pädagogik. Allgemeines
AC Nummer
AC18040226
Utheses ID
82295
Studienkennzahl
UA | 066 | 848 | |
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