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Die individuellen Überlebensstrategien der Funktionshäftlingen im KZ Mauthausen, um physischem und psychischem Missbrauch zu widerstehen und ihre Menschlichkeit zu bewahren
Denis Sirbu
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Studiumsbezeichnung bzw. Universitätlehrgang (ULG)
Masterstudium Lehramt Sek (AB) Unterrichtsfach Bewegung und Sport Unterrichtsfach Geschichte und Politische Bildung
Betreuer*in
Johannes Brzobohaty
DOI
10.25365/thesis.81989
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-31256.82277.585968-7
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
In dieser Masterarbeit werden die individuellen Bewältigungsstrategien untersucht, die die inhaftierten Arbeiter im Konzentrationslager Mauthausen anwandten. Zudem werden die Handlungsmöglichkeiten analysiert, die ihnen innerhalb des Konzentrationslagersystems zur Verfügung standen. Zentrale Fragestellung ist dabei: Welche individuellen Überlebensstrategien entwickelten Funktionshäftlinge im KZ Mauthausen, um physischer und psychischer Gewalt zu widerstehen und unter den Bedingungen des Lagers Reste von Menschlichkeit zu bewahren? Methodisch stützt sich die Arbeit auf eine kritische Analyse historischer und soziologischer Literatur sowie auf die Auswertung von Augenzeugenberichten und Memoiren. Durch die Kombination eines strukturellen und eines funktionalen Ansatzes werden die Zusammenhänge zwischen Handlungen und Reaktionen auf Lagervorschriften, individuellen Strategien und moralischen Dilemmata veranschaulicht. Die Ergebnisse zeigen, dass Funktionshäftlinge innerhalb der Lagerhierarchie über begrenzte Privilegien verfügten, darunter besseren Zugang zu Nahrung, Informationen, Schutzbeziehungen und weniger belastenden Arbeitskommandos. Zwar erhöhten diese Privilegien möglicherweise ihre Überlebenschancen, zugleich führten sie jedoch zu einer ständigen Abhängigkeit von den SS-Männern und warfen schwerwiegende moralische Dilemmata auf. Die Analyse zeigt, dass die Überlebensstrategien der Funktionshäftlinge über bloße Anpassung und Selbsterhaltung hinausgingen und auch Formen der Solidarität sowie der Unterstützung anderer Häftlinge einschlossen. Gleichzeitig wird deutlich, dass Häftlinge, die bestimmte Rollen übernahmen, nicht pauschal als Kriminelle oder Opfer bezeichnet werden können. Ihre Position war vielmehr sowohl zentral als auch zwiespältig und wurde durch Zwang, Verpflichtungen und begrenzte Handlungsmöglichkeiten geprägt. Die Arbeit leistet einen Beitrag zu einem differenzierten Verständnis der inneren Machtstrukturen des Konzentrationslagers Mauthausen und zeigt, dass die Analyse der Funktionshäftlinge wichtige Erkenntnisse über Überleben, Gewalt, moralische Ambivalenz und menschliches Handeln unter extremen Bedingungen des nationalsozialistischen Terrorsystems ermöglicht.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Lagerhierarchie im KZ Mauthausen Funktionshäftlinge
Autor*innen
Denis Sirbu
Haupttitel (Deutsch)
Die individuellen Überlebensstrategien der Funktionshäftlingen im KZ Mauthausen, um physischem und psychischem Missbrauch zu widerstehen und ihre Menschlichkeit zu bewahren
Paralleltitel (Englisch)
The individual survival strategies of the functionary prisoners in the Mauthausen concentration camp to withstand physical and psychological abuse and to preserve their humanity
Publikationsjahr
2026
Umfangsangabe
92 Seiten : Illustrationen
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Johannes Brzobohaty
Klassifikation
10 Geisteswissenschaften allgemein > 10.00 Geisteswissenschaften allgemein. Allgemeines
AC Nummer
AC18038798
Utheses ID
82324
Studienkennzahl
UA | 199 | 500 | 511 | 02
